Foto: Foot Bowl/Björn Kecker
Die Straubing Spiders mussten sich im Auswärtsspiel bei den Munich Cowboys mit 14:41 geschlagen geben. Vor 1027 Zuschauern im Dantestadion zeigte das Team aus Niederbayern phasenweise ordentliche Ansätze, ließ sich das Spiel durch zu viele Ballverluste und fehlende Konstanz aber immer wieder erschweren.
Vor allem in einzelnen Momenten war erkennbar, dass die Spiders in München nicht kampflos auftraten. Ein Special Teams Touchdown und der Anschluss kurz vor der Pause hielten die Partie zwischenzeitlich offen. Über die gesamte Spielzeit gelang es jedoch nicht, genügend Stabilität in das eigene Spiel zu bekommen.
Früher Rückstand, schnelle Antwort
Die Gastgeber aus München erwischten den besseren Start und nutzten ihren ersten erfolgreichen Drive direkt zur Führung. Ein langer Pass von Quarterback Nick Semptimphelter auf Wide Receiver Gabe Boccella brachte die Cowboys früh mit 7:0 in Front.
Auch die Offense der Spiders suchte mit dem neuen Quarterback Raleigh Benjamin Yeldell zunächst noch ihren Rhythmus. Trotz eines frühen Ballverlusts ließ sich Straubing davon aber nicht aus dem Konzept bringen. Das Special Team setzte ein Ausrufezeichen, als Edward Jonathan Mangum einen Punt Return bis in die Endzone der Cowboys zurücktrug und so den Ausgleich zum 7:7 erzielte.
München übernimmt mehr Kontrolle
Im zweiten Viertel kamen die Munich Cowboys zunehmend besser ins Spiel und übernahmen mehr Kontrolle. Ein Touchdown Lauf von Mustafa Othmann Kaldun sorgte für die erneute Führung, wenig später erhöhten die Gastgeber durch einen Touchdown Pass auf Maximilian Mayer auf 21:7.

Die Spiders hatten in dieser Phase weiterhin einzelne gute Aktionen, konnten sich aber nicht konstant genug in gute Feldpositionen bringen. Ein weiterer Ballverlust erschwerte die Aufgabe zusätzlich. Kurz vor der Pause setzte Straubing dennoch noch einmal ein wichtiges Zeichen. Raleigh Benjamin Yeldell fand Jordan Pouncey, der sich durchsetzen und den Anschluss zum 14:21 erzielen konnte. Damit blieb das Spiel zur Halbzeit offen.
Zu viele Fehler im dritten Viertel
Nach dem Seitenwechsel gelang es den Spiders jedoch nicht, den positiven Moment aus dem zweiten Viertel mitzunehmen. Das dritte Viertel verlief aus Straubinger Sicht zu fehlerhaft und zu stockend, um die Partie wirklich kippen zu lassen.
München erhöhte zunächst per Field Goal auf 24:14 und profitierte wenig später erneut von einem Ballverlust der Gäste. Aus der guten Feldposition machten die Cowboys weitere Punkte und stellten auf 27:14. Damit wurde die Aufgabe für Straubing deutlich schwieriger.

Entscheidung im Schlussviertel
Im letzten Abschnitt versuchten die Spiders weiterhin, ins Spiel zurückzufinden, konnten den Rhythmus der Gastgeber aber nicht mehr entscheidend unterbrechen. Ein weiterer Fumble machte die Aufholjagd zusätzlich kompliziert. Die Munich Cowboys nutzten ihre Chancen konsequent und sorgten mit zwei weiteren Touchdowns von Gabe Boccella für die endgültige Entscheidung.
Am Ende stand aus Straubinger Sicht eine 14:41 Niederlage, bei der vor allem die eigenen Fehler und Ballverluste schwer ins Gewicht fielen. Gleichzeitig gab es auch in München wieder Phasen, in denen die Mannschaft zeigen konnte, dass sie sich nicht verstecken muss.
Blick nach vorne
Für die Straubing Spiders richtet sich der Blick nun auf das nächste Heimspiel. Am kommenden Samstag wartet mit den Braunschweig Lions der Rekordchampion, der zwar selbst in einer schwierigen Saison steckt, am vergangenen Wochenende aber mit einem Sieg gegen die Düsseldorf Panther ein wichtiges Erfolgserlebnis feiern konnte. Für die Spiders bedeutet die Niederlage in München zugleich, dass sie nun das letzte verbliebene Team ohne Sieg unter allen 15 Mannschaften der GFL Saison 2026 sind. Umso größer wird die Bedeutung der nächsten Aufgabe, in der Straubing den nächsten Anlauf auf den ersten Erfolg nehmen wird.
Autor: PassionPress.eu




