Die Aufsteiger machten in der SharkWater GFL Süd in den ersten Wochen von sich reden: Sowohl Saarland Hurricanes als auch Ravensburg Razorbacks gewannen zunächst alle ihre Spiele bis auf ihren jeweiligen Vergleich gegen Vizemeister Schwäbisch Hall. Vorletzte Woche gab es das direkte Duell der beiden in Ravensburg, mit vielen Touchdowns und dramatisch umkämpft, ehe am Ende der 38:31-Erfolg der Gäste aus dem Saarland feststand. Nach einer Woche Pause stehen beide nun bereit, sich gut vorbereitet auf den nächsten Beutezug zu begeben. Die Ravensburg Razorbacks gastieren dabei bei den Stuttgart Scorpions (live bei SPORT1 am 10. Juli ab 16:30 Uhr), die Saarland Hurricanes reisen am Sonntag zu den Allgäu Comets ins Kemptener Illerstadion.

Es hat eine gewisse Tradition, dass gerade in der SharkWater GFL Süd die Neulinge meist eine gute Rolle in ihrer Premierensaison spielen. Dies gilt auch in diesem Jahr, und sowohl die Saarländer als auch die Ravensburger dürfen sich Hoffnungen auf eine Play-Off-Teilnahme machen. Dabei steht bei beiden das offensive Element im Vordergrund. In Ravensburg bürgt dafür das „Ryan-Doppel“ aus Quarterback Ryan Neal und Receiver Ryan Smith. Neal hat bislang über 64 Prozent seiner Pässe angebracht und acht Touchdown-Pässe geworfen. Sein Passer Rating von 284,2 Punkten ist derzeit das zweitbeste der Süd-Gruppe. Vor allem profitiert er dabei von den „Big-Play“-Qualitäten von Anspielstation Ryan Smith, der nach dem Fang noch viele Yards herausholen kann. Knapp 120 Yards hat er im Schnitt bei den bisherigen vier Spielen der Razorbacks gemacht. Basis dafür ist aber auch, dass die Razorbacks nicht allein auf ihr Ryan-Doppel angewiesen sind. Mit Lennies McFerren, der schon in früheren Jahren in Ravensburg spielte und nach deren GFL-Aufstieg vor dieser Saison zu den Razorbacks zurückkehrte, hat das Team nämlich auch ein verlässliches „Arbeitspferd“ für den Laufangriff in seinen Reihen.

Ebenfalls prächtig aufgestellt präsentiert sich der Angriff der Saarland Hurricanes. Hier bilden Quarterback Josh Goldin und die Receiver, bei denen Vic Wharton aus einer starken Schar nur ein wenig herausragt, von Beginn an für jeden Gegner eine ständige Bedrohung, von praktisch jedem Punkt des Feldes aus Touchdowns anzupeilen. Dies öffnet schnell die Räume auch für die Running Backs wie Kai Michael Hunter. Mit knapp 460 Yards Raumgewinn pro Spiel und schon 23 Touchdowns in nur vier Partien ist die Hurricanes-Offense so derzeit die statistisch beste der gesamten Liga. Allerdings geht es nun gegen eine Defense aus dem Allgäu, die in beiden bisherigen Spielen etablierten gegnerischen Quarterbacks kaum Entfaltung gönnte.

In der Nord-Gruppe freuen sich die New Yorker Lions, nun endlich auch in Braunschweig wieder Zuschauer ins Stadion lassen zu dürfen. Doch die Freude darüber ist durch die zwei Niederlagen der Vorwochen getrübt. Völlig ungewohnt gehen die New Yorker Lions als Tabellenvierter in ihr Heimspiel gegen die Potsdam Royals. Auswärtsspiele in Köln und Dresden werden der Heimpartie gegen Potsdam folgen – die Braunschweiger sind also in Zugzwang, wenn sie zum Ende der Saison noch einmal in den Kampf um den Gruppensieg eingreifen wollen. Im Mittelpunkt könnten im Spiel in Braunschweig die Running Backs stehen: Potsdams Jake Mayon und Braunschweigs Exavier Edwards führen derzeit die Rushing-Statistiken der Liga an.

2021 Datum:2021-07-0
LigaDatumKickoffDatumBegegnungBegegnungErgebnisQuarter/StadionErgebnis

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