Der Freistaat Sachsen und das Land Hessen haben jeweils ein Förderprogramm ins Leben gerufen, um die Existenz von Sportvereinen in Profi-Ligen bzw. deren ausgegliederten Betriebsgesellschaften zu gewährleisten.

Dieser Schritt zur Förderung des Vereinssports basiert nicht zuletzt auf dem großen Einsatz der Landesfachverbände, die sich vehement für eine Hilfe ihrer Mitglieder in den Vereinen eingesetzt haben.

Mit dem Soforthilfe-Darlehn Sport soll der Liquiditätsbedarf zur Überbrückung wirtschaftlicher Engpässe, die durch die verordneten Maßnahmen zur COVID-19-Pandemie entstanden sind, gefördert werden.

Betroffene Vereine können bei der jeweiligen Landesregierung der beiden Bundesländer einen zinslosen Kredit mit einer Laufzeit von zehn Jahren beantragen. Die Kredithöhe richtet sich anteilig nach den Umsätzen des Jahres 2019 (max. 10 % in Sachsen, max. 20 % in Hessen).

Beide Länder verzichten in den ersten drei Jahren des Darlehns auf eine Tilgung, Sonderzahlungen können jedoch jeder Zeit erfolgen. Die Mindestsumme für das Darlehn liegt in Sachsen bei 5.000 Euro, in Hessen bei 10.000 Euro. Die maximale Summe beträgt bei beiden Ländern 500.000 Euro.

Die genauen Regularien sind auf den jeweiligen Auskunftsseiten der Länder zu finden.

Das Signal aus Sachsen und Hessen könnte jetzt einen Stein ins Rollen gebracht haben. Der Anfang ist gemacht und es bleibt zu hoffen, dass sich zeitnah weitere Bundesländer diesen Hilfsmaßnahmen anschließen.

Für die Vereine im Football-Sport könnte diese Art der Förderung über Jahre hinweg ein ganz wichtiger Baustein in der Weiterführung des Spielbetriebes und der gesamten Existenz sein.

Für diese Förderprogramme haben sich auch wesentlich die Präsidenten der beiden Landesverbände, in Sachsen Christian Piwarz und in Hessen Robert Huber zugleich auch Vorsitzender des Beirates der Verbände im Landessportbund Hessen e. V. eingesetzt.

„Wir freuen uns, dass die ersten Bundesländer diesen innovativen Weg beschreiten und auch die Rolle des semiprofessionellen und professionellen Sports anerkennen“, kommentiert AFVD-Präsident Robert Huber die Entwicklung. „Diese Teams sind systemrelevant für den gesamten Sport. Spieler und Trainer der GFL-Teams sind auch in der Jugendarbeit tätig und leisten dort ihren Beitrag zur Entwicklung des Nachwuchsleistungssports. Fallen diese weg, so werden in die Sportinfrastruktur gewaltige Löcher geschlagen. Insofern ist es sehr positiv, wenn die Bundesländer über ihre Förderbanken hier den Teams zur Seite springen. Jetzt hoffen wir, dass weitere Bundesländer nachziehen.“ 

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