Der erste Gruppensieger der effect® Energy GFL für 2026 steht fest: Die Schwäbisch Hall Unicorns sind nach ihrem Sieg gegen die Allgäu Comets vom letzten Samstag nicht mehr von Rang eins zu verdrängen. Für die Schwäbisch Haller ist damit die Reise nach Straubing am 1. August die letzte Auswärtsfahrt der Saison – abgesehen vom ersehnten möglichen Trip nach Dresden zum GFL Bowl am 3. Oktober im Rudolf-Harbig-Stadion.
Auch wenn es für die Haller nur darum geht, den Rhythmus zu halten und sich bestmöglich auf die Endrunde vorzubereiten: Die Aussichten auf eine Überraschung durch die Straubing Spiders sind dadurch nur minimal gewachsen. Trotz Trainerwechsels gelang in Ravensburg nicht die Wende, die Spiders stehen weiter sieglos am Tabellenende.
Zwei weitere Mannschaften können an diesem Samstag wie die Unicorns ihre Playoff-Teilnahme aus eigener Kraft endgültig klar machen. Die Pforzheim Wilddogs empfangen die Munich Cowboys und wären nach einem Sieg sicher in der Endrunde 2026. Die Ziele der Wilddogs gehen dieses Jahr aber ja darüber hinaus. Nach dem vierten Rang des Vorjahres schielt man dieses Mal auf ein Viertelfinale zu Hause.
Mit zwei Niederlagen gegen Ravensburg und Schwäbisch Hall kamen die Pforzheimer zuletzt ein wenig vom Weg ab. Umso wichtiger wird die Partie gegen den dritten Hauptmitbewerber um die Süd-Playoff-Plätze. Die Munich Cowboys haben ebenso wie Pforzheim und die ifm Razorbacks Ravensburg bisher drei Niederlagen auf dem Konto. Nach der Partie bei den Wilddogs erwarten sie 14 Tage später die Ravensburger zu Hause. Auch für die Münchner könnte der Erfolg am Samstag also die Basis für den Sprung auf Rang zwei werden, wobei abzuwarten bleibt, wie sehr Münchens bisher so starker Quarterback Nick Semptimphelter durch eine Verletzung aus dem letzten Spiel gehandicapt ist.
Zur sicheren Playoff-Qualifikation würde es für die Cowboys anders als für die Pforzheimer mit einem eigenen Sieg nicht langen. Dazu müssten zeitgleich auch die Regensburger ihr Heimspiel gegen die Saarland Hurricanes verlieren. Alles in allem hat Aufsteiger Regensburg Phoenix jedoch nur noch minimale Chancen, den Pforzheimern, Ravensburgern oder Münchnern den Playoff-Platz streitig zu machen. Doch was für die Wilddogs gilt, gilt auch für die Cowboys: Das realistische Ziel zu diesem Zeitpunkt muss für beide Platz zwei sein. Für den Verlierer am Samstag schrumpfen die Aussichten darauf auf ein Minimum.
Im Norden gibt es keine Zweifel daran, dass die letztjährigen Finalisten des GFL Bowls wieder souverän die Playoffs erreichen werden, ziemlich sicher auch als Gastgeber im Viertelfinale. Die Dresden Monarchs haben am 1. August die Düsseldorf Panther zu Gast, neuerdings nach drei Siegen aus den letzten vier Spielen Tabellenvierter. Die ungeschlagenen Dresdner sichern sich mit einem weiteren Sieg auch mathematisch den Playoff-Platz. Zeitgleich könnte es auch für die spielfreien Potsdam Royals so weit sein, dies hängt vom Ausgang der zweiten Partie der Nord-Gruppe ab.
Dabei sind die Kiel Baltic Hurricanes Gastgeber der Berlin Rebels. Gewinnen die Kieler, wären damit die Rebels auch theoretisch nicht mehr in der Lage, die Potsdam Royals noch abzufangen. Ohnehin ist damit nicht zu rechnen, wer allein auf die Tabelle blickt, sieht im Spiel in Kiel schließlich ein reines Kellerduell. Letztes Jahr allerdings waren beide noch in den Playoffs, die Kieler haben in Hildesheim und zweimal in Düsseldorf hart gekämpft und jeweils nur knapp verloren.
All dies nutzt nun nichts: Schaffen die Kieler den Sieg gegen die Rebels nicht, werden sie kaum noch von Rang sieben wegkommen können. Vier Spiele gegen klare Playoff-Kandidaten haben sie anschließend noch. Zwei Siege könnten nur reichen, wenn die Braunschweig Lions ihre restlichen drei Spiele verlieren. Ansonsten müssten die Kieler schon in Schwäbisch Hall oder Potsdam siegen, um den Playdowns entgehen zu können. Freundlicher stellt sich das Restprogramm für die Rebels dar, noch herrscht in Berlin Optimismus, dass Platz vier oder gar drei in Reichweite sind. Ohne Sieg in Kiel würde man die Entscheidung im Playoff-Rennen jedoch auf spätere unbequeme Schicksalsspiele gegen Düsseldorf und Hildesheim vertagen.
Und wäre zunächst selbst erstmal auf Rang sieben. Am Ende müssen Nord- und Süd-Siebter in die Playdowns um den zweiten Abstiegsplatz. Möglichst nichts damit zu tun haben will Süd-Aufsteiger Regensburg Phoenix. Der Klassenerhalt könnte für die Oberpfälzer an diesem Samstag in greifbare Nähe rücken. Zu Gast am Weinweg sind die Saarland Hurricanes. Schafft der Neuling bei dieser Gelegenheit den dritten Saisonsieg und gibt es in Kempten keinen Comets-Sieg gegen Ravensburg, wäre Regensburg Platz fünf nach gewonnenen direkten Vergleichen gegen die Konkurrenten kaum noch zu nehmen.
Auch Rang sechs reicht notfalls ja für den Klassenerhalt, was den Saarland Hurricanes ebenso wie den Allgäu Comets alle Hoffnungen lässt. Beide treffen später im August noch zweimal aufeinander. Die Chance für die Saarländer, sich vorab einen Vorteil für diese Duelle zu verschaffen, ist in Regensburg vorhanden.




