Samstag, 19.06.2021 - Kickoff 15:00 Uhr
GFL Nord1 - Mommsenstadion

Berlin Rebels

New Yorker Lions Braunschweig

Berlin Rebels
22
New Yorker Lions Braunschweig
29
Quarterstände
0:7 / 7:9 / 7:6 / 8:7
Infos zum Spiel
Gamestats
VIDEO. Dieses Spiel wird übertragen von Livestream.com.

In einem bis zur letzten Sekunde hart umkämpften Spiel, besiegen die New Yorker Lions die Berlin Rebels knapp, aber letztendlich verdient, mit 22:29 (0:7; 7:9; 7:6; 8:7) und gehen damit auch im Rückspiel gegen das Team aus der Hauptstadt, als Sieger vom Feld.


Bei heißen 35°C, begann das Spiel durch den Kick-Off der Berlin Rebels, welcher vom Braunschweiger Mika Wikinger an der eigenen 10 Yard Linie aufgenommen und bis tief in die Hälfte der Gastgeber zurückgetragen wurde.
Dort übernahm Quarterback Jake Kennedy gemeinsam mit Runningback Exavier Edwards die Regie im Angriff der Löwen und zeigte der Berliner Verteidigung mit nur wenigen Spielzügen ihre Grenzen auf. Ein Pass auf Wide Receiver Mika Wickinger und drei Läufe von Exavier Edwards später und die Löwen standen erstmalig kurz vor der Berliner Endzone. Die verbleibenden Yards überbrückte der US-amerikanische Ballträger mit seinem nächsten Lauf problemlos und die Lions gingen mit 0:7 (PAT L. Jeckstadt) in Führung.   

Es folgte der erste Angriffsdrive der Rebels angeführt von Spielmacher Darius Wade, welcher aber nach nur drei Versuchen und einem Tackle für Raumverlust durch Serif Djibrila gegen den französischen Ballträger der Berliner, in einem Punt endete.

Der Punt endete an der ein Yard Linie der Löwen, von wo aus der Angriff der Braunschweiger sich erneut Richtung Berliner Endzone auf den Weg machte. Abermals durch Läufe von Exavier Edwards, dem die tropischen Temperaturen nichts auszumachen schienen, als auch durch weitere Passfänge vom gut aufgelegten Mika Wickinger, ging es bis knapp an die 40 Yard Linie der Berlin Rebels und ins zweite Spielviertel.
Gleich im ersten Spielzug des zweiten Spielabschnitts bediente Jake Kennedy mit einem perfekten Pass seinen Ballfänger Paul Bogdann, welcher die Führung der Lions auf 0:13 (PAT nicht gut) ausbaute.
Ab nun schien, dass ein Ruck durch das Team der Berlin Rebels ging und sich die Hauptstädter darauf besannen, dass auch sie Football spielen können und nicht erneut, wie im Hinspiel, das Feld als klarer Verlierer verlassen wollen.
Nach einem erneuten guten Return des Berliner Allrounders Paul Morant bis kurz vor die Mittelinie, nutzte Berlins Quarterback Darius Wade einen Abstimmungsfehler in der Braunschweiger Verteidigung gnadenlos aus und bediente seinen polnischen Tight End Mateusz Dubicki über 34 Yards mit einem Pass bis an die 20 Yard Linie der Lions.
Ein Spielzug später war es Runningback Andreas Betza, der über die linke Seite die Abwehr der Braunschweiger überlaufen konnte und den Spielstand auf 7:13 (PAT K. Cain) verkürzte.
Der folgende Drive der Lions brachte nichts ein und nach einem Punt durch Tobias Goebel, war es erneut der Angriff der Rebellen, der sich auf den Weg zu weiteren Punkte Richtung Braunschweiger Endzone machte. In der Braunschweiger Verteidigung hatte aber vor allen Neuzugang Da’Shawn Benton etwas dagegen. Nicht nur dass er Berlins Runningback Betza in aussichtsreicher Position für einen Raumverlust stoppen konnte, nein nur zwei Spielzüge später fing er spektakulär einen Passversuch des Berliner Quarterbacks Darius Wade ab und brachte somit kurz vor der Halbzeitpause seinen Angriff noch einmal auf das Feld. Erneut waren es Mika Wickinger und Paul Bogdann mit Passfängen, als auch Arbeitstier Exavier Edwards mit Läufen, welche die Löwen bis an 16 Yard Linie der Berliner heranbrachten. Mit dem Pausenpfiff war es Kicker Luca Jeckstadt mit einem 32 Yard Fieldgoal, der den Halbzeitstand zum 7:16 herstellte.

Nach der Pause endeten beide ersten Angriffsdrives der Teams jeweils mit einem Punt. Den Punt der Lions returnierte Berlins Paul Morant abermals bis in die Hälfte der Braunschweiger und nur einen Spielzug später war es abermals der französische Ballträger der Rebels Andreas Betza, welcher über 47 Yards bis in die Endzone der New Yorker Lions zum 14:16 (PAT K. Cain) Anschlusstouchdown lief.
Der Angriff der New Yorker Lions um Quarterback Jake Kennedy ließ sich davon nicht beeindrucken und konterte bravourös. Mit Läufen von Exavier Edwards, einem verwandelten vierten Versuch durch Jake Kennedy und einem Passfang von Paul Bogdann, fanden sich die Löwen schnell an der 30 Yard Linie der Berlin Rebels. Von dort bediente Jake Kennedy Justus Holtz mit einem schönen Pass über in der Berliner Endzone zum 14:22 (PAT nicht gut).
Langsam merkte man bei beiden Teams, das doch die Hitze den ein oder anderen zu schaffen machte und so lief bei beiden bis zu Beginn des vierten Spielabschnitts nicht viel zusammen.

Nach einem Stopp der Braunschweiger Defense zu Beginn des vierten Spielviertels und einem weiteren Punt der Braunschweiger, waren es dann die Gastgeber welche als erstes ihren Rhythmus im Angriff wiederfanden.
Vor allen Runningback Andreas Betza sorgte immer wieder für größeren Raumgewinn und narrte das ein oder andere Mal die Braunschweiger Verteidiger. Bis an die 18 Yard Linie der Löwen ging es voran, bevor Darius Wade mit einem Pass den eigentlich hauptsächlich in der Verteidigung eingesetzten Paul Morant bediente, welcher den Ball zwar nach Entscheidung der Schiedrichtercrew in der Braunschweiger Endzone fangen konnte, aber Zweifel daran bestehen bleiben, ob dieses regelkonform oder er durch Benjamin Krahl nicht bereits ins Aus gedrängt wurden war.
Wie auch immer wurde es nun eng und nachdem auch die 2-Point Conversion durch Tight End     
Mateusz Dubicki, nach Pass von Darius Wade gelang, hieß der Spielstand plötzlich 22:22.
Nur noch knapp 2 Minuten waren zu spielen und die New Yorker Lions nahmen noch mal all ihre verbliebenden Kräfte zusammen und kamen zurück.


Mika Wickinger trug den Kick-Off bis an die 45 Yard Linie, von wo der vermutlich letzte und entscheidende Drive der Partie starten sollte. Einem Pass von Jake Kennedy auf Paul Bogdann folgte eine Strafe wegen zu späten Angriffs auf den Braunschweiger Quarterback und es ging an der 29 Yard Linie der Berliner weiter. Schneller Pass von Jake Kennedy auf Justus Holtz und ein Lauf von Exavier Edwards und nur 15 Yards blieben zwischen dem Ball und der Berliner Endzone. Nochmals Edwards und ein Lauf über 10 Yards vom Braunschweiger Spielmacher selbst und nur noch ein Yard zum Sieg und knapp 10 Sekunden verblieben auf der Spieluhr.

Der Touchdown zum 22:29 (PAT L. Jeckstadt) war dann nur noch Formsache und Exavier Edwards meisterte die fehlende Distanz, mit Unterstützung seiner Vorblocker, mit Bravour. Zwar versuchten die Berlin Rebels noch das nahezu Unmögliche und Darius Wade warf einen tiefen Pass, doch wieder war es Da’Shawn Benton, der mit seiner zweiten Interception des Tages das Spiel und den Sieg endgültig für die New Yorker Lions festhielt.

Scoreboard  

00:07      5 Yards TD-Lauf E. Edwards (PAT L. Jeckstadt)
00:13    39 Yard TD-Pass J. Kennedy auf P. Bogdann (PAT nicht gut)
07:13    20 Yard TD-Lauf A. Betza (PAT K. Cain)
07:16    32 Yard Fieldgoal L. Jeckstadt
14:16    47 Yard TD-Lauf A. Betza (PAT K. Cain)
14:22    29 Yard TD-Pass J. Kennedy auf J. Holtz (PAT nicht gut)
22:22    18 Yard TD-Pass D. Wade auf P. Morant (TPC M. Dubicki)
22:29      1 Yard TD-Lauf E. Edwards (PAT L. Jeckstadt)

Foto: Fabian Uebe

Braunschweig New Yorker Lions
Gegründet: 1987 Farben: schwarz / rot Spielstätte: Eintracht-Stadion, Braunschweig Erfolge: Deutscher Meister 1997, 1998, 1999, 2005, 2006, 2007, 2008, 2013, 2014, 2015, 2016, 2019 Eurobowl-Sieger: 1999, 2003, 2015, 2016, 2017, 2018 Head Coach: Troy Tomlin
http://www.newyorker-lions.de/

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