Spiders verabschieden sich aus der GFL

Foto: Foot Bowl/Maxim Burghardt

Die Straubing Spiders müssen nach der Saison 2026 den Gang aus der höchsten deutschen Spielklasse antreten. Im letzten Saisonspiel unterlagen die Niederbayern bei den Düsseldorf Panther mit 12:42 und beenden die Hauptrunde damit mit einer Bilanz von 0:12. Als einziges Team der effect® Energy GFL blieb Straubing in dieser Saison ohne Sieg. Mit einem Punkteverhältnis von 206:480 steht damit der direkte Abstieg fest.

Auch beim Saisonfinale in Düsseldorf zeigte sich noch einmal das Bild einer schwierigen Spielzeit. Straubing hatte gute Phasen, erspielte sich Möglichkeiten und ging im ersten Viertel sogar in Führung. Über die gesamte Spielzeit waren die Panther jedoch effizienter und nutzten ihre Chancen konsequenter. Düsseldorf beendete seine Hauptrunde mit einer ausgeglichenen Bilanz von 6:6, während für die Spiders nach zwölf Spielen eine Saison ohne Erfolgserlebnis endet.

Spiders gehen zunächst in Führung

Die Partie begann aus Straubinger Sicht durchaus vielversprechend. Nachdem die Defense den ersten langen Drive der Gastgeber bei einem ausgespielten vierten Versuch stoppte, übernahm die Offense an der eigenen 43 Yard Linie. Jordan Xavier Pouncey sorgte zunächst mit einem Lauf für Raumgewinn, anschließend fand Raleigh Benjamin Yeldell III zweimal Eloi Soler. Besonders der zweite Pass brachte mit 37 Yards einen großen Raumgewinn bis kurz vor die Endzone.

Pouncey vollendete den Drive schließlich mit einem Lauf über drei Yards zum 6:0. Der Extrapunkt misslang, dennoch hatten die Spiders damit den Start erwischt, den sie sich für das letzte Saisonspiel vorgenommen hatten.

Düsseldorf antwortete allerdings noch im ersten Viertel. Quarterback Dawson Herl fand Eritros Haggi über 16 Yards zum Touchdown und brachte die Panther mit dem erfolgreichen Extrapunkt erstmals mit 7:6 in Führung.

Düsseldorf setzt sich vor der Pause ab

Auch im zweiten Viertel bewegte Straubing den Ball immer wieder über das Feld. Ein langer Pass auf Pouncey brachte die Spiders bis an die Düsseldorfer 11 Yard Linie, doch die Offense konnte diese gute Ausgangsposition nicht in Punkte verwandeln. Der anschließende Field Goal Versuch verfehlte sein Ziel.

Düsseldorf machte es auf der anderen Seite effizienter. Herl vollendete einen langen Drive selbst mit einem Lauf über sieben Yards zum 14:6. Kurz vor der Halbzeit nutzten die Panther eine weitere Gelegenheit, als Herl James Okike über 25 Yards in der Endzone fand. Damit ging Düsseldorf mit einer 21:6 Führung in die Pause.

Für Straubing war gerade die fehlende Verwertung eigener Chancen erneut ein entscheidender Faktor. Die Spiders kamen im gesamten Spiel sechsmal in die Red Zone, konnten daraus jedoch nur zwei Touchdowns erzielen. Düsseldorf verwandelte vier seiner fünf Möglichkeiten innerhalb der gegnerischen 20 Yard Linie direkt in Touchdowns.

Soler erzielt letzten Touchdown der Saison

Nach der Halbzeit wurde es für die Spiders schnell schwieriger. Eine Interception nach einem Passversuch von Pouncey brachte Düsseldorf früh wieder in Ballbesitz. Die Gastgeber nutzten die gute Feldposition und erhöhten durch einen Touchdown Pass von Herl auf Sven Appelt auf 28:6.

Straubing antwortete anschließend mit einem langen Drive über 68 Yards. Yeldell fand Pouncey, Deniz Yilmaz und Soler, während Jvonte Kareem Davis mit einem Lauf über zehn Yards bis an die Düsseldorfer 13 Yard Linie kam. Dort bediente Yeldell erneut Soler, der den Ball zum zweiten Straubinger Touchdown des Tages in der Endzone fing. Die anschließende Conversion blieb erfolglos, Straubing verkürzte auf 12:28.

Es sollten die letzten Punkte der GFL Saison für die Spiders bleiben. Düsseldorf erhöhte im Schlussviertel durch David Crawford und einen 33 Yard Touchdown Lauf von Herl noch auf 42:12.

Soler erneut mit starker Leistung

Eloi Soler gehörte auch beim Saisonabschluss zu den produktivsten Spielern der Straubinger Offense. Der Receiver fing sieben Pässe für 99 Yards und erzielte den einzigen Touchdown durch die Luft. Damit fehlte ihm nur ein Yard zur Marke von 100 Receiving Yards.

Yeldell brachte 16 seiner 24 Pässe für 174 Yards und einen Touchdown an und blieb dabei ohne Interception. Im Laufspiel war Pouncey mit 44 Yards bei zehn Versuchen und einem Touchdown der erfolgreichste Straubinger. Oskar Franke sorgte mit einem Lauf über 29 Yards ebenfalls für eines der längsten offensiven Plays.

Auch defensiv gab es auffällige Leistungen. Charles Patrick Hangartner III war mit 7,5 Tackles und einem Assist erneut einer der aktivsten Verteidiger. Adam Ali Belarbi kam auf sechs Tackles und zwei Assists. Luca Aigner verbuchte zudem einen Sack.

Insgesamt produzierte Straubing 306 Yards Total Offense, davon 180 durch die Luft und 126 am Boden. Düsseldorf kam auf 420 Yards und war insbesondere bei Third Downs mit sieben erfolgreichen Versuchen bei elf Möglichkeiten deutlich effizienter.

Saison endet ohne Sieg

Mit dem Schlusspfiff in Düsseldorf ist eine schwierige Saison endgültig abgeschlossen. Die Spiders beenden das Jahr mit zwölf Niederlagen aus zwölf Begegnungen und stehen mit 206 erzielten sowie 480 zugelassenen Punkten auf dem letzten Platz der GFL Süd. Da Straubing als einziges Team der Liga ohne Sieg blieb, steht der direkte Abstieg fest.

Die Saison war geprägt von sportlichen Rückschlägen, personellen Veränderungen und einem Trainerwechsel während der laufenden Spielzeit. Sven Dorfner übernahm im Saisonverlauf das Amt des Head Coaches, Daniel Emmanuel kam als Defensive Coordinator hinzu. Zwar wurden die Begegnungen in einzelnen Phasen enger und insbesondere die Offense konnte in der zweiten Saisonhälfte häufiger Akzente setzen, der entscheidende Sieg blieb jedoch aus.

Damit endet für die Straubing Spiders die Saison 2026 mit einer sportlichen Enttäuschung. Nun beginnt die Aufarbeitung einer Spielzeit, in der vieles nicht wie geplant verlief. Der Blick richtet sich anschließend auf die kommenden Aufgaben und darauf, die notwendigen Grundlagen für einen sportlichen Neustart zu schaffen.

Autor: PassionPress.eu