Panther drehen das Spiel in Berlin – 29:13-Sieg bei den Rebels

Die Düsseldorf Panther haben am Samstag einen wichtigen Auswärtssieg eingefahren. Beim direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoff-Plätze, den Berlin Rebels, setzte sich das Team von Head Coach Jaycee Krieg mit 29:13 durch. Nach einem 7:13-Rückstand zur Halbzeit zeigten die Panther nach der Pause eine starke Reaktion und dominierten vor allem im dritten Viertel.

Mit drei Touchdowns innerhalb weniger Minuten und einer erneut starken Leistung der Defense drehten die Düsseldorfer die Partie und sicherten sich zwei wichtige Punkte.

Rebels erwischen den besseren Start

Die Gastgeber aus Berlin kamen zunächst besser in die Partie. Nach dem Kickoff von David Immel begann Berlin an der eigenen 9-Yard-Linie und arbeitete sich mit einer Mischung aus Lauf- und Passspiel über das Feld.

Quarterback Tyquell Fields fand immer wieder seine Receiver und brachte die Rebels bis tief in die Düsseldorfer Hälfte. Die Panther-Defense hielt zunächst dagegen, musste den langen Drive der Gastgeber am Ende aber doch mit Punkten abschließen lassen.

An der Düsseldorfer 1-Yard-Linie war es Nazar Bombata, der den Ball in die Endzone trug. Der anschließende PAT-Versuch der Berliner ging daneben, sodass die Rebels mit 6:0 in Führung gingen.

Die Panther hatten danach die passende Antwort. Düsseldorf bewegte den Ball gut über das Feld. Dawson Herl fand zunächst Eritros Haggi und später Daniel Pedro, auch das Laufspiel mit Gennadiy Adams funktionierte.

Doch kurz vor der Berliner Endzone unterlief den Panthern ein Rückschlag: Ein Pass von Herl wurde von Exavier Edwards abgefangen.Die Defense verhinderte anschließend jedoch, dass Berlin daraus Kapital schlagen konnte. Und kurz darauf war die Panther-Offense wieder am Ball.

Dann folgte der erste große Moment der Düsseldorfer. Gennadiy Adams bekam den Ball an der eigenen 35-Yard-Linie und fand die Lücke. 65 Yards später stand der Running Back in der Berliner Endzone. David Immel verwandelte den PAT sicher und brachte die Panther damit mit 7:6 in Führung.

Berlin ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken. Fields nutzte seine Laufstärke und sorgte mit einem 26-Yard-Touchdownlauf für die erneute Führung der Gastgeber. Der PAT war diesmal erfolgreich – 13:7 für die Rebels.

Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.

Panther kommen stark aus der Kabine

Nach der Pause zeigten die Panther dann ein völlig anderes Gesicht.

Schon der erste Kickoff der zweiten Hälfte sorgte für ein echtes Ausrufezeichen. Daniel Pedro nahm den Ball in der eigenen Endzone auf und startete durch.100 Yards später hieß es Touchdown Düsseldorf!Immel verwandelte den PAT und die Panther lagen mit 14:13 wieder vorne.

Damit war die Partie endgültig gedreht – und die Düsseldorfer Defense setzte direkt nach.

Berlin wollte mit einem Pass von Fields reagieren, doch Chando Ndongfack war zur Stelle. Der Düsseldorfer Defensive Back fing den Ball ab und hatte anschließend freie Bahn.53 Yards bis in die Endzone zum Touchdown für die Panther.Der PAT-Versuch von Immel blieb diesmal zwar ohne Erfolg, doch innerhalb weniger Minuten hatten die Panther das Spiel auf ihre Seite gezogen. Aus dem 7:13 war ein 20:13 geworden.

Berlin fand auch danach keinen Weg zurück in die Partie. Die Düsseldorfer Defense arbeitete konzentriert und zwang die Gastgeber zum Punt.Auch im Anschluss blieb die Panther-Offense am Drücker. Dawson Herl verteilte den Ball und fand unter anderem James Okike, der mit wichtigen Catches Raumgewinn erzielte.Schließlich standen die Panther nur noch vier Yards vor der Berliner Endzone.Wieder war Daniel Pedro zur Stelle.

Herl fand den Receiver in der Endzone und Pedro machte seinen zweiten Touchdown des Tages perfekt. Immel verwandelte den PAT – 27:13 für die Panther.

Innerhalb eines Viertels hatten die Düsseldorfer damit 20 Punkte erzielt.

Defense macht den Sack zu

Auch im letzten Viertel blieb die Düsseldorfer Defense aufmerksam.

Berlin versuchte, über Fields noch einmal zurückzukommen. Einen Pass auf Ben Teuber konnte Dy’vonne Inyang erzwingen beziehungsweise direkt zur Fumble-Recovery nutzen und damit einen weiteren Berliner Drive beenden.

Auf der anderen Seite kamen die Panther anschließend noch einmal tief in die Berliner Hälfte. Nach einem guten Punt-Return von Marvin Lundelius standen die Düsseldorfer bereits an der Berliner 8-Yard-Linie.

Ganz ohne Rückschläge ging es allerdings auch diesmal nicht. Zwei False-Start-Strafen warfen die Panther zurück. Nach einem Lauf von Thomas Rockel fand Dawson Herl anschließend James Okike für zwölf Yards.Die Chance auf weitere Punkte war da – doch Berlin fing einen weiteren Pass von Herl ab.Die Rebels mussten anschließend an der eigenen 2-Yard-Linie beginnen.

Und genau dort setzte die Panther-Defense den Schlusspunkt.Nazar Bombata bekam den Ball und wurde von Jurriente Davis und Marvin Lundelius in der eigenen Endzone gestoppt.Safety für die Panther – 29:13.Damit war die Partie entschieden.Berlin bekam zwar noch einmal den Ball, doch die Düsseldorfer Defense ließ nichts mehr anbrennen. Kurz vor Schluss fing Dy’vonne Inyang schließlich noch einen Pass von Fields ab.Wenig später kniete Dawson Herl ab.

Endstand: Berlin Rebels 13, Düsseldorf Panther 29.

Ein wichtiger Sieg im Playoff-Rennen

Für die Panther ist der Erfolg in Berlin ein wichtiger Schritt im Kampf um die Playoff-Plätze. Gerade nach dem deutlichen 0:49 gegen die Potsdam Royals war die Reaktion der Mannschaft wichtig.

Vor allem die zweite Halbzeit zeigte, welches Potenzial in diesem Team steckt. Die Special Teams setzten mit dem 100-Yard-Kickoff-Return von Daniel Pedro ein Ausrufezeichen, die Defense erzielte durch Chando Ndongfack einen Touchdown und sorgte mit dem Safety für weitere Punkte.

Auch offensiv fanden die Panther nach der Pause immer besser in ihren Rhythmus.

Besonders auffällig: Die 22 Punkte der zweiten Halbzeit wurden von insgesamt drei unterschiedlichen Units vorbereitet beziehungsweise erzielt. Offense, Defense und Special Teams trugen ihren Teil zum Sieg bei.

Für die Panther geht es damit weiter um einen Platz in den Playoffs. Zwei Spieltage stehen in der regulären Saison noch auf dem Programm.

Am 22. August wartet auswärts mit den Allgäu Comets die nächste Aufgabe, ehe die Panther am 29. August zum letzten Heimspiel der regulären Saison die Straubing Spiders im Stadion Benrath empfangen.

Der Sieg in Berlin hat dabei eines gezeigt: Die Panther sind im Rennen um die Playoff-Plätze noch lange nicht abgeschrieben.

Berlin Rebels – Düsseldorf Panther 13:29 (6:7 / 7:0 / 0:20 / 0:2)

Bild: Dustin Brettschneider
Text: Kimberly Köhler