Die Schwäbisch Hall Unicorns verlieren ihr Playoff-Halbfinale in der effect® ENERGY GFL zuhause vor 2629 Zuschauern gegen die Potsdam Royals mit 12:39 (Halbzeit 0:30)
Bei spätsommerlichen Temperaturen empfingen die Unicorns im OPTIMA Sportpark den amtierenden Meister aus Potsdam zum Playoff-Halbfinale. Die Gäste bewiesen von Beginn an, warum sie diesen Titel seit drei Jahren tragen. Insbesondere die Runningbacks Chrisman Kyei, Heiko Bals sowie Receiver Milan Spiller zeigten der Haller Defensive an diesem Spieltag ihre Grenzen auf. Auch zahlreiche Strafen brachten die Royals dabei nicht aus dem Tritt, während den Unicorns zu viele individuelle Fehler unterliefen. So kamen die Einhörner vor allem in der Offensive erst spät in der zweiten Hälfte besser ins Spiel, womit die Partie schon zur Halbzeit mit 0:30 rückblickend entschieden war (Endstand 12:39). Potsdams Head Coach Michael Vogt sagte später: „Unser Sieg war doch sehr deutlich, so weit sind die beiden Teams eigentlich nicht auseinander.“
Der Start in die Partie misslang den Einhörnern gründlich. Nach einem schnellen 3&out wurde Timo Bronn als Punter beim Snap überworfen und der Ball rollte über die Endzone zum Safety (0:2). Anschließend marschierten die Royals über das Feld und Chrisman Kyei erzielte mit einem 12-Yard-Lauf den ersten Touchdown der Partie (0:8). Die Unicorns fanden danach durch Kuhlenkamp und Kelley Joiner besser ins Spiel, blieben aber an der Mittellinie der Gäste mit einem vierten Versuch hängen. Im nächsten Angriffszug der Gäste keimte für die Haller Fans dann kurz Hoffnung auf: Monteze Latimore erzwang nach einem langen Pass auf Milan Spiller an der 1-Yard-Linie einen Fumble. Die Royals sicherten sich den Ball jedoch selbst und blieben mit auslaufender Uhr des ersten Viertels kurz vor der Endzone der Einhörner in Ballbesitz.
Gleich zu Beginn des zweiten Viertels fing Milan Spiller anschließend einen kurzen Pass von Hugh Harvey zum Touchdown (0:16). Daraufhin folgten Sacks von Nikolas Knoblauch und Simon Baumgartner, die Potsdams Angriffe zwischenzeitlich stoppen konnten. Doch die Haller Offense fand keinen Rhythmus. Kuhlenkamp fumbelte zuerst auf Höhe der Potsdamer 34-Yard-Linie, bevor er einen Drive später einen Pass in die Hände Ryan Minnitis warf, der in der Folge den Ball über 52 Yards zum 0:22 in die Endzone zurücktragen konnte. Kurz vor der Pause erhöhte dann noch einmal Milan Spiller durch seinen zweiten Touchdown zum Halbzeitstand von 0:30.
Nach dem Seitenwechsel benötigten die Gäste nur drei Spielzüge, um durch den dritten Spiller Touchdown an diesem Tag auf 0:36 zu stellen. Die Unicorns kämpften dagegen weiter um die ersten Punkte im Spiel und sollten zuerst nicht belohnt werden. Richtung Ende des dritten Viertels nahm die Offensivkrise dann doch noch ein Ende: Da ein Punt der Unicorns durch einen Royalsspieler berührt wurde und von den Hallern gesichert werden konnte, blieb man tief in der Hälfte der Gäste in Ballbesitz. Nach einem Lateral Kuhlenkamps auf Rayjuon Pringle warf der Receiver zielsicher auf Magnus Bumiller, der den Ball in der Endzone der Royals für die ersten Zähler der Haller sichern konnte (6:36).
Im Schlussviertel punkteten die Königlichen noch einmal durch ein 39-Yard-Fieldgoal Heiko Bals (6:39). Zuletzt berührte Royalsspieler Ronaldo-Tomasello einen Punt der Einhörner, den Delfio da Costa für die Unicorns sicherte. Walter Kuhlenkamp fand anschließend Rayjuon Pringle zum Endstand von 12:39.
Für die Unicorns endet damit die Saison. Head Coach Felix Brenner zollte dem Gegner nach dem Spiel Respekt: „Das war heute ein verdient sehr deutlicher Score, Hut ab vor der Leistung Potsdams.“ Michael Vogt, Head Coach der Potsdam Royals ergänzte: „Nach dem 0:36 wollten wir in der zweiten Hälfte das Spiel nach Hause bringen, gut war das, was wir dann gezeigt haben aber nicht mehr.“
Bei den Unicorns stand erstmals Walter Kuhlenkamp als Quarterback auf dem Feld, der seine Spielberechtigung erst kurz vor dem Viertelfinale gegen die Düsseldorf Panther bekommen hatte. Head Coach Felix Brenner erklärte die Entscheidung, die auch viele Fans beschäftigt hatte, nach dem Spiel: „Wir haben bereits am Sonntag alle Karten auf den Tisch gelegt und dachten, dass wir mit Walter bessere Chancen haben werden. Julius hat nichts falsch gemacht. Im Gegenteil, wir haben großen Respekt vor seiner Leistung über die Saison, die uns überhaupt bis in das Halbfinale gebracht hat.“
Die Punkte für Schwäbisch Hall: Magnus Bumiller (6), Rayjuon Pringle (6)
Viertelergebnisse: 0:8 / 0:22 / 6:6 / 6:3 Final: 12:39
Alle Punkte:
0:2 – Safety
0:8 – Chrisman Kyei – 12-Yard-Lauf (PAT failed)
0:16 – Milan Spiller – 13-Yard-Pass von Hugh Harvey (CON Heiko Bals)
0:22 – Ryan Minniti – 52-Yard-Interception-Return (CON failed)
0:30 – Milan Spiller – 8-Yard-Pass von Hugh Harvey (CON Chrisman Kyei)
0:36 – Milan Spiller – 60-Yard-Pass von Hugh Harvey (CON failed)
6:36 – Magnus Bumiller – 11-Yard-Pass von Rayjuon Pringle (CON failed)
6:39 – Heiko Bals – 39-Yard-Fieldgoal
12:39 – Rayjuon Pringle – 20-Yard-Pass von Walter Kuhlenkamp (CON failed)




