Bei frühsommerlichen Bedingungen und Temperaturen um die 20 Grad empfingen die Elmshorn Fighting Pirates am Samstag, den 06. Juni, die Krefeld Ravens zum Heimspiel mit Kickoff um 15 Uhr. Rund 1.200 Zuschauer sorgten im Stadion für eine starke Kulisse. Besonders der Fanclub der Pirates machte mit lautstarker Unterstützung über die gesamte Spielzeit hinweg deutlich, dass die Mannschaft auch in schwierigen Phasen getragen wird.
Die Partie begann aus Sicht der Gastgeber jedoch denkbar ungünstig. Nach dem Kickoff durch Edgar Agassian brachten die Ravens den Ball mit einem starken Return und einem schnellen ersten Drive tief in die Elmshorner Hälfte. Quarterback Christian-Anthony Arrambide verteilte den Ball sicher und fand schließlich Mitch Sawyer zum ersten Touchdown des Tages. Der Extrapunkt war erfolgreich – Krefeld ging früh mit 7:0 in Führung.
Die Pirates-Offense um Quarterback Quincy Casey fand zunächst schwer ins Spiel. Zwar sorgten Nate Thomas am Boden und einzelne gelungene Aktionen für erste Akzente, doch immer wieder brachte die Krefelder Defense die Gastgeber in lange Downsituationen. Positiv hervorzuheben war früh bereits das Special Team: Joel Schütz zeigte mehrere starke Punts und zwang die Ravens mehrfach zu tiefen Starts in der eigenen Hälfte.
Krefeld blieb dennoch effizient. Nach mehreren Pässen auf Akiva Wedge und Leroy Rümmeli erhöhte das Team zunächst auf 14:0 und später nach weiteren erfolgreichen Drives auf 21:0. Besonders die Variabilität des Ravens-Angriffs stellte die Pirates immer wieder vor Herausforderungen.
Elmshorn ließ sich davon allerdings nicht entmutigen. Die Defense setzte wichtige Akzente – unter anderem mit starkem Druck von Moritz Krämer und einer Interception von Jake Brennecke tief in der eigenen Red Zone, die einen weiteren Ravens-Drive stoppte.
Kurz vor der Halbzeit erhöhte Krefeld dennoch weiter den Druck. Nach einem weiteren Touchdown-Pass auf Stephen Mcclusky und erfolgreichem Extrapunkt ging es mit einem deutlichen 35:0 aus Sicht der Gäste in die Pause. Überschattet wurde die Schlussphase der ersten Hälfte von der Verletzung von Elmshorns Quarterback Quincy Casey.
Nach der Halbzeit übernahm Jean-Pierre Baatz die Spielleitung der Pirates-Offense. Der neue Quarterback brachte sofort neue Impulse ins Spiel. Zwar legte Krefeld zunächst noch nach und erhöhte auf 42:0, doch Elmshorn zeigte Charakter.
Ein starker Drive brachte schließlich die ersten Punkte: Nach mehreren gelungenen Pässen von Baatz und wichtigen Raumgewinnen von Nate Thomas fand dieser die Lücke und lief zum ersten Touchdown des Tages für Elmshorn in die Endzone. Die anschließende Two-Point-Conversion blieb ohne Erfolg, doch das Publikum honorierte den Einsatz lautstark.
Auch danach blieb Elmshorn aktiv. Die Pirates verteidigten leidenschaftlich, blockten einen Extrapunkt der Ravens und kämpften um jeden Yard. Im letzten Viertel belohnte sich die Offense erneut: Jean-Pierre Baatz führte sein Team mit Ruhe über das Feld und fand schließlich Benjamin Schühler mit einem Pass in die Endzone. Schühler sicherte den Ball und erzielte den zweiten Touchdown des Tages für die Fighting Pirates. Der anschließende Extrapunkt durch Leon DiVito war erfolgreich und verkürzte den Spielstand auf 13:48.
Elmshorn blieb weiter engagiert und nutzte später eine weitere Chance in der Red Zone. Nach einer angetäuschten Ballübergabe wurde ein Pass durch Nate Thomas gesichert und zum dritten Touchdown der Pirates in die Endzone getragen. Der Extrapunkt war ebenfalls erfolgreich.
Auch in der Schlussphase blieb die Defensive präsent. Michael Behling stoppte einen wichtigen Lauf, Jake Brennecke und Phillip Entress setzten erneut Akzente und die Pirates eroberten nach einem Fumble noch einmal den Ball zurück. Am Ende lief die Uhr aus und Elmshorn beendete das Spiel kämpferisch.
Der Endstand lautete 20:48 aus Sicht der Elmshorn Fighting Pirates.
Trotz der Niederlage zeigte das Team vor heimischer Kulisse Moral, Einsatz und Zusammenhalt. Besonders in der zweiten Halbzeit bewiesen die Pirates, dass sie sich auch bei deutlichem Rückstand nicht aufgeben. Der große Rückhalt von rund 1.200 Zuschauern und die durchgehend lautstarke Unterstützung des Fanclubs machten deutlich: Die Mannschaft kann weiterhin auf ihr Umfeld bauen.
Autor: GMG
Foto: Philipp Lohse



