Mit einem eindrucksvollen 65:20-Heimsieg gegen die Allgäu Comets haben die ifm Razorbacks Ravensburg auch das zweite Saisonspiel in der effect® Energy GFL für sich entschieden. Vor 1.213 Zuschauern im TeleData Stadion in Weingarten lieferten die Oberschwaben ein echtes Offensivspektakel ab. Das deutliche Endergebnis spiegelte dabei allerdings nicht wider, wie intensiv und umkämpft die Anfangsphase der Partie verlief.
Die Gäste aus Kempten starteten aggressiv in die Begegnung und machten früh deutlich, dass sie sich trotz der deutlichen Auftaktniederlage gegen die Hildesheim Invaders keineswegs verstecken wollten. Bereits im ersten Drive spielten die Comets einen vierten Versuch in der Hälfte der Razorbacks aus, wollten früh punkten, doch der Pass wurde geblockt. Die ifm Razorbacks antworteten direkt. Im ersten Angriffsdrive setzten die Oberschwaben ausschließlich auf das Passspiel. Quarterback Broghean McGovern verteilte die Bälle sicher und fand schließlich William Enneking in der Endzone. Aniel Busse verwandelte den Extrapunkt sicher zur 7:0-Führung.
Doch auch die Gäste blieben gefährlich. Ein tiefer Pass brachte die Comets bis kurz vor die Endzone der Hausherren, der anschließende Field-Goal-Versuch verfehlte jedoch sein Ziel. Generell war die Anfangsphase von vielen Flaggen auf beiden Seiten geprägt. Kempten arbeitete sich dennoch immer wieder nach vorne und kam schließlich durch einen Pass auf Leon Knoop zum ersten Touchdown. Der Extrapunkt wurde allerdings geblockt. Wie offensiv die Gäste auftreten wollten, zeigte sich wenig später beim Versuch eines Onside-Kicks zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Partie. Für die Wildschweine endete die Aktion glimpflich, da der Ball ins Seitenaus sprang.
Die Gastgeber nutzten die gute Feldposition konsequent aus. Ein Pass von McGovern auf Aniel Busse brachte die Razorbacks bis kurz vor die Endzone. Die letzten Meter überbrückte Runningback Lennies McFerren mit enormer Wucht zum nächsten Touchdown. Busse verwandelte auch den PAT sicher zum 14:6. Im zweiten Quarter hatten sich die Oberschwaben defensiv deutlich besser auf die Comets eingestellt. Ein sehenswerter Quarterback-Sack zwang die Gäste zum Punt. Nur drei Spielzüge später fand McGovern Anthony Harris Jr. in der Endzone. Nach erfolgreichem Extrapunkt stand es bereits 21:6.
Die ifm Razorbacks waren nun im Flow. Ben Rashid fing einen Pass des gegnerischen Quarterbacks ab und trug den Ball bis kurz vor die Endzone zurück. Erneut war es McFerren, der sich anschließend in die Endzone kämpfte. Mit dem erfolgreichen Kick von Busse erhöhten die Oberschwaben auf 28:6. Die Comets blieben ihrer aggressiven Linie dennoch treu und kamen immer wieder mit sehenswerten Pässen voran. Doch erneut schlug die Defense der Razorbacks zu. Gabriele Battistella fing einen Pass der Gäste ab und brachte sein Team wieder in Ballbesitz. Danach ging es schnell: Ein tiefer Pass auf William Enneking, kurz darauf ein weiterer auf Anthony Harris Jr. – und schon standen die Hausherren erneut in der Endzone. Busse verwandelte auch diesen Extrapunkt sicher zum 35:6.
Kempten gab sich weiterhin nicht auf. 1:05 Minuten vor der Halbzeit spielten die Gäste erneut einen vierten Versuch aus, wollten unbedingt im Spiel bleiben, doch der Pass blieb unvollständig. Direkt im Gegenzug schlugen die Razorbacks erneut zu. McGovern fand Aniel Busse, der sich bis in die Endzone durchtankte. Der Extrapunkt misslang zwar, dennoch gingen die Wildschweine mit einer komfortablen Führung in die Halbzeitpause. Auch nach dem Seitenwechsel kämpften die Comets weiter engagiert. Die ifm Razorbacks eröffneten die zweite Hälfte mit Ballbesitz und bewegten den Ball erneut variabel über Lauf- und Passspiel. Dann sorgte Kemptens Joshua Dutton mit einer Interception für gute Feldposition der Gäste. Kurz darauf fing Martin Horn einen Pass in der Endzone zum 41:12.
Die Antwort der Oberschwaben ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Ein tiefer Pass auf Aniel Busse brachte den nächsten Touchdown. Tim Müller verwandelte den Extrapunkt sicher und stellte den alten Abstand zum 48:12 wieder her. Die Gäste versuchten weiterhin, über ausgespielte vierte Versuche im Spiel zu bleiben, doch ein weiterer Quarterback-Sack brachte den Razorbacks erneut den Ballbesitz. Ravensburg etablierte nun mehr und mehr sein Laufspiel. Wenig später lief Lennies McFerren erneut kraftvoll in die Endzone. Busse erhöhte per PAT auf 55:12.
Eine weitere Interception von Joshua Dutton brachte die Comets nochmals in Ballbesitz. Gabriel Quigley fing anschließend einen Pass in der Endzone, auch die Two-Point-Conversion gelang. Der Spielstand verkürzte sich damit auf 55:20. Doch das Punktefestival ging weiter. Wieder war es Anthony Harris Jr., der einen Pass von McGovern aus der Luft pflückte und in die Endzone trug. Busse verwandelte den Extrapunkt sicher zum 62:20. Die ifm Razorbacks präsentierten sich dabei weiterhin abwechslungsreich und variabel. Besonders Lennies McFerren sorgte in der zweiten Halbzeit mit seinen kraftvollen Läufen immer wieder für wichtige Raumgewinne. Mitte des vierten Quarters wagten die Oberschwaben schließlich ihren ersten Field-Goal-Versuch des Tages. Aniel Busse verwandelte sicher und erhöhte den Spielstand auf 65:20.
Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel bleiben die ifm Razorbacks damit weiter auf Erfolgskurs. Am kommenden Wochenende wartet allerdings bereits die nächste große Herausforderung. Dann reisen die Oberschwaben zu den Pforzheim Wilddogs. Die Wilddogs haben mit Siegen gegen Regensburg und Straubing sowie einer äußerst knappen Niederlage gegen Berlin bereits eindrucksvoll gezeigt, wie angriffslustig sie in dieser Saison auftreten.
Für die Fans der ifm Razorbacks wird es zum Auswärtsspiel nach Pforzheim einen Fanbus geben. Weitere Informationen hierzu finden sich auf den Social-Media-Kanälen des Vereins bei Facebook und Instagram.
Scores RR vs. AC:
(7:0; 34:6; 14:14; 10:0)




