Phoenix verlieren Rückspiel gegen Cowboys mit 24:35

Im Duell mit dem Traditionsclub der Munich Cowboys zeigten die Regensburg Phoenix vor rund 420 Zuschauerinnen und Zuschauern im Stadion am Weinweg eine gute Leistung, trotzten einer langen Unwetterpause und gingen sogar zum allerersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in der effect® ENERGY GFL in Führung.

Die Phoenix‑Offense eröffnete die Partie, musste ihren ersten Drive jedoch früh per Punt abgeben. Kurz darauf bereiteten sich die Cowboys auf ihren Auftaktangriff vor, doch ehe sich ein Rhythmus entwickeln konnte, zogen dunkle Wolken über das Stadion. Beim Stand von 0:0 unterbrachen die Schiedsrichter die Begegnung wegen eines Gewitters. Die Zwangspause dauerte ganze 35 Minuten, in denen beide Teams im Kabinentrakt ausharrten und versuchten, die Spannung hochzuhalten. Nach der Fortsetzung fanden die Gastgeber schneller zurück ins Spiel. München nutzte die ersten Minuten nach der Unterbrechung konsequent aus und setzte mit einem tiefen Pass über rund 40 Yards das erste Ausrufezeichen. Kurz darauf folgte der Lauf in die Endzone zur 0:7‑Führung, die den Phoenix einen frühen Rückstand bescherte.

Regensburg reagierte im zweiten Viertel und kam nach einer Interception von #33 Mika Stieger in eine gute Feldposition. Die Offense konnte den kurzen Drive jedoch nicht in einen Touchdown verwandeln und verkürzte durch ein sicheres Fieldgoal von #41 Dominik Laßmann aus 25 Yards auf 3:7. Die Cowboys stellten den alten Abstand zwar umgehend wieder her und erhöhten auf 3:14, doch die Phoenix blieben dran. Kurz vor der Halbzeit übernahm Quarterback #12 Cameron Yowell selbst die Verantwortung. Bei einem 9‑Yard‑Keeper fand er eine Lücke, setzte sich mit Entschlossenheit durch und lief in die Endzone. Nach dem Extrapunkt ging es mit einem 10:14 in die Kabine. Ein Ergebnis, das die starke Reaktion der Regensburger nach dem frühen Rückschlag widerspiegelte.

Der dritte Spielabschnitt entwickelte sich zu einem historischen Moment für das Team. Die Phoenix kamen mit viel Energie aus der Pause und spielten sich bis an die 31‑Yard‑Linie der Cowboys vor. Dort standen sie jedoch vor einem schwierigen „4th & 15“. Yowell blieb trotz der Drucksituation ruhig, setzte zum tiefen Pass an und fand in der Endzone #14 Jadon Gildersleeve, der sich im richtigen Moment hochschraubte und den Ball sicher fing. Der Extrapunkt verfehlte zwar sein Ziel, doch die 16:14‑Führung war perfekt. Die erste GFL‑Führung in der Geschichte der Regensburg Phoenix. Ein Meilenstein, der im Team und auf den Rängen spürbare Emotionen auslöste.

München antwortete mit einem schnellen Touchdown zum 16:21, doch die Phoenix ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Die Offense marschierte erneut über das Feld, getragen von einer starken Line und klugen Play‑Calls. Runningback #35 Alexander Klug vollendete den Drive aus kurzer Distanz zum Touchdown. Die Coaches entschieden sich anschließend für die Two‑Point‑Conversion, und erneut war es die Kombination Yowell auf Gildersleeve, die erfolgreich war. Mit der 24:21‑Führung ging es in das Schlussviertel.

Im letzten Abschnitt zeigte sich die Erfahrung der Cowboys. München fand immer wieder Lücken im Passspiel und setzte die entscheidenden Akzente. Ein tiefer Ball auf Gabriel Boccella über 49 Yards brachte die erneute Führung für die Gastgeber. Die Phoenix spielten anschließend mutig einen vierten Versuch aus, konnten den Drive jedoch nicht verlängern und gaben den Ball tief in der eigenen Hälfte ab. Die Cowboys nutzten die hervorragende Feldposition sofort und erhöhten per 44‑Yard‑Pass auf 24:35. Der letzte Angriffsversuch der Regensburger endete erneut bei einem ausgespielten vierten Versuch, woraufhin München die Partie kontrolliert zu Ende brachte.

Trotz der Niederlage überwog im Phoenix‑Lager der Stolz. Die Mannschaft zeigte nach der langen Gewitterpause eine leidenschaftliche, disziplinierte und phasenweise dominante Leistung. Die erste GFL‑Führung der Vereinsgeschichte unterstrich das Potenzial dieses Teams und bietet eine klare Grundlage für die kommenden Wochen.

Foto: Mike Hofmann