Die Langenfeld Longhorns haben auch im dritten Heimspiel der Saison einen Erfolg vor heimischem Publikum verpasst. In einer von hohen Temperaturen und intensiven Duellen geprägten Partie mussten sich die Longhorns den Elmshorn Fighting Pirates mit 22:24 geschlagen geben. Vor allem die Schlussphase entwickelte sich zu einem echten Krimi, in dem den Gastgebern nur wenige Yards zum möglichen Sieg fehlten.
Die Begegnung begann für die Longhorns alles andere als ideal. Bereits beim Eröffnungs-Kickoff verloren die Gastgeber den Ball und ermöglichten Elmshorn eine hervorragende Ausgangsposition. Die Defense verhinderte jedoch zunächst Schlimmeres und zwang die Gäste ohne Punkte vom Feld.
Anschließend fand die Langenfelder Offense früh ihren Rhythmus. Quarterback Lucas Wevelsiep führte einen starken Drive über das Feld und fand schließlich Nathan Falconi mit einem tiefen Pass über rund 43 Yards in der Endzone. Der Extrapunktversuch blieb zwar erfolglos, dennoch gingen die Longhorns früh mit 6:0 in Führung.
Elmshorn antwortete jedoch umgehend und konnte die Partie noch im ersten Viertel ausgleichen. Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts folgte dann ein langer Touchdown-Lauf der Gäste, der die erste Führung für die Pirates bedeutete.
Die Longhorns ließen sich davon nicht beeindrucken. Angeführt von Hayden Amis, der erneut sowohl im Lauf- als auch im Passspiel Akzente setzte, arbeitete sich die Offense zurück in aussichtsreiche Feldposition. Schließlich war es Amis selbst, der den Ball aus kurzer Distanz in die Endzone trug und die Führung für die Gastgeber zurückeroberte.
Doch ähnlich wie schon in den vergangenen Wochen gelang es den Longhorns nicht, das Momentum dauerhaft auf ihrer Seite zu halten. Kurz vor der Halbzeit nutzten die Gäste einen weiteren erfolgreichen Drive und gingen mit einer knappen Führung in die Kabine.
Auch nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine intensive Partie auf Augenhöhe. Die Defense der Longhorns hielt gegen das laufstarke Angriffsspiel der Pirates lange dagegen, musste jedoch nach einem Ballverlust der Offense erneut Punkte hinnehmen. Elmshorn erhöhte dadurch auf 24:15 und verschaffte sich erstmals etwas Luft.
Wer jedoch erwartet hatte, dass die Partie damit entschieden sei, wurde eines Besseren belehrt. Die Longhorns kämpften sich zurück und blieben trotz der hohen Temperaturen und der schwindenden Kräfte im Spiel. Mitte des Schlussviertels führte ein starker Drive schließlich zum Anschluss. Mohamed Traore setzte sich mit einem entschlossenen Lauf über zehn Yards durch und verkürzte auf 22:24.
In der Schlussphase entwickelte sich eine offene Partie. Die Defense verschaffte der Offense noch einmal die Chance auf den möglichen Sieg. Die Longhorns arbeiteten sich ein letztes Mal über das Feld, konnten den entscheidenden Drive jedoch nicht erfolgreich abschließen. Elmshorn sicherte sich anschließend mit wichtigen First Downs die verbleibende Spielzeit und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Am Ende stand eine bittere 22:24-Niederlage für die Longhorns. Wie bereits gegen Leipzig zeigte die Mannschaft über weite Strecken eine konkurrenzfähige Leistung und hielt die Begegnung bis in die letzten Sekunden offen. Gleichzeitig wurde erneut deutlich, wie schmal die Unterschiede in engen Spielen sind. Einzelne Fehler und verpasste Chancen reichten aus, um die Partie letztlich zugunsten der Gäste kippen zu lassen.
Trotz der Niederlage können die Longhorns auf die gezeigte Leistung aufbauen. Gegen ein Team aus dem oberen Tabellenmittelfeld präsentierte sich die Mannschaft erneut kämpferisch und zeigte insbesondere offensiv mehrere positive Ansätze. Nun gilt es, diese Entwicklung in den kommenden Wochen in weitere Siege umzumünzen.



