TROTZ GUTER ERSTER HÄLFTE-HURRICANES GEBEN PUNKTE AB

Zu Beginn des Spiels sah aus Sicht der Hausherren zunächst alles vielversprechend aus. Gleich den ersten Drive der Munich Cowboys beendete Sebastian Kyereh mit einem abgefangenen Pass und brachte die Hurricanes-Offense früh in Ballbesitz. Doch auch der erste Angriffsversuch der Saarländer verlief nicht nach Plan. Bei noch 6:51 Minuten im ersten Quarter gelang es den Hurricanes nicht, sich aus der eigenen Red Zone zu befreien. Die Cowboys setzten die Offense entscheidend unter Druck und erzwangen ein Safety zum 0:2.

Im weiteren Verlauf des ersten Quarters häuften sich auf beiden Seiten die Fehler, doch keines der Teams konnte daraus Kapital schlagen. Stattdessen bestimmten die Defensivreihen das Geschehen und ließen kaum nennenswerte Raumgewinne zu.

Auch im zweiten Quarter setzte sich das fehlerbehaftete Spiel fort. Die Hurricanes starteten zunächst einen vielversprechenden Drive und arbeiteten sich mit guten Raumgewinnen über das Feld. Ein hoher Raumverlust brachte den Angriff jedoch wieder aus dem Rhythmus, sodass gepuntet werden musste. Dieser Punt sollte sich als spielentscheidender Moment der ersten Halbzeit erweisen. Gabriel Boccella nahm den Ball auf und trug ihn direkt bis in die Endzone der Saarländer zurück. Mit erfolgreichem Extrapunkt erhöhten die Cowboys bei noch 4:33 Minuten auf 0:9.

Doch damit war die erste Halbzeit noch nicht beendet. Kurz vor dem Seitenwechsel nutzten die Gäste einen hervorragend geworfenen tiefen Pass und erhöhten mit einem weiteren Touchdown auf 0:16. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.

Bis dahin konnte man deutlich erkennen, dass die Defense der Hurricanes über weite Strecken einen guten Job machte und die Münchener immer wieder vor Probleme stellte. Dennoch fehlte in den entscheidenden Situationen die letzte Konsequenz, sodass die Cowboys ihre Chancen konsequent nutzen konnten.

Auch im dritten Quarter präsentierte sich die Verteidigung der Hurricanes weiterhin kämpferisch und stoppte die Angriffe der Gäste mehrfach. Eine Interception in der Mitte des Viertels brachte die Cowboys jedoch erneut in aussichtsreiche Feldposition. Mit einem sehenswerten Lauf ging es bis an die 20-Yard-Linie der Saarländer, ehe die Münchener wenige Spielzüge später auf 0:23 erhöhten.

Erst 1:21 Minuten vor Ende des dritten Quarters gelang den Hurricanes der verdiente erste Touchdown. Gabriel Cunningham fand den Weg in die Endzone der Cowboys und sorgte damit für die ersten Punkte der Gastgeber. Die anschließende Two-Point-Conversion misslang jedoch, sodass es beim 6:23 blieb.

Die Hoffnung auf eine Aufholjagd währte allerdings nur kurz. Bereits zu Beginn des Schlussviertels setzten die Munich Cowboys den nächsten Wirkungstreffer. Bei noch 10:25 Minuten auf der Uhr erhöhten die Gäste auf 6:30 und sorgten damit früh für die Vorentscheidung. Den Schlusspunkt der Partie setzten die Cowboys schließlich mit einem Field Goal zum Endstand von 6:33.

Nach einer ersten Halbzeit, in der die Hurricanes defensiv über weite Strecken gut mithielten und das Spiel lange offen gestalten konnten, machten am Ende zu viele individuelle Fehler sowie die fehlende Konsequenz in den entscheidenden Situationen den Unterschied aus. Die Defense zeigte über viele Phasen eine engagierte Leistung, wurde jedoch immer wieder durch Ballverluste oder ungünstige Feldpositionen unter Druck gesetzt. Offensiv fehlte letztlich die nötige Durchschlagskraft, um die Gäste ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. So mussten die Saarland Hurricanes am Ende eine deutliche 6:33 Heimniederlage gegen die Munich Cowboys hinnehmen.

Foto : Tobias Wönne