Die Dukes haben sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach drei Niederlagen in Folge überzeugte das
Team durch einen sicher herausgespielten 39:20-Erfolg gegen die Munich Cowboys, die erst dann zu
ihren Punkten kamen, als die Dukes längst ihren Backups Einsatzzeiten geben konnten.

„Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, das war ein ganz wichtiges Spiel für uns. Wir sind lange im
Keller gewesen. Mit diesem Sieg sind wir zwar noch nicht ganz raus, aber heute war ein wichtiger
Zeitpunkt, um einen Schritt in die richtige Richtung zu machen“, konnte Headcoach Eugen Haaf nach
der weitgehend einseitigen Partie durchatmen.

Nach einer kurzen Unachtsamkeit gleich zu Beginn kamen die Münchner durch ein Fieldgoal von
Baris Dasar zwar zu einer frühen 3:0-Führung, danach aber gaben die von 2100 Zuschauern
angefeuerten Gastgeber eindeutig den Ton an. Vor allem das Duo Matthew Weimer und Gabe
Boccella bekamen die Münchner nie in den Griff. Immer wieder suchte der Quarterback seinen
Receiver mit weiten Pässen und Boccella nahm sie mit unglaublicher Sicherheit herunter, selbst wenn
er von seinen Gegenspielern hart bedrängt wurde. Das gelang in der ersten Halbzeit zweimal
eindrucksvoll.

Auch Anton Chereminsky profitierte von einem präzisen Pass des Ingolstädter Quarterbacks und der
vierte Touchdown vor der Halbzeitpause ging auf das Konto von Rashad Greene. Dieser fing einen
Fehlpass von Justin Sottilare ab, der mitte des zweiten Viertels Quarterback Luca Raue abgelöst
hatte. Ansonsten lief es mit dem „Ersatz-Quarterback“, der ja in erster Linie als Offensive Koordinator
tätig ist, um einiges besser, doch seine Receiver ließen immer wieder einfache Bälle fallen. Oder sie
rannten sich an der dieses Mal sattelfest Dukes-Abwehr fest.

Erst als immer mehr Backups bei den Dukes aufs Feld kamen, konnten die Cowboys punkten. Daniel
Bohnet und Austin Upshaw sorgten mit ihren Touchdowns für etwas Ergebniskorrektur. Die Dukes
konnten nach der Halbzeitpause nur noch einen weiteren Touchdown durch Boccella sowie ein
Fieldgoal von Ponader verzeichnen, doch der Sieg kam nie in Gefahr, weil sie in der zweiten Halbzeit
das Ergebnis clever verwalteten.

Haaf konnte sich nur kurz über den Erfolg seiner Truppe freuen, dann war er schon wieder auf das
Spiel am Samstag in Straubing fokussiert: „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, weil das ein ganz
wichtiges Spiel für uns war. Aber es darf keiner glauben, dass wir in Straubing genauso auftrumpfen
können. Wir spielen schließlich in der höchsten deutschen Liga, da bekommst du keine
Freinummern.“ Und er macht seinen Spielern gleich deutlich, was jetzt auf sie wartet: „Wir müssen
jetzt zweimal intensiv trainieren.“

Text: Elmer Ihm
Bild: Louisa Gärtner

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