Die Schwäbisch Hall Unicorns müssen sich zuhause im ersten deutsch-kanadischen Vereinsduell auf deutschem Boden den Calgary Gators mit 14:28 (Halbzeit 7:14) geschlagen geben.
1.589 Zuschauer verfolgten am Samstag im OPTIMA-Sportpark ein besonderes Vorbereitungsspiel bei frühsommerlichen Temperaturen. Erstmals trafen mit den Schwäbisch Hall Unicorns und den Calgary Gators eine deutsche und eine kanadische Clubmannschaft in Deutschland aufeinander – ein internationales Duell, das von Beginn an durch seine physische Spielweise geprägt war.
Auf dem Feld entwickelte sich ein intensives Spiel mit leichten Vorteilen für die Gäste aus Kanada. Vor allem das Laufspiel der Gators stellte die Haller Defense immer wieder vor große Herausforderungen und war über weite Strecken nur schwer zu kontrollieren. Gleichzeitig zeigte sich auf beiden Seiten die typische Fehleranfälligkeit eines Vorbereitungsspiels, was sich unter anderem in einer erhöhten Anzahl an Strafen widerspiegelte. Während die Unicorns ihre Punkte im ersten und vierten Viertel erzielen konnten, gelang es den Gators in jedem Spielabschnitt zu punkten und sich so kontinuierlich abzusetzen. Unicorns Head Coach Felix Brenner ordnete die Partie in der anschließenden Pressekonferenz entsprechend ein: „Es war ein sehr physisches Spiel mit gutem Football. Für uns war es ein sehr guter Test, um unseren aktuellen Standort zu definieren.“
Die Partie begann aus Sicht des Head Coaches vielversprechend: Bereits im dritten Spielzug des Spiels fand sein Quarterback Lars Heidrich Receiver Rayjuon Pringle über 64 Yards zur frühen 7:0-Führung (alle PAT Toni Trefzer). Die Gäste antworteten jedoch prompt. Nach vielen Laufspielzügen über die Mitte des Spielfelds gelang Jordan Heather mit einem 16-Yard-Pass auf Jacob Deiso der Ausgleich (7:7).
Mit Beginn des zweiten Viertels übernahmen die Kanadier zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschenen. Mit laufintensiven Spielzügen, bei denen sie wiederholt viel Zeit von der Uhr nahmen, erzielte zuletzt Dane Douglas per 8-Yard-Lauf die Führung zum 7:14. In der Folge verhinderten Punts auf beiden Seiten sowie eine Interception Alex Issiks in der Endzone der Gators weitere Punkte vor der Pause.
Mit dem Wechsel in die zweite Hälfte nahmen beide Mannschaften viele Veränderungen auf den Spielpositionen vor. Bei den Unicorns übernahm Julius Klenk die Quarterbackposition und auch Calgary nutzte die Partie, um verschiedene Spieler einzusetzen, wie Spielertrainer Kurt Howland betonte: „Es war eine gute Möglichkeit, unsere Starter sowie in der zweiten Halbzeit viele junge Spieler zu testen und uns damit auf die anstehende Saison vorzubereiten.“
Besser aus der Pause kamen dabei die Gators, die ihren ersten Drive konsequent ausnutzten. Chris Merchant fand dabei zuletzt tief in der Hälfte der Einhörner mit einem kurzen Pass Orin Doneff zur 7:21 Führung.
Nach Turnover auf beiden Seiten konnte die Mannschaft aus Calgary auch im abschließenden Viertel ihren Vorsprung weiter ausbauen. Ein trickreich vorbereiteter Spielzug, der nicht nur die Haller Verteidigung, sondern auch viele Zuschauer täuschte, führte zu einem 5-Yard-Lauf von Chris Merchant zum 7:28.
Die Unicorns zeigten jedoch nachfolgend Moral: So fand Julius Klenk kurze Zeit später nach einem weiten Pass auf Cem Kaheveci, der die Einhörner tief in die Hälfte des Gegners brachte, seinen Receiver Emil Rabin zum 14:28. In der Schlussphase kamen die Haller nach einer Interception von Niclas Lux nochmals in Ballbesitz, konnten jedoch trotz eines weiteren sehenswerten Catches von Cem Kaheveci keinen weiteren Touchdown mehr erzielen.
Für die Gäste stand neben dem sportlichen Erfolg auch das Erlebnis im Vordergrund. „Für uns waren es großartige Tage hier in Hall, die mit einer grandiosen Atmosphäre in diesem tollen Stadion ihren Höhepunkt gefunden haben“, so Spielertrainer Kurt Howland nach dem Spiel. Felix Brenner ergänzte mit Blick auf die kommenden Aufgaben: „Für den nötigen Feinschliff haben wir noch genügend Zeit bis zum ersten Spiel der regulären Saison.“
Die Punkte für Schwäbisch Hall erzielten: Rayjuon Pringle (6), Emil Rabin (6), Toni Trefzer (2)
Viertelergebnisse: 7:7 / 0:7 / 0:7 / 7:7 Final 14:28
Alle Punkte:
7:0 – Rayjuon Pringle – 64-Yard-Pass von Lars Heidrich (PAT Toni Trefzer)
7:7 – Jacob Deiso – 16-Yard-Pass von Jordan Heather (PAT Ian Hewitt)
7:14 – Dane Douglas – 8-Yard-Lauf (PAT Ian Hewitt)
7:21 – Orin Doneff – 3-Yard-Pass von Chris Merchant (PAT Ian Hewitt)
7:28 – Chris Merchant – 5-Yard-Lauf (PAT Ian Hewitt)
14:28 – Emil Rabin – 33-Yard-Pass von Julius Klenk (PAT Toni Trefzer)




