Die Regensburg Phoenix mussten am Samstag ihre zweite Saisonniederlage hinnehmen. Gegen die Hildesheim Invaders setzte es an der Städtischen Sportanlage am Weinweg ein deutliches 13:45. Der Tabellenführer zeigte über weite Strecken eine effiziente Offense und nutzte seine Chancen konsequent.
Nach dem Kickoff der Phoenix arbeiteten sich die Invaders mit kurzen Pässen und Läufen über das Feld. Ein 36‑Yard‑Field‑Goal von Paul Krause brachte die Gäste früh mit 3:0 in Führung. Regensburg antwortete zunächst stark: #13 Gary Tyler returnierte den folgenden Kickoff 48 Yards bis an die gegnerische 48‑Yard‑Linie. Doch ein späterer Passversuch wurde von Willem Vancompernolle abgefangen. Der erste große Rückschlag des Tages. Hildesheim nutzte den Ballbesitz und marschierte erneut über das Feld. Quarterback Nelson Hughes verteilte die Bälle präzise, Runningback Jeremie Kwanzambi Beni setzte mehrere Akzente im Laufspiel. Kurz vor Ende des ersten Viertels erhöhte Hughes per Quarterback‑Sneak von der 1‑Yard‑Linie auf 10:0.
Im zweiten Viertel blieb Hildesheim effizient. Ein 53‑Yard‑Touchdown‑Pass von Hughes auf Pieter Solf stellte auf 17:0. Regensburg fand offensiv zwar einzelne gute Aktionen – erneut durch #13 Tyler und #26 Nebechi Abana – doch Drives endeten zu oft in Punts. Kurz darauf folgte der nächste Big Play der Gäste: Hughes bediente Paul Terjung über 78 Yards zum Touchdown. Noch vor der Pause erhöhte Hildesheim durch einen 5‑Yard‑Lauf von Matti Probst auf 31:0. Mit diesem deutlichen Rückstand ging es in die Halbzeit.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit erhöhte Hildesheim durch einen 8‑Yard‑Touchdown‑Pass von Nelson Hughes III auf Philipp Dolezal auf 38:0. Erst danach setzte Regensburg das erste Ausrufezeichen des Tages. Runningback #26 Abana fand mehrfach Lücken und brach schließlich zu einem starken 77‑Yard‑Lauf durch, der die ersten Punkte der Phoenix in der effect® ENERGY GFL brachte (6:38, PAT nicht gut). Regensburg blieb weiterhin aktiv. Die Defense setzte vermehrt Akzente, unter anderem durch #23 Nico Ziaja, der eine Hughes‑Pass in der Endzone abfing.
Im Schlussviertel gelang den Phoenix ein weiterer sehenswerter Drive. Quarterback #12 Cameron Yowell fand #14 Jadon Gildersleeve mit einem präzisen Pass über 33 Yards in der Endzone (13:45, PAT gut). Die Invaders verwalteten den Vorsprung anschließend souverän und brachten die Partie sicher über die Zeit.
Die Invaders bestätigten ihre starke Form und bleiben Tabellenführer. Die Phoenix zeigten nach der Pause Moral und gestalteten die zweite Halbzeit ausgeglichen. Für das Team von Derrick Wilson gilt es nun, die positiven Ansätze mitzunehmen und sich auf die kommenden Aufgaben im Kampf um den Klassenerhalt zu konzentrieren.
„Wir sind auf einen guten Gegner mit einem klaren Gameplan getroffen, und einige grundlegende Fehler haben uns über die gesamte Partie hinweg wehgetan. Defensiv haben wir Tackles verpasst, die wir normalerweise machen, und offensiv waren wir nicht konstant genug darin, den Ball über das Feld zu bewegen. Das hat dazu geführt, dass wir früh zurücklagen. In der zweiten Halbzeit kam unsere Offense fokussierter und entschlossener heraus, Punkte aufs Board zu bringen und das Spiel positiv zu beenden – und genau das haben wir geschafft. Als neues Team in dieser Liga wissen wir, dass dieser Weg kein Spaziergang wird. Jedes Spiel ist eine Lektion, jede Herausforderung eine Chance, zu wachsen. Und wir werden weiter besser werden. Wir werden uns durchsetzen.“
Foto: Mike Hofmann




