Autor: PassionPress.eu
Foto: Thomas Sobotzki
Royals-Head Coach Michael Vogt stand für das YouTube-Format „Foot Bowl Newszone“ zum Interview bereit und gab spannende Einblicke in die Entwicklung des Serienmeisters sowie seine Sicht auf die kommende Effect Energy GFL-Saison. Nach drei deutschen Meisterschaften in Folge gilt Potsdam als das dominierende Team der Liga. Im Interview spricht Vogt über die Herausforderungen hinter dem Erfolg, die Kultur innerhalb des Teams und seine Erwartungen an die Saison 2026.
Entwicklung trotz Veränderungen
Auch wenn die Royals von außen konstant wirken, gab es zwischen der Saison 2024 zu 2025 intern große Veränderungen. Insbesondere im Coaching Staff und innerhalb des Teams.
„Es waren viele Dinge anders. Oft ist es so, dass man mit einer fast neuen Mannschaft in eine Saison geht. Im letzten Jahr war es im Grunde so, dass wir zumindest in der Offensive einen komplett neuen Trainerstab und ein neues Team hatten, das sich erst mal finden musste. Es war am Anfang ein bisschen ruckelig, wurde im Laufe der Saison dann besser und Gott sei Dank konnten wir zum Ende des Jahres unseren besten Football spielen.“
Michael Vogt
Hunger bleibt trotz Titelserie
Trotz des sogenannten Three-Peats sieht Vogt keinen nachlassenden Ehrgeiz bei seinen Spielern.
„Das hat weniger etwas mit Serienmeister zu tun. Ich glaube, dass die Spieler, die hierherkommen oder die Spieler, die wir auch ausbilden und hier schon eine Weile sind, immer hungrig sind. Als Sportler auf dem Niveau hat man den Hunger, immer erfolgreich zu sein. Wenn man die Möglichkeit hat, Spiele zu gewinnen, hat man automatisch auch die Möglichkeit, um die Meisterschaft zu spielen. Den Hunger bringen die Spieler von ganz alleine mit.“
Michael Vogt
Klare Struktur als Erfolgsfaktor
Ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs liegt laut Vogt in der Organisation rund um das Team.
„Das machen wir als Organisation und als Programm, glaube ich, insgesamt ganz gut, dass wir den Leuten hier die Möglichkeit geben, einfach Football-Spieler zu sein und ihnen möglichst wenig Aufgaben zusätzlich zum Training und zum Spiel mitgeben. Alles drumherum versuchen wir ihnen abzunehmen, besonders an den Game Days. Uns ist wichtig, von Anfang an allen klarzumachen, worum es hier geht und was wir wollen. Das prägt sich relativ schnell – nicht nur durch mich, sondern durch das gesamte Programm.“
Imports als Teil des Systems
Auch beim Thema Imports setzt Vogt auf klare Prinzipien innerhalb der Teamstruktur.
„Sportlich ist es natürlich so, wenn man Imports holt, möchte man, dass sie eine gewisse Führungsrolle übernehmen und in der Qualität den entscheidenden Unterschied machen. Aber sie sind hier auch nur ein Spieler von einem ganzen Team. Sie müssen sich dem anpassen, was wir als Kultur etablieren möchten. Sie sind vielleicht besonders, aber letztlich nichts anderes als der Spieler links und rechts neben ihnen.“
Michael Vogt
Anspruch bleibt intern gesetzt
Der Druck nach drei Titeln ist vorhanden. Wird aber vor allem intern definiert.
„Wir haben eine gewisse Erwartungshaltung. Wir haben ein gutes Team zusammen, da kann man davon ausgehen, dass wir möglichst viele Spiele gewinnen wollen. Klar wollen wir wieder um den Titel spielen. Aber die Erwartungshaltung bringen wir selbst mit rein – unabhängig davon, was von außen gefordert wird.“
Michael Vogt
GFL-Niveau könnte weiter steigen
Für die Saison 2026 erwartet Vogt eine noch stärkere Liga – auch durch Entwicklungen außerhalb der GFL.
„Ich persönlich denke, dass das Niveau in diesem Jahr noch einmal deutlich steigen wird, da andere europäische Ligen es gut schaffen, sich selbst zu zerstören beziehungsweise nicht den besten Eindruck hinterlassen. In der GFL gibt es viele Programme, die nachhaltig zu sein scheinen und schon lange am Markt sind, ohne Skandale. Deshalb wird sich der eine oder andere Spieler überlegen, wo er spielen möchte. Insofern wird das Niveau noch einmal steigen.“
Michael Vogt
Stolz auf die gesamte Entwicklung
Besonders wichtig ist für Vogt nicht nur der sportliche Erfolg, sondern die Entwicklung des gesamten Vereins.
„Natürlich ist man stolz, deutscher Meister zu sein, aber es sind auch andere Dinge. Wir sind Meister in der Verbandsliga, Oberliga und Regionalliga geworden – das waren alles tolle Titel. Ich bin sehr stolz darauf, dass die Potsdam Royals zu dem geworden sind, was sie sind. 2012 haben wir uns neu gegründet, da waren wir zu siebt. Jetzt sind wir ein großer Verein mit vielen Mannschaften. Ich bin stolz auf das, was insgesamt daraus entstanden ist.“
Michael Vogt
Mit klaren Strukturen, einer definierten Kultur und anhaltendem sportlichen Ehrgeiz gehen die Potsdam Royals auch 2026 als Top-Favorit in die GFL-Saison. Wer die Erfolgsgeschichte live erleben will, sollte sich jetzt Tickets für die Heimspiele sichern: https://vivenu.com/seller/af-potsdam-royals-ev-z94l/section/new-shop-section-z44t
Weitere Potsdam Royals News
- Potsdam Royals Webseite
- Tickets für Royals Heimspiele: https://vivenu.com/seller/af-potsdam-royals-ev-z94l/section/new-shop-section-z44t
- Kamp bleibt im Kader des Serienmeisters
- Royals befördern US-erprobtes Receiver Talent
- Mexikaner Menache geht ins zweite Royals Jahr
- Trotz Rückschlägen – Neumann bleibt in Potsdam
- Potsdam Royals: This is our QB1
- Royals setzen weiter auf Oleg Gerats
- Royals verpflichten Top-Talent Chrisman Kyei
- Royals holen Top-Receiver Maximilian McLeod




