Autor: PassionPress.eu
Foto: Thomas Iden-Korjahn
Die Potsdam Royals haben beim ersten Heimspiel der effect® ENERGY GFL Saison 2026 ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Vor heimischer Kulisse im Stadion Luftschiffhafen, mit über 2100 Fans, dominierte der dreifache GFL Bowl Champion die Braunschweig Lions über die komplette Spielzeit und gewann am Ende eindrucksvoll mit 75:3.
Noch am Donnerstag hatte Offensive Line Coach Conrad Schmid im PassionPress Medientalk, einer gemeinsamen Online Pressekonferenz der Potsdam Royals, Allgäu Comets und Straubing Spiders, eindringlich vor den Traditionsclub aus Niedersachsen gewarnt:
„Man darf die Lions nicht unterschätzen, Braunschweig ist immer noch Braunschweig.“
Und genau diesen Eindruck vermittelte Potsdam von der ersten Sekunde an. Die Royals wirkten im Vergleich zum knappen Derby Sieg bei den Berlin Rebels wie ausgewechselt. Die Bye Week hatte dem Team offensichtlich gutgetan. Potsdam spielte deutlich fokussierter, aggressiver und effizienter als noch in Woche eins. Besonders offensiv präsentierte sich die Mannschaft von Beginn an in absoluter Topform.

Quarterback Xeaiver Bullock eröffnete den Touchdown Hagel bereits früh mit einem 41 Yard Pass auf den schweizer Wide Receiver Milan Spiller. Danach folgten weitere Scores auf Youngstar Emanuel Bakare, US-Receiver Maximilian McLeod und erneut Bakare, ehe Potsdam bereits nach dem ersten Viertel mit 32:0 führte. Die Royals Offense brachte die Braunschweiger Defense immer wieder mit tiefen Pässen, variablen Formationen und hohem Tempo an ihre Grenzen.
Auch defensiv zeigte Potsdam eine dominante Vorstellung. Die Lions fanden über weite Strecken kaum Mittel gegen die aggressive Royals Defense rund um Joshua Wünsch, Ruben De Ruyter und Ronaldo Tomasello. Besonders Ryan Minniti und Tomasello sorgte kurz vor der Halbzeit mit einem 88 Yard Interception Return Touchdown endgültig für die Vorentscheidung. Minniti fing das Leder ab und übergab den Ball, nachdem er ein paar Yards gemacht hatte, völlig selbstlos an Tomaselo, der den Ball dann in die Endzone brachte. Zur Pause stand es bereits 54:0.
Auch nach dem Seitenwechsel ließ Potsdam nicht nach. Touchdowns von Chrisman Kyei, Peter Martin und Kassim Tiamiu erhöhten den Spielstand weiter, ehe Nachwuchs Quarterback Moritz Richter mit einem 18 Yard Lauf den Schlusspunkt zum 75:3 setzte. Nach dem Spiel sprach Defensive Back Ruben De Ruyter über die deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu Woche eins:
„Wir haben einen guten Plan gehabt, haben ihn umgesetzt und es hat besser geklappt als in Woche eins. Also happy Feeling, trotzdem gibt es weitere Sachen, woran wir noch arbeiten können. Jetzt haben wir zwei weitere Auswärtsspiele, also Fokus auf das Nächste.“
Besonders wichtig sei laut De Ruyter gewesen, wie die Mannschaft auf das enge Spiel gegen Berlin reagiert habe:
„Das, was mir in den letzten Wochen vom Kampf gefehlt hat, haben wir jetzt in die Beine bekommen diese Game Week. Wir sind wirklich schön zusammengekommen. Ich glaube, die Mannschaft hat gut reagiert auf das knappe Spiel in Berlin und wir sind schön zusammengewachsen und haben dann ein schönes Spiel abgeliefert.“
Auch Tight End Coach Frederik Wulfert zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Entwicklung seiner Mannschaft:
„Wir haben auf jeden Fall eine Schippe draufgepackt vom letzten Spiel. Ich bin sehr froh, dass alle Jungs das Feld heute gesehen haben und dass alle ihre Leistungen aufgebessert haben.“
Quarterback Xeaiver Bullock erklärte nach dem Spiel, dass die Mannschaft die Kritik und die eigenen Ansprüche aus Woche eins bewusst mit in die Vorbereitung genommen habe:
„Es war für uns eine weitere Möglichkeit zu zeigen, was wir auf dem Feld leisten können. Nach Woche eins hatten wir viele schlechte Gefühle und Dinge, die wir unbedingt verbessern wollten. Wir wollten die Leute daran erinnern, was es bedeutet, ein positiver Royal zu sein und unseren Standard Woche für Woche weiter erhöhen. Ich bin glücklich über das Ergebnis, aber ich möchte trotzdem, dass wir noch besser werden.“

Zum MVP des Spiels wurde Running Back Heiko Bals gewählt. Die Fans konnten während der Partie per Smartphone und QR Code abstimmen.
„Es freut es mich natürlich, dass die Fans mich zum MVP gekürt haben, auch wenn es bei dem Spiel explizit vielleicht auch noch den einen oder anderen gegeben hätte, der den Award verdient hätte. Nichtsdestotrotz freut es mich natürlich.“
Auch Bals sah den Sieg als wichtigen Schritt nach vorne:
„Das Spiel gegen die Rebels in Woche eins war ein guter Weckruf, dass die Saison kein Selbstläufer wird. Wir sind deutlich besser ins Spiel gestartet und konnten zeigen, dass wir offensiv wieder an die Leistungen vom letzten Jahr anknüpfen wollen und auch die Kapazitäten dafür haben.“
Mit dem dominanten Heimsieg untermauern die Royals früh in der Saison ihre Ambitionen auf die nächste Meisterschaft. Gleichzeitig zeigte die Mannschaft eindrucksvoll, warum Potsdam trotz personeller Veränderungen weiterhin als eines der komplettesten Teams der Liga gilt.
Nächster Gegner: Kiel Baltic Hurricanes
Das nächste Spiel der Potsdam Royals führt die Mannschaft am kommenden Wochenende auswärts zu den Kiel Baltic Hurricanes. Auch dort wollen die Royals wieder auf die Unterstützung ihrer Fans bauen. Gemeinsam mit PotsdamBus wird erneut ein offizieller Fanbus angeboten, damit die Royals Family geschlossen nach Kiel reisen kann. Die Anmeldung erfolgt online, wichtig sind mindestens 40 Teilnehmer pro Fahrt. Weitere Informationen zu Abfahrtszeiten, Preisen und Anmeldung gibt es hier: Fanbus-Anmeldung Potsdam Royals Auswärtsspiele




