Überraschend deutlich gelang es den Gästen aus Langenfeld sich am Samstag (25. Juli) im Rückspiel gegen die Leipzig Lions durchzusetzen. In dem direkten Schlagabtausch zwischen dem Tabellenfünften und Tabellensechsten der GFL2 Nord reichte den Longhorns dabei eine fulminante erste Halbzeit, um das Spiel zu entscheiden.
Das Spiel begann zunächst für beide Offensiven durchwachsen und so waren es zunächst die Langenfelder und kurz darauf die Löwen, die das Feld schnell wieder verlassen wurden. In ihrem zweiten Drive gelang es den Rheinländern dann erstmalig, den Ball über das Feld zu bewegen. Nachdem man sich bereits nahe an die Redzone der Gastgeber herangekämpft hatte, war es ein Sack von LB Kevin Kaiser (#47), der an diesem Tag groß aufspielte (7,5 Tackles; 2 TFL; 1 Sack) und die Gäste auf ein 2nd and 36 an die Mittellinie zurückwarf. Eine vermeintlich komfortable Situation für die Verteidiger. Doch in diesem Moment zeigte sich eine Unkonzentriertheit bei den Lions, die sich als roter Faden durch den Tag hindurchziehen sollte. Eine Strafe, ein Lauf von RB Mohamed Traoré (#31) sowie ein Pass brachten die Langenfelder in eine aussichtsreiche Field Goal Position zurück. In dieser Situation blockt der Lions Verteidiger Malachi Ruffin (#11) den Kick und trägt diesen zunächst einige Yards zurück. Aber erneut entscheidet der Hauptschiedsrichter auf ein Offside der Leipziger. Der Spielzug wird somit wiederholt und diesmal spielen die Gäste ihren vierten Versuch aus. Der Ball segelt in die Endzone in die Hände des Kanadiers Nathan Falconi (#5), der damit die ersten Punkte des Tages auf das Scoreboard zaubert.
Was folgte waren fulminante fünf Minuten, in denen die Langenfelder insgesamt 21 Punkte erzielten. Nur wenige Sekunden nach dem Offensive Touchdown durch Falconi war es der US-Amerikaner Dante Anderson (#7), dem es gelang einen Fumble aufzuheben und über knapp 20 Yards in die Leipziger Endzone zum neuen Zwischenstand von 0:14 zurückzutragen. Nach einem glücklosen Offensive Drive, der mit einem Punt endete, war es dieses Mal Traoré, der bei seinem Run nach außen ausbrach, und den Ball über 62-Yards in die Endzone trug.
Trotz immer wieder vielversprechenden Ansätzen von Luca Brinner (#27) im Laufspiel gelang es den Messestädtern auch im darauffolgenden Drive nicht, einen Spielflow zu entwickeln. So endete auch dieser Drive mit einem frühen Punt. Ähnlich dem vorherigen Drive war sodann erneut ein Big Play für die Langenfelder, mit dem sie erneut zum 0:27 punkten konnten. Nach einem Pass auf Hayden Amis (#15), war kein Leipziger schnell genug, um den Kanadier bei seinem 82-Yards Touchdown Catch zu stoppen.
Doch wer glaubte, dass die Leipziger sich nun aufgeben würden, irrte. Zunächst war es Ruffin, der den Kick der Longhorns über 89 Yards bis tief in die Redzone der Gäste returnte, bevor Kicker Jonas Georgi (#82) mit einem erfolgreichen 33-Yards Field Goal die ersten Punkte des Tages für das Heim-Team erzielen konnte. Kurz darauf war es wieder Ruffin, der – diesmal als Cornerback – den Wurf von QB Lucas Wevelsiep (#8) an der 11-Yard-Linie der Langenfelder abfing und der Leipziger Offensive kurz vor der Pause noch eine Chance einräumte, sich auf dem Scoreboard zu verewigen. Diesmal klickte die Verbindung zwischen Elliot Bodman (#10) und seinem Playmaker Jan Rubitzko (#18), der sich den Ball in der Endzone zum Touchdown schnappte zum Halbzeitstand von 10:27.
Die Gastgeber konnten jedoch dieses Momentum in der zweiten Halbzeit nicht wieder aufnehmen. In einer von starkem Defensiv-Spiel auf beiden Seiten geprägten zweiten Hälfte gelang den Angriffsreihen der Kontrahenten nicht mehr viel. Erst kurz vor Ende des Spiels mit 58 Sekunden auf der Uhr war es Falconi, der dieses Mal als RB den Ball in die Hände bekam, und sich durch die gegnerische Verteidigungsreihe hindurch zu einem Touchdown und dem damit verbundenen Endstand von 10:33 hindurch schlängelte.
Langenfelds nächster Gegner sind nun die Krefeld Ravens. Für die Lions heißt es, sich nun neu zu sortieren, bevor es in zwei Wochen gegen die Elmshorn Fighting Pirates wieder um wichtige Punkte für den Klassenerhalt geht.
Foto: Aleksandra Shubina



