Mit dem Gewinn der Meisterschaft in der GFL2 Süd 2025 und dem damit verbundenen Aufstieg in die effect® ENERGY German Football League haben die Regensburg Phoenix einen Meilenstein erreicht. Der Schritt in die höchste deutsche Spielklasse bringt neue sportliche Herausforderungen mit sich und genau darauf reagieren die Phoenix mit einer klar strukturierten und vorausschauenden Kaderplanung für die Saison 2026. Der Fokus liegt dabei auf Kontinuität auf Schlüsselpositionen, gezielten Verstärkungen in der Line sowie auf internationaler Erfahrung und Flexibilität im Kader. Die bisher getätigten Vertragsverlängerungen und Neuzugänge zeigen deutlich: Die Phoenix wollen sich nicht nur in der GFL etablieren, sondern langfristig konkurrenzfähig auftreten.
Offensives Fundament: Stabilität und eingespielte Strukturen
Eine der wichtigsten Personalien für die Saison 2026 ist die Vertragsverlängerung von Quarterback Cameron Yowell. Der Spielmacher war bereits 2025 ein zentraler Faktor im Offensivspiel der Phoenix und überzeugte sowohl mit seiner Passstärke als auch mit seiner Athletik und Mobilität. Mit Yowell behalten die Regensburger einen Quarterback, der das System kennt und Verantwortung übernehmen kann. Auch Wide Receiver Nicolas Hayes bleibt den Phoenix erhalten. Der Passempfänger zählte in der GFL2 Süd zu den produktivsten Spielern der Liga und war mit 52 Receptions und 12 Touchdowns ein entscheidender Playmaker in der Offense. Seine Explosivität und seine Fähigkeit, in wichtigen Momenten Akzente zu setzen, sollen auch auf GFL‑Niveau ein wichtiger Baustein bleiben. Mit Matthew Hull bleibt zudem ein echter Allrounder im Kader. Der Australier kann sowohl als Safety als auch als Wide Receiver eingesetzt werden und bringt damit wertvolle Flexibilität auf beiden Seiten des Balls. Darüber hinaus engagiert sich Hull auch abseits des Spielfelds in der Jugendarbeit der Phoenix und steht sinnbildlich für den ganzheitlichen Ansatz des Vereins.
Massive Verstärkung in der Offensive Line
Um dem Sprung in die GFL gerecht zu werden, investieren die Phoenix gezielt in die Offensive Line. Mit Philip Weinzierl kehrt ein gebürtiger Regensburger mit umfangreicher Erfahrung aus der European League of Football in seine Heimat zurück. Stationen bei Düsseldorf Rhein Fire und den Munich Ravens haben ihn auf höchstem Niveau geprägt. Zusätzliche Qualität bringt Marvin Biegert nach Regensburg. Der Offensive Lineman ist ELF‑Champion mit Stuttgart Surge und zudem deutscher Meister mit den Schwäbisch Hall Unicorns. Seine Routine und Führungsqualitäten sollen insbesondere in engen Spielsituationen Stabilität geben. Komplettiert wird die Line durch Enrico Bernock, der von den Straubing Spiders zurückkehrt und bereits zuvor Teil der Phoenix war. Seine Rückkehr steht exemplarisch für den eingeschlagenen Weg, bekannte und bewährte Spieler gezielt wieder in das Team zu integrieren. Internationale Verstärkung erhält das Lineplay durch Jordan Taualii**, der von den South Brisbane Saints zu den Phoenix wechselt. Der 24‑jährige Neuseeländer kann sowohl als Offensive als auch als Defensive Tackle eingesetzt werden und bringt physische Stärke sowie Vielseitigkeit mit, die in der GFL von großer Bedeutung sein wird.
Defensive Line: Druck und Physis
Auch die Defensive Line wird für die kommende Saison deutlich aufgewertet. Mit Elijah Watson verpflichten die Phoenix einen der auffälligsten Defensive Linemen der vergangenen GFL‑Saison. Der 26‑jährige US‑Amerikaner, zuletzt bei den Straubing Spiders aktiv, wurde vom American Football Report ins All GFL Team berufen. In Regensburg soll er künftig für konstanten Druck auf den gegnerischen Quarterback sorgen und eine Führungsrolle in der Front übernehmen. Weitere internationale Physis bringt Tevita Lotoa‘Atu, der von den Tāmaki Lightning AFC aus Neuseeland nach Regensburg wechselt. Seine körperliche Präsenz und Spielweise sollen der Defensive Line zusätzliche Tiefe und Durchschlagskraft verleihen.
Linebacker‑Unit: Erfahrung trifft neue Impulse
Für Stabilität im Zentrum der Defense sorgt weiterhin Julian Herrera. Der Linebacker überzeugte bereits 2025 mit 35 Tackles, 7 Sacks und 2 Interceptions und bleibt auch 2026 ein wichtiger Leistungsträger der Phoenix‑Defense. Seine Spielübersicht und Aggressivität machen ihn zu einem zentralen Bestandteil des Defensivkonzepts. Neu in der Linebacker‑Unit ist Mika Stieger, der von den Wasa Royals nach Regensburg wechselt. Der Schweizer sammelte bereits GFL‑Erfahrung bei den ifm Razorbacks Ravensburg und bringt internationale Erfahrung sowie frischen Wettbewerb auf der Position mit. Mit seiner Verpflichtung erhöhen die Phoenix gezielt die Tiefe und Variabilität in der Defense.
Flexibilität für Offense und Special Teams
Mit Lukas Birkel von den Nürnberg Rams sichern sich die Phoenix einen vielseitig einsetzbaren Spieler. Der 29‑jährige Wide Receiver bringt nicht nur Qualitäten im Passspiel mit, sondern kann auch als Kicker und Punter eingesetzt werden. In der Saison 2025 kam er auf 11 Receptions für 105 Yards und erhöht insbesondere in den Special Teams die taktischen Möglichkeiten des Coaching Staffs.
Klare Richtung für die GFL‑Premiere
Mit den Vertragsverlängerungen und Neuzugängen unterstreichen die Regensburg Phoenix ihren klaren Kurs für die Saison 2026. Der Kader vereint Erfahrung, internationale Einflüsse, Rückkehrer mit Vereinsbezug sowie gezielte Verstärkungen auf Schlüsselpositionen. Damit schaffen die Phoenix eine stabile Grundlage, um den nächsten Schritt in der Vereinsentwicklung zu gehen und sich in der effect® ENERGY German Football League nachhaltig zu etablieren.
Photo: Mike Hofmann




