Wiedergutmachung im Visier

PFORZHEIM / STRAUBING. Nach dem durchwachsenen Saisonstart richten die Pforzheim Wilddogs den Blick fest nach vorne. Am kommenden Samstag, den 23.05., steht für das Team aus der Goldstadt das dritte Saisonspiel in der höchsten deutschen Spielklasse, der effect®-ENERGY GFL, auf dem Programm. Die Reise führt die Mannschaft von Headcoach Michael Lang tief in den Süden zu den Straubing Spiders. Nach der jüngsten Niederlage gegen Berlin, die von untypisch vielen Fehlern geprägt war, brennt das Team darauf, auf fremdem Rasen ein anderes Gesicht zu zeigen. Einfach wird die Aufgabe in Niederbayern jedoch keineswegs.

Fehleranalyse und Kader-Rückkehrer als Hoffnungsträger

Die spielfreie Zeit wurde in Pforzheim intensiv genutzt. Das Trainergespann um Michael Lang ging akribisch in die Videoanalyse, um die Baustellen aus dem Berlin-Spiel rigoros aufzuarbeiten. „Wir haben viel aufgearbeitet aus dem Spiel gegen Berlin“, erklärt der Headcoach rückblickend. Die Wilddogs stehen aktuell bei einer ausgeglichenen Bilanz von 1-1 und wissen, dass in der GFL Nuancen über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Ein herber Dämpfer der letzten Wochen war das Verletzungspech, das der Mannschaft bereits früh in der Saison erste Blessuren einbrachte. Umso wichtiger ist die rechtzeitige Entwarnung an der personellen Front: Mit Luca Hirschberger und Chris van Munster kehren zwei absolute Leistungsträger rechtzeitig in den Kader zurück. Ihre Fitness bringt der Mannschaft dringend benötigte Tiefe und Variabilität für das schwere Auswärtsmatch. Ein großes Fragezeichen steht allerdings noch hinter einer zentralen Stütze der Offense: Center Nico Friedrich lief nach dem harten Schlagabtausch in Berlin nicht mehr ganz rund. Sein Einsatz ist aktuell fraglich – ein möglicher Ausfall, der die Offense-Line vor eine echte Bewährungsprobe stellen würde.

Respekt vor dem Straubinger Laufspiel

Die Gastgeber aus Straubing sind zwar mit einer Niederlage und spürbarem Sand im Getriebe in die Spielzeit gestartet, doch die Wilddogs sind gewarnt. Die Spiders werden vor heimischer Kulisse alles auffahren, um den Fehlstart zu korrigieren. Besonders das physische Laufspiel der Niederbayern zeigte bereits im Duell gegen die Schwäbisch Hall Unicorns enorme Ansätze und funktionierte über weite Strecken hervorragend. Die Pforzheimer Defense muss sich also auf ein echtes Laufgewitter einstellen und von der ersten Sekunde an physisch dagegenhalten.

„Aber dennoch, so früh in der Saison unterschätzen wir niemanden“, betont Headcoach Michael Lang mit Blick auf den kommenden Gegner. „Die Fahrt nach Straubing ist auch nicht gerade die kürzeste.“ Die lange Busanreise fordert mentale Stärke, um von Beginn an die nötige Intensität auf den Platz zu bringen.

Blick voraus: Das nächste Highlight daheim

Egal wie das schwere Auswärtsspiel in Bayern ausgeht – lange Verschnaufpressen gibt es für die Wilddogs nicht. Bereits eine Woche später, am Samstag, den 30.05., kehrt der GFL-Zirkus zurück in die heimische KRAMSKI-Arena. Dann empfangen die Wilddogs die IFM Ravensburg Razorbacks zum nächsten Süd-Schlager. Der Ticketvorverkauf für dieses mit Spannung erwartete Heimspiel läuft bereits auf Hochtouren. Fans können sich ihre Plätze im Vorfeld online unter wilddogs.de/gameday/tickets sichern, um das Team lautstark zum nächsten Heimsieg zu peitschen.

Foto: Jürgen Keller