Es war die erwartet hohe Hürde für die Munich Cowboys. Am Ende musste sich das Team von Head Coach Christos Lambropoulos den Dresden Monarchs mit 10:48 geschlagen geben. Dabei zeigten sich die Münchener widerstandsfähig und willensstark, auch wenn die Gäste im Schnitt körperlich robuster auftraten.
Die 1581 Zuschauer sahen bei sommerlichen Temperaturen im ersten Quarter den Kickoff der Dresdener. Die Hausherren wollten schon im ersten Drive ihre variable Offense in Szene setzen. Dies gelang noch nicht, zumal sich Quarterback Nick Semptimphelter bei einem harten Einsteigen der Gäste verletzte. Glücklicherweise konnte der Spielmacher der Cowboys später weiterspielen. Mitte des Viertels funktionierte das Duo Lombardi – Moss zum ersten Mal vorzüglich für die Monarchs. Moss fing den Pass seines Quarterbacks und enteilte seinen Gegenspielern bis in die Endzone zum 7:0 (PAT Florian Finke) für die Gäste. Dies sollte ein Muster sein, dass sich in diesem Spiel noch mehrfach fortsetzte. Zwei Minuten später standen die Sachsen erneut in der Red Zone der Münchener. Running Back Tofunmi Lala überwand die letzten neun Yards in die Endzone zum 14:0 (PAT Florian Finke).
Im zweiten Quarter setzte sich der Spielverlauf fort. Wieder passte Lombardi, dieses Mal tief, auf Montigo Moss, der den Ball an der Münchener 30-Yards-Linie fing, seinem Gegenspieler enteilte und bis in die Endzone zum 21:0 (PAT Florin Finke) lief. Zwei Minuten vor der Pause fumbelten die Dresdener den Ball an der 40-Yards-Linie der Munich Cowboys. Die Münchener konnten aus dem Ballbesitz aber kein Kapital schlagen. Danach drückten die Monarchs aufs Tempo, um den Score vor der Halbzeit nochmals zu erhöhen. Eine halbe Minute vor dem Seitenwechsel fand ein Pass von Lombardi seinen Mitspieler Janne Särkelä in der Endzone der Gastgeber zum 28:0-Halbzeitstand (PAT Florian Finke) für die Dresden Monarchs.
Nach der Halbzeitpause nahm Tofunmi Lala den Kickoff der Münchener auf und trug den Ball über das Feld zur 34:0-Führung. Der anschließende PAT-Versuch misslang, da im Ablauf Ungenauigkeiten passierten. Nach vier Minuten im dritten Viertel versuchte sich Cowboys Kicker Maximilian Mittasch an einem 48-Yards-Field Goal. Der Versuch misslang knapp, so dass die Munich Cowboys Fans weiter auf Punkte warten mussten. Zwei Minuten später punkteten die Gäste erneut. Montigo Moss erhöhte mit seinem dritten Touchdown in diesem Spiel nach Pass von Rocky Lombardi auf 41:0 (PAT Florian Finke). Die Munich Cowboys versuchten offensiv viel, vor allem Wide Receiver Gabriel Boccella stellte Dresden mit seiner Schnelligkeit und Wendigkeit immer wieder vor Probleme. Die Monarchs stoppten aber immer wieder den Münchener Angriff erfolgreich und kamen selbst gut voran. So fand ein Pass von Backup Quarterback Marvin Schöne seinen Mitspieler David Moore III und der sorgte für dem 48:0-Zwischenstand (PAT Florian Finke). Eine Minute vor Ende des Viertels konnte Maximilian Mittasch mit seinem 45-Yards-Field Goal zum 3:48 für die ersten Punkte der Hausherren sorgen.
Das Schlussviertel war geprägt von Fehlern beider Teams. Zunächst gelang den Dresdenern eine Interception, die sie aber nicht in Zählbares ummünzen konnten. Den Munich Cowboys misslang ein weiterer Field Goal Versuch. Ein fehlerhafter Snap und anschließendes Wegkicken des Balls durch die Monarchs brachte die Munich Cowboys nochmals in aussichtsreiche Position. Quarterback Valentin Sillem passte zwei Minuten vor dem Ende auf Christoph Sass zum 10:48-Endstand (PAT Maximilian Mittasch).
Die Munich Cowboys haben über das gesamte Spiel weiter gekämpft, auch wenn die Situation aussichtslos erschien. Dies wurde von den zahlreichen Zuschauern im Stadion honoriert. Auf diese Willensleistung können die Münchener für die kommenden Aufgaben aufbauen. Jetzt gilt es, zu regenerieren und den Fokus auf das nächste Spiel zu richten. „Dresden hat ein tolles Team, das hervorragend gecoacht wird. Meine Spieler haben nie aufgegeben. Das wollte ich von ihnen sehen. Wir bleiben fokussiert und arbeiten für unsere Ziele.“, so Munich Cowboys Head Coach Christos Lambropoulos nach dem Spiel.




