Es ist das vorletzte Spiel der regulären Saison – und eines, das für die ifm Razorbacks Ravensburg kaum wichtiger sein könnte. Wenn die Oberschwaben am Sonntag die Regensburg Phoenix im TeleData Stadion empfangen, geht es nicht nur um den nächsten Sieg, sondern um eine optimale Ausgangslage im Rennen um Platz zwei der effect® Energy GFL in der Südstaffel. Mit derzeit 34 Punkten liegen die Razorbacks vor den Pforzheim Wilddogs auf Rang zwei der Tabelle. Die Munich Cowboys können die Ravensburger nicht mehr einholen. Umso intensiver richtet sich der Blick auf den direkten Konkurrenten aus Pforzheim.

Dass bereits am Samstag die Wilddogs ihr letztes Spiel der regulären Saison gegen die Saarland Hurricanes bestreiten, spielt den Razorbacks in die Karten. Wenn der Kickoff gegen Regensburg erfolgt, kennen die Ravensburger bereits das Ergebnis aus Pforzheim. Alle Karten liegen dann auf dem Tisch.

Die Ausgangslage ist klar: Gewinnen die Wilddogs – wofür nach dem deutlichen 49:14-Erfolg im Hinspiel vieles spricht –, müssen auch die ifm Razorbacks nachlegen. Ein Sieg gegen Regensburg ist deshalb nahezu Pflicht, um mit einer guten Ausgangsposition in das abschließende Saisonspiel gegen Dresden zu gehen. Gleichzeitig zählt im engen Rennen um Platz zwei nicht nur das Gewinnen, sondern möglicherweise auch die Höhe des Erfolgs. Pforzheim wird alles daransetzen, gegen Saarbrücken möglichst viele Punkte aufzulegen, um den Vergleich zu verbessern. Dasselbe Ziel verfolgen die Oberschwaben gegen Regensburg. Je deutlicher der Sieg ausfällt, desto komfortabler wird die Ausgangslage vor dem Saisonfinale. Eine Niederlage hingegen würde die Situation deutlich verschärfen. Dann wäre Platz zwei wohl nur noch mit einem klaren Erfolg gegen Dresden zu verteidigen. Gewinnen die Razorbacks am Sonntag, hängt vieles davon ab, wie hoch beide Teams ihre jeweiligen Begegnungen für sich entscheiden. Ein deutlicher Sieg gegen Regensburg würde den Druck vor dem letzten Spiel erheblich reduzieren. Dann ist gegen Dresden nicht einmal zwingend ein Sieg notwendig, während eine deutliche Niederlage dennoch den Rückfall auf Rang drei bedeuten könnte.

Entsprechend groß ist die Bedeutung der Partie gegen die Regensburg Phoenix, zumal die Gäste längst bewiesen haben, dass sie keineswegs nur Punktelieferanten in der Liga sind. Als Aufsteiger aus der GFL2 mussten die Bayern zunächst zwar Lehrgeld bezahlen und starteten mit vier Niederlagen in ihre Premierensaison. Inzwischen haben sie sich jedoch eindrucksvoll in Deutschlands höchster Spielklasse etabliert. Mit einer Bilanz von 5:5 belegen die Phoenix verdient den fünften Tabellenplatz und reisen mit vier Siegen in Folge nach Ravensburg.

Vor allem die Defensive ist mittlerweile gefährlich. Gemeinsam mit den Munich Cowboys führen die Regensburger mit neun Forced Fumbles die Statistik an, hinzu kommen zwölf Interceptions. Zum Vergleich: Die Razorbacks stehen bei sieben Forced Fumbles und acht Interceptions. Wer gegen Regensburg leichtfertig den Ball verliert, wird dafür bestraft.

Dennoch sprechen einige Zahlen für die Oberschwaben. Während die Phoenix im Durchschnitt 23,4 Punkte pro Spiel erzielen und 26,5 Zähler zulassen, präsentieren sich die ifm Razorbacks deutlich ausgeglichener. Die Ravensburger Offense erzielt durchschnittlich 36,1 Punkte pro Partie, gleichzeitig lässt die Verteidigung lediglich 16,8 Punkte zu – Spitzenwerte, die auch am Sonntag den Unterschied ausmachen könnten.

Ein weiterer Grund zur Zuversicht trägt den Namen Broghean McGovern. Der Quarterback der ifm Razorbacks hat am vergangenen Wochenende die Führung in der Liga übernommen und kommt inzwischen auf 2.647 Passing Yards – mehr als jeder andere Spielmacher der effect® Energy GFL. Mit 28 Touchdownpässen teilt er sich zudem gemeinsam mit Potsdams Xeaiver Bullock (der mittlerweile die Liga verlassen hat) die Spitzenposition der Liga.

Selten war eine Saison für die ifm Razorbacks so spannend wie in diesem Jahr. Jeder Spieltag verändert die Ausgangslage, jeder Punkt kann am Ende über die Platzierung entscheiden. Genau deshalb hoffen die ifm Razorbacks am Sonntag auf ein volles TeleData Stadion und die lautstarke Unterstützung der gesamten Razorbacks Family. Die Mannschaft weiß, worauf es ankommt: Ein Sieg ist Pflicht im Kampf um Platz zwei. Und je deutlicher er ausfällt, desto besser. Doch genau das werden die formstarken Regensburg Phoenix verhindern wollen. Mehr Spannung könnte das Saisonfinale kaum bieten.

Passend hierzu steht dieser Spieltag steht ganz im Zeichen unserer kleinsten Gäste. Ob jung oder alt, ob eingefleischter Football-Fan oder Erstbesucher – der EBERHART Kids Day bietet für jeden etwas. Die ifm Razorbacks möchten gemeinsam mit euch und euren Liebsten einen Nachmittag voller Sport, Spaß und Gemeinschaft erleben. Und im Idealfall den nächsten Sieg einfahren.

Maskottchen EBERHART hat sich einiges einfallen lassen und auch seine Freunde aus der Region, Towi, Bärti, Bo, Hopfi und Welfinchen eingeladen. Sogar Ash aus Regensburg ist seiner Einladung gefolgt und wird am Sonntag dabei sein.

Tickets gibt es unter: https://ifm-razorbacks.de/tickets/