Pforzheim Wilddogs siegen souverän im Saarland

Neukirchen/Pforzheim. American Football wird oft als Rasenschach bezeichnet, im fünften Auswärtsspiel der Saison haben die Pforzheim Wilddogs eindrucksvoll bewiesen, warum. Mit einem ungefährdeten 49:14-Erfolg bei den Saarland Hurricanes erntete das effect® ENERGY GFL Team am Sonntag die Früchte einer makellosen Vorbereitung. Der Schlüssel zum Erfolg lag dieses Mal in der konsequenten, kühlen und fehlerfreien Umsetzung des ausgearbeiteten Gameplans.

Die Handschrift des Trainerstabs um Headcoach Michael Lang war von der ersten Sekunde an spürbar. Die Wilddogs traten im Saarland mit einer taktischen Disziplin auf, die den Gastgebern kaum Raum zur Entfaltung ließ. Schon die Entscheidung nach dem gewonnenen Coin Toss, den Ball erst in der zweiten Halbzeit aufzunehmen, zeugte von großem Selbstvertrauen in die eigene Defense. Diese zahlte das Vertrauen sofort zurück: Mit einem aggressiven, aber extrem gut eingestellten Schema zwang die Pforzheimer Verteidigung die Saarländer immer wieder zu Fehlern. Balleroberungen durch Interceptions von Jeremy Conley, Ryan Augier und Nick Olivier noch vor dem Pausenpfiff waren das direkte Resultat einer konzentrierten und guten Vorbereitung der Partie.

Offensiv zeigte sich Pforzheim auf das Wesentliche reduziert und dabei maximal effizient. Das Laufspiel etablierte sich früh als verlässlicher Motor. Quarterback Dre Harris setzte den Plan akribisch um, erlief zwei Touchdowns selbst und bediente unter anderem Luca Faschian, AJ Coons und Luca Hirschberger erfolgreich in der Endzone. Obwohl die Gastgeber durch Big Plays auf ihren schnellen Receiver Joshua Youngblood zweimal punkten konnten, ließ sich Pforzheim nie aus der Ruhe bringen. Eine enorm niedrige Fehlerquote und eine komfortable 35:7-Führung zur Pause waren der verdiente Lohn.

In der zweiten Halbzeit machte sich dann die Souveränität und der Schwung aus dem dominanten Sieg gegen Ravensburg überdeutlich bemerkbar. Die Pforzheimer agierten mit einer bemerkenswerten Ruhe auf dem Feld. Anstatt weitere Punkte erzwingen zu wollen, verwalteten sie das Spiel mit klugen, methodischen Drives. Das Hauptziel: Die absolute Kontrolle der Spieluhr. Die Offense nahm systematisch Zeit von der Uhr, während die Gastgeber zunehmend mit eigenen Ungenauigkeiten haderten. Einen verunglückten Snap der Hurricanes bestrafte Jeremy Conley prompt mit einem Fumble-Recovery-Touchdown. Im letzten Viertel übernahm Backup-Quarterback Benjamin Münch die Regie und brachte das Spiel gemeinsam mit der Mannschaft souverän über die Zeit.

Headcoach Michael Lang zeigte sich nach dem Schlusspfiff zufrieden über die strategische Umsetzung: „Das Spiel war exakt so, wie wir es unter der Woche geplant haben. Ich bin mit allen Teilen der Mannschaft zufrieden. Wenn wir es jetzt noch schaffen, das eine, in jedem Spiel bisher, verkickte Fieldgoal abzustellen, dann haben wir wirklich keine Schwachstelle mehr. Ich sehe uns gut gegen die Comets in der kommenden Woche zu Hause gewappnet. Was nicht bedeutet, das das nicht auch eine gewaltige Aufgabe wird“

Mit diesem starken Rückenwind und dem Wissen um die eigene taktische Stärke kehren die Pforzheim Wilddogs nun nach Hause zurück. Am kommenden Samstag empfängt das Team die Allgäu Comets in der heimischen KRAMSKI-Arena, bereit, den nächsten Gameplan auf den Rasen zu bringen. Tickets für das Spiel gibt es unter wilddogs.de/gameday/tickets.

Foto: Tobias Wönne