Longhorns unterliegen Ravens im Wild West Derby

Die Langenfeld Longhorns mussten sich im Wild West Derby den Krefeld Ravens mit 22:61 geschlagen geben. Vor heimischer Kulisse im Jahnstadion zeigte die Mannschaft von Head Coach Florian Hartmann dabei über weite Strecken ihre bislang beste Offensivleistung der noch jungen Saison, wurde jedoch immer wieder durch folgenschwere Fehler in den Special Teams zurückgeworfen.

Die Partie begann denkbar ungünstig für die Longhorns. Noch bevor die eigene Offense erstmals das Feld betreten konnte, trugen die Gäste den Eröffnungskickoff direkt zum Touchdown zurück und sorgten für einen frühen 0:7-Rückstand. Die Antwort der Gastgeber ließ jedoch nicht lange auf sich warten.

Vor allem Quarterback Lucas Wevelsiep präsentierte sich deutlich verbessert gegenüber den ersten beiden Saisonspielen. Mit mehr Sicherheit in der Pocket und guten Entscheidungen bewegte er die Offense über das Feld. Besonders der Kanadier Nathan Falconi wurde früh gesucht und sorgte mit mehreren wichtigen Receptions für neue First Downs.

Der erste große Höhepunkt folgte wenig später. Wevelsiep erkannte eine günstige Eins-gegen-Eins-Situation und fand Hayden Amis mit einem tiefen Pass über mehr als 50 Yards. Amis nutzte seine Geschwindigkeit, setzte sich von seinem Verteidiger ab und vollendete den Spielzug zum Touchdown. Die anschließende Two-Point-Conversion war ebenfalls erfolgreich, sodass die Longhorns zwischenzeitlich mit 8:7 in Führung gingen.

Diese Führung sollte jedoch nicht lange Bestand haben. Die Ravens fanden offensiv schnell eine Antwort und übernahmen erneut die Führung. Anschließend entwickelte sich die Phase, die das Spiel letztlich entscheidend prägen sollte. Nach einem missglückten Punt übernahmen die Gäste tief in der Hälfte der Longhorns und nutzten die hervorragende Ausgangsposition direkt für weitere Punkte. Wenig später wurde ein weiterer Punt geblockt und zum Touchdown zurückgetragen.

Während die Offense der Longhorns durchaus Fortschritte erkennen ließ, sorgten die Probleme in den Special Teams immer wieder für kurze Felder und zusätzliche Ballbesitze der Gäste. Noch vor der Halbzeit kam ein weiterer Return-Touchdown hinzu, wodurch der Rückstand bis zur Pause auf 8:33 anwuchs.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Aufgabe für die Longhorns schwierig. Der deutliche Rückstand zwang die Gastgeber dazu, ihr Spiel zunehmend über den Pass auszurichten. Gegen einen starken Gegner wurde das eigene Laufspiel dadurch immer mehr aus dem Gameplan gedrängt. Dennoch gelangen der Offense weiterhin einzelne positive Akzente.

Zu Beginn des Schlussviertels führte Backup-Quarterback Leonard Molineus einen sehenswerten Drive an und belohnte sich mit seinem ersten Touchdown in der GFL2. Auch in den Schlussminuten setzte die Offensive noch einmal ein Ausrufezeichen. Quarterback Lars Sell nutzte seine Spielzeit und fand Falconi mit einem starken Passspielzug für weitere Punkte.

Trotz dieser offensiven Lichtblicke gelang es den Longhorns nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Die Ravens nutzten ihre Chancen konsequent, profitierten immer wieder von guten Feldpositionen und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus.

Am Ende stand eine deutliche 22:61-Niederlage auf der Anzeigetafel. Das Ergebnis fiel klar aus, offenbarte aber gleichzeitig auch positive Entwicklungen innerhalb der Langenfelder Offense. Während das Zusammenspiel zwischen Wevelsiep und seinen Receivern deutlich verbessert wirkte und mehrere explosive Spielzüge produzierte, sind die Special Teams nach mehreren spielentscheidenden Fehlern die größte Baustelle. Gerade gegen eines der aktuell stärksten Teams der Liga konnten diese Probleme nicht kompensiert werden.

Für die Longhorns gilt es nun, die Fortschritte im Offensivspiel mitzunehmen und die Fehlerquote in den kommenden Wochen deutlich zu reduzieren. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich bereits im kommenden Spiel, wenn die Mannschaft weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg hinarbeitet.