Traditionell am Tag nach dem GFL Bowl trafen sich am Sonntag in Dresden die Vertreter der GFL-Vereine zur Mitgliederversammlung des Ligaverbundes GFLe.V.. Neben dem Rückblick auf eine erfolgreiche GFL-Saison standen zukunftweisende Themen auf der Agenda, mit denen die erfolgreiche Entwicklung der beiden höchsten deutschen Football-Ligen fortgesetzt werden soll.
In allen Ressorts und Fachstellen konnte am Sonntag vom Ligavorstand und von den Vertretern des American Football Verbandes Deutschland (AFVD) eine positive Bilanz zur Saison 2026 gezogen werden. Besonders erfreulich entwickelten sich die Media-Zahlen, bei denen durchweg über Steigerungen gegenüber den Vorjahren berichtet werden konnt. Highlights sind dabei die knapp 3 Million Zuschauer (Nettoreichweite vor dem Endspiel) im analogen TV auf DF1 mit einem Plus von 29 % gegenüber 2025, ein Twitch-Debüt mit 229.000 Live-Views und fast 40 Millionen Instagram-Aufrufe innerhalb von neun Monaten.
Noch mehr beschäftigten sich die Vertreter der 28 Vereine aber mit dem Blick in die Zukunft der effect® ENERGY GFL und der GFL 2, die weiter auf Erfolgskurs gehalten werden sollen. Ein Baustein dafür ist die Einrichtung eines Solidaritätsfonds, aus dem GFL-Vereine zukünftig bei unverschuldeten Spielausfällen und insbesondere Ereignissen aus höherer Gewalt für eventuelle Zusatzaufwendungen entschädigt werden sollen.
Eine richtungsweisende Entscheidung wurde im Bereich der Analyse-Software getroffen: Die Vereine stimmten dem ligaweiten Wechsel zu dem neuen GFL-Partner QwikCut zu. Außerdem soll, wie bislang nur in der effect® ENERGY GFL üblich, zukünftig auch in der GFL 2 ein koordinierter und regelbasierter Austausch von Spieltagsvideos erfolgen.
Weitere Initiativen wurden für die GFL-Livestreams und die GFL-Statistik ergriffen. Beide Themenfelder sollen in den Offseason weiter analysiert und für 2027 bezüglich Qualität und Organisation verbessert werden.
Unter dem Arbeitstitel „GFL 2035“ wurde schließlich ein Projekt aufgesetzt, das das Dach und den Rahmen für die mittelfristige Zukunftsentwicklung der beiden deutschen Top-Ligen darstellen soll. Inhalt ist die Definition eines gemeinsamen Zielbilds sowie die Erarbeitung einer dazu passenden Gesamtstrategie. Diese soll alle relevante Themenfelder von Marketing und Medien über Personal, Infrastruktur und Importregeln bis hin zu Spielbetrieb und Jugendarbeit beleuchten sowie Leitplanken und Maßnahmen für den weiteren Entwicklungsweg vorgeben. Ein erster Meilenstein, zu dem auch erste Ergebnisse vorliegen sollen, wurde für den März 2027 definiert.
„Wir können sehr stolz auf die Erfolge der Saison 2026 sein, die mit einem grandiosen GFL Bowl einen fantastischen Abschluss gefunden hat“, sagt der Ligaverbundsvorsitzende Axel Streich. „Auf diesen Erfolgen ruhen wir uns aber nicht aus! Vor uns liegteine arbeitsreiche Off-Season in der es nun verschiedenste Projekte zu bearbeiten gilt. Ich freue mich dabei sehr über die Einigkeit unter den Vereinen, dass diese Projekte den richtigen Weg für die weitere Entwicklung darstellen, und über ihre Motivation, daran aktiv mitzuwirken.“
Foto: Florian Wolf / Shakral Photography


