Bei angenehmen Football-Wetter mit überwiegend sonnigen 25 bis 26 Grad, leichtem Wind und besten Platzbedingungen mussten sich die Elmshorn Fighting Pirates am Samstag im Leichtathletikstadion in Rostock den Rostock Griffins deutlich mit 3:50 (0:21 / 0:14 / 0:0 / 3:15) geschlagen geben.
Die Gastgeber erwischten einen nahezu perfekten Start. Bereits nach dem Kickoff, der aufgrund eines Balls ins Aus an der eigenen 25-Yard-Linie begann, marschierte die Offense um Quarterback Christofer Zellous mit einer Mischung aus präzisem Passspiel und starken Läufen über das Feld. Pässe auf Jaeden Lewis und Calum Davidson sowie zwei Läufe des Quarterbacks selbst brachten die Griffins bis unmittelbar vor die Endzone, ehe Ruben St. Jean den ersten Touchdown der Partie zum 7:0 fing.
Die Pirates fanden offensiv zunächst kaum ins Spiel. Nach einem kurzen Drive musste Benjamin Mau punten, wodurch Rostock erneut eine gute Feldposition erhielt. Die Gastgeber nutzten diese konsequent aus. Nach weiteren erfolgreichen Pässen von Zellous vollendete Jonas Beumer einen Pass in der Endzone zum 14:0.
Auch der nächste Ballbesitz der Elmshorner verlief unglücklich. Nach einer Blindside-Block-Strafe, einem Sack gegen Quarterback Quincy Casey und einem missglückten Puntversuch, bei dem Daniel Klaus den freien Ball zwar noch sichern konnte, übernahm Rostock unmittelbar vor der Endzone der Pirates. Christofer Zellous ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und erhöhte mit einem Quarterback-Lauf auf 21:0.
Kurz darauf folgte der nächste Rückschlag für Elmshorn: Starting-Quarterback Quincy Casey musste verletzungsbedingt das Spiel verlassen. Für ihn übernahm Finn Janczykowski die Spielmacherposition. Zwar brachte der neue Quarterback mit eigenen Läufen und kreativen Spielzügen frischen Schwung in die Offense, doch nach einem missglückten Snap und einer späteren Interception durch La’Mar Dixon blieb der erste Punktgewinn aus.
Rostock dagegen blieb effizient. Ein langer Pass auf Jaeden Lewis, ein Trickspielzug auf Ruben St. Jean sowie mehrere erfolgreiche Läufe von Christofer Zellous führten noch vor der Halbzeit zu zwei weiteren Touchdowns. Mit einer komfortablen 35:0-Führung gingen die Griffins in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Fighting Pirates deutlich stabiler. Die Defensive ließ wesentlich weniger große Raumgewinne zu und setzte immer wieder Nadelstiche. Besonders Jalen Justice sorgte mit einem starken Tackle for Loss für eines der defensiven Highlights, während Alexander Prütz einen Pass von Christofer Zellous abfangen konnte und seiner Mannschaft damit den Ball zurückbrachte.
Auch offensiv zeigte Elmshorn nun mehr Selbstvertrauen. Finn Janczykowski führte die Offense mehrfach mit eigenen Läufen an, Nate Thomas arbeitete sich immer wieder durch die Mitte nach vorne und auch Finn David sorgte mit mehreren Läufen für First Downs. Zwar verhinderten Strafen und einzelne negative Spielzüge größere Erfolge, dennoch war die zweite Halbzeit deutlich ausgeglichener als die ersten beiden Viertel.
Rostock erhöhte zu Beginn des Schlussviertels zunächst auf 42:0. Einer der sehenswertesten Spielzüge der Partie gelang anschließend jedoch den Pirates: Beim vierten Versuch überraschte Joel Schütz die Griffins mit einem perfekt ausgeführten Fake Punt, der über rund 25 Yards ein neues First Down brachte und die Offense auf dem Feld hielt.
Der anschließende Drive wurde trotz einer weiteren Unsportsmanlike-Strafe gegen die Elmshorner Seitenlinie konsequent fortgesetzt. Nate Thomas erlief wichtige Yards, ehe Joel Schütz den Angriff schließlich mit einem erfolgreichen Field Goal abschloss und die ersten Punkte der Pirates zum 42:3 auf die Anzeigetafel brachte.
In der Schlussphase setzte Rostock den Schlusspunkt. Nach einem weiteren langen Drive erzielten die Griffins noch einen Touchdown über ihren Running Back, entschieden sich anschließend für eine Two-Point-Conversion und verwandelten auch diese erfolgreich zum 50:3-Endstand.
Für die Elmshorn Fighting Pirates war es ein gebrauchter Nachmittag, an dem vor allem die verletzungsbedingte frühe Auswechslung von Quarterback Quincy Casey den ursprünglichen Matchplan durchkreuzte. Dennoch zeigte die Mannschaft insbesondere nach der Halbzeit Moral, stabilisierte sich defensiv, zwang Rostock zu einer Interception und setzte mit dem gelungenen Fake Punt sowie dem späten Field Goal eigene Akzente. Auf diesen positiven Ansätzen gilt es in den kommenden Wochen aufzubauen.
Autor: GMG
Foto: Meryem Pelka



