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Paladins verspielen die Führung gegen den Spitzenreiter im 4. Quarter

Die Solingen Paladins verlieren gegen die Hildesheim Invaders mit 43:22 

Bei sommerlichenTemperaturen verließen die Footballer der Solingen Paladins vor knapp 1200 Zuschauern das Helios Field in Hildesheim mit hängenden Köpfen. Bis kurz vor Ende des 3. Quarters führten die Solinger, mussten dann aber den hohen Temperaturen und den zahlreichen Ausfällen Tribut zahlen. 

Schon die Anfahrt barg sehr unangenehme Vorfälle in sich. Höhepunkt war ein schwerer Unfall mit Personenschaden auf der Landstraße 442 nach Hildesheim, der sich kurz vor dem Paladins-Bus ereignete. Noch während die ersten Fahrzeuge sich stauten, sprangen Teambetreuerin Bianca Rüttgers, der Spieler Lukas Hellenbrandt und die Coaches Klaudiusz Cholewinski und Florian Quadt aus dem Bus und leisteten vor Ort erste Hilfe. Bei der Bergung eines kleinen Kindes aus einem der Unfallwagen zog Hellenbrandt sich so schwere Schnittverletzungen zu, sodass er später nicht mehr am Spiel teilnehmen konnte. Nach einer Stunde im Stau setzte der Solinger Tross sich dann mit sichtlich bedrückter Stimmung wieder in Bewegung

Die Atmosphäre im Hildesheimer Stadion war hingegen hervorragend, als es der Kickoff um 16 Uhr durch den Solinger Kicker Justus Fürup erfolgte. Die Rollen schienen klar verteilt – Hildesheim als Titelfavorit und Solingen als Außenseiter. Die erste Halbzeit sollte jedoch für Verwunderung auf den Rängen sorgen.

  1. Quarter

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Nachdem die Paladins-Defense unter der Führung von Jan Berens und Cameron Jones die Invaders schnell stoppen konnte, griffen im Angriff alle Räder ineinander. Die Offense erzielte mehrere, schnelle First Downs bevor Tom van Duijn mit einem Pass auf Julien Awater zum 0:8 (Conversion Ryheem Skinner) vollendete. Hildesheim schien leicht irritiert und musste direkt das nächste Angriffsrecht wieder abgeben. Wenige Spielzüge später stand es plötzlich auch noch 0:14 (Conversion fail), nachdem Van Duijn Harry Ballard III mit einem schönen Pass über 10 Yards bediente. Die Invaders wurden sichtlich nervöser und fingen sich verschiedene Strafen ein, schafften es jedoch trotzdem kurz vor Ende des Quarters mit zwei Big Plays den Touchdown zum 6:14 (Conversion fail) zu erzielen. Selbstbewusst betrat die Solinger Offense, in der Geburtstagskind Connor Ritterskamp (18 Jahre) seinen ersten Auftritt im Seniorenbereich feierte, wieder den Platz und sorgte für Stille im Stadion. QB can Duijn warf einen Pass über 40 Yards auf Ballard, der nur noch ein kurzes Stück in die Endzone überbrücken musste (Conversion van Duijn).  Mit einem überraschenden 6:20 ging es also ins nächste Quarter.

  1. Quarter

Während die Solinger Defensive den Angriffsversuchen der Invaders standhielt, blieben fast in jedem Spielzug Paladins verletzt auf dem Feld liegen. Besonders hart traf es Till Enstipp (Schulter), Sascha Riedel (Ellenbogen) und Felix Losch (Knie), die von da ab zum Zuschauen verdammt waren. Solingen arbeitete sich trotzdem offensiv weiterhin Yard für Yard in Richtung des nächsten Touchdowns. 5 Yards vor der Endzone verlor Skinner den Ball plötzlich aus den Händen und somit das Angriffsrecht. Konsequenz daraus war das 14:20 nach einem langen Pass des immer stärker spielenden Hildesheimer Quarterbacks (Conversion fail). Es folgten vor der Pause noch verschiedene Highlights beider Abwehrreihen. Unter anderem waren Marlon Böntgen, Basiru Jobe und Michael Stadler mit guten Aktionen zur Stelle. Mit einem großen Kraftakt hielt die Defense der Solinger stand und sicherte so die Halbzeitführung von 14:20. 

  1. Quarter

Nach der Pause starteten die Paladins mit dem Ballbesitz. Jedoch war das 3. Quarter geprägt von vielen Fehlern auf beiden Seiten. Besonders kritisch war eine Interception von van Duijn kurz vor der eigenen Endzone. Allerdings konnte die Defense auch hier noch standhalten. „An dem Punkt liefen wir wortwörtlich schon auf dem Zahnfleisch. Mehr als die Hälfte der Starting-Spieler waren schwer angeschlagen bzw. verletzt und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis die Dämme brechen würden“, so Defense-Coach Tim Rüttgers. Bevor dies geschehen sollte, sorgte seine Verteidigung jedoch noch für Punkte, indem sie die Invaders zu einem Punt zwang, an dessen Ende ein Safety zum 14:22 stand. Im Anschluss sollten sich die Worte von Rüttgers dann leider bewahrheiten. Direkt im ersten Spielzug zeigte der Invaders Quarterback Nervenstärke und sorgte mit einem langen Pass für den 22:22 Ausgleich (Conversion good). 

  1. Quarter

Die Solinger Offense agierte mutig, wurde dafür aber nicht belohnt und musste sich schnell wieder vom Ball trennen. Ergebnis war erst das 28:22 (PAT fail) und kurz darauf sogar noch der Score zum 36:22 (Conversion good). Hildesheim spielte sich förmlich in einen Rausch, während die Kräfte der Solinger von Sekunde zu Sekunde zu schwinden schienen. Negativer Schlusspunkt war dann ein abgefangener van Duijn-Pass, der kurz vor der eigenen Endzone auch noch zum 42:22 (PAT good) zurückgetragen wurde. 

Wir danken den Hildesheim Invaders für das faire Spiel und wünschen allen Verletzten gute Besserung.

Für die Paladins steht nun am 17. Juni das nächste Spiel in Langenfeld bei den Longhorns an.

Kommentare zum Spiel

Klaudiusz Cholewinski, Headcoach: „Wir waren heute drei Quarter auf Augenhöhe. Danach verließen uns schon wie gegen Düsseldorf die Kräfte. Daran müssen wir dringend arbeiten. Trotzdem können wir stolz auf unsere heutige Leistung sein. Nun heißt es die Wunden zu lecken und den Blick auf die Longhorns zu richten. Spielen wir unseren besten Football über vier Quarter, können wir gegen jedes Team in dieser Liga bestehen.“

Carsten Schumacher, Offensive-Coordinator: „In der ersten Halbzeit hat in der Offense alles funktioniert. In der zweiten Halbzeit funktionierte dann leider so gut wie nichts mehr. Besonders die unnötigen Ballverluste vor der Endzone haben uns heute das Genick gebrochen. Bringen wir diese Punkte auf das Scoreboard, entlasten wir natürlich auch unsere Defense. Trotzdem bin ich auch heute wieder stolz auf alle Jungs, die auf dem Platz gestanden haben.

Jens Merten, Pressesprecher: „Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass heute alles passen muss, damit wir eine Chance haben. Die Invaders sind eines der absoluten Top-Teams der GFL2, das haben sie besonders im letzten Quarter bewiesen. In der ersten Halbzeit haben wir beinahe perfekt gespielt, aber uns fehlte heute die personelle Tiefe, um die vielzähligen Ausfälle zu kompensieren.“

Foto: Susanna Wolf

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