Turnover-Festival in Pforzheim: Invaders scheitern im Playoff-Viertelfinale

Pforzheim/Hildesheim. Bei spätsommerlichen Bedingungen in der Kramski-Arena in Pforzheim unterlagen die Hildesheim Invaders den Pforzheim Wilddogs im Viertelfinale der effect® ENERGY GFL mit 8:21 (0:7/0:14/0:0/8:0). Vor mehr als 1300 Zuschauern fand die dezimierte Hildesheimer Offensive über weite Strecken nie zu ihrem Rhythmus und musste sich nach insgesamt sechs Ballverlusten einem verdienten Sieger geschlagen geben.

Die Invaders waren ohne zahlreiche offensive Stammkräfte nach Pforzheim gereist. Paul Terjung, Matti Probst, Philipp Dolezal, Daniel Kane, Christian Wittler, und David Beale fehlten verletzungsbedingt, auch Tristian Eikenberg stand nicht zur Verfügung. Trotz einer erneut starken und kämpferischen Defensivleistung waren die vielen Fehler im Angriff gegen die Wilddogs nicht zu kompensieren.

Beide Defensivreihen prägten zunächst das erste Viertel. Willem Vancompernolle fing einen Pass von Wilddogs-Quarterback Dre Harris ab, während Kyle Kitchens und Julien Thompson mit Tackles for Loss und Sacks immer wieder Druck auf den Pforzheimer Spielmacher ausübten. Auf der anderen Seite erlebte die Hildesheimer Offensive jedoch einen denkbar schweren Start: Joe Ledama verlor gleich zweimal den Ball, Jeremie Kwanzambi Beni fumbelte zusätzlich tief in der eigenen Hälfte. Pforzheim nutzte eines dieser kurzen Felder und ging durch einen Touchdown von Harris mit 7:0 in Führung.

Auch im zweiten Viertel blieb die Invaders-Offense unter dem permanenten Druck der Wilddogs-Defense häufig früh zum Punt gezwungen. Die Hildesheimer Verteidigung hielt das Team dennoch im Spiel: Christian Klötergens erzwang einen Fumble, den Timo Vogel an der eigenen Drei-Yard-Linie sicherte. Der Angriff konnte sich anschließend aber nicht aus der gefährlichen Feldposition befreien. Ein geblockter Punt brachte Pforzheim den nächsten Touchdown durch Conley und die 14:0-Führung.

Im folgenden Drive bewegten die Invaders den Ball besser, scheiterten jedoch bei einem vierten Versuch an der eigenen 48-Yard-Linie denkbar knapp – Beni fehlte ein Yard zum neuen First Down. Kurz vor der Pause setzte Harris mit seinem zweiten Touchdown den Schlusspunkt unter eine aus Hildesheimer Sicht bittere erste Hälfte und erhöhte auf 21:0.

Nach dem Seitenwechsel lieferte vor allem die Invaders-Defense weiter ab. Kitchens, Thompson, Schubert, Klötergens und Vogel verhinderten mit wichtigen Aktionen, dass sich die Partie endgültig in Richtung der Wilddogs entwickelte. Wilhelm Schubert schlug im vierten Viertel erneut den Ball frei und gab der Offense damit noch einmal eine Chance. Thies Surma sorgte mit mehreren First Downs für neue Energie im Angriff.

Schließlich fand Nelson Hughes Hendrik Scharnbacher zum Hildesheimer Touchdown. Die anschließende Two-Point-Conversion von Karon Johnson üverkürzte auf 8:21. Plötzlich war wieder Hoffnung da, doch eine erneute Interception im letzten Spielzug von Hughes beendete die späte Aufholjagd endgültig.

„Glückwunsch an Pforzheim zum verdienten Sieg und zum Einzug ins Halbfinale. Ihre Defense hat uns über vier Viertel hinweg vor große Probleme gestellt“, sagte Invaders-Headcoach Marcus Herford. „Wir haben uns mit den vielen Ballverlusten selbst in eine sehr schwierige Lage gebracht. Gleichzeitig bin ich stolz auf unsere Defense, die bis zum Ende alles investiert und uns immer wieder Möglichkeiten gegeben hat. Heute hat es offensiv aber nicht gereicht.“

Für die Invaders ist die Saison damit im Playoff-Viertelfinale beendet. Die Pforzheim Wilddogs reisen am kommenden Samstag nun im Halbfinale nach Dresden. Das andere Halbfinale spielen Meister Potsdam und Schwäbisch Hall Unicorns aus.