Autor: PassionPress.eu
Joshua Wünsch wird auch 2026 für die Potsdam Royals auflaufen. Für den Linebacker ist die Entscheidung pro Potsdam erneut eine ganz bewusste gewesen. Nach zwei GFL Bowl Siegen mit den Brandenburgern setzt er weiter auf das Umfeld, die Struktur und die tägliche Arbeit innerhalb des Teams. Für Wünsch ist vor allem die Art entscheidend, wie in Potsdam gearbeitet wird. Er beschreibt die Royals als professionelle Organisation mit klaren Abläufen und einer Kultur, die stark aus der Mannschaft selbst heraus entsteht.
„Es ist einfach eine professionelle Organisation. Vieles bei uns ist player-led. Die Kultur wird von den Spielern getragen. Wir legen als Team fest, wie die Saison laufen soll und worauf wir unseren Fokus setzen.“
Gerade diese Mischung aus Verantwortung, Disziplin und gemeinsamer Ausrichtung macht Potsdam für ihn besonders. Dass die Royals seit Jahren zu den stärksten Teams der GFL gehören, kommt aus seiner Sicht nicht von ungefähr. Auch seine eigenen Leistungen führt Wünsch nicht auf Zufall oder Talent allein zurück. Für ihn beginnt Konstanz nicht erst am Spieltag, sondern im Alltag.
„Du musst in allem konstant sein: auf dem Feld, im Kraftraum und im Film Room. Wenn dir in einem Bereich die Konstanz fehlt, wirst du das am Ende auch auf dem Feld merken.“

Ein wichtiger Teil davon ist für ihn die Videoanalyse. Während der Saison arbeitet Wünsch klar von Woche zu Woche. Nach jedem Spiel wird zunächst das eigene Tape ausgewertet, Fehler werden korrigiert und direkt danach richtet sich der Blick auf den nächsten Gegner. In der Offseason steht dagegen nicht zuerst der Blick auf andere Teams im Mittelpunkt, sondern auf die eigene Entwicklung und das eigene System.
„Wir arbeiten week to week. Nach einem Spiel schauen wir uns zuerst unser Tape an, machen die Corrections und gehen dann direkt zum nächsten Gegner. In der Offseason schaue ich vor allem auf unser eigenes Team und darauf, was wir noch besser machen können.“
Dabei geht es für ihn nicht nur um Football-IQ, sondern auch um körperliche Vorbereitung. Wünsch trainiert in der Offseason regelmäßig im Gym, arbeitet an Schnelligkeit, Athletik und Stärke und ergänzt das Ganze durch Field Work. Denn reine Kraftwerte reichen aus seiner Sicht nicht, wenn die Bewegungen auf dem Feld nicht genauso sauber sitzen. Trotz seiner starken Leistungen sieht der Royals-Linebacker weiterhin Punkte, an denen er arbeiten will. Vor allem in der Pass Coverage im One-on-One sieht er bei sich noch Entwicklungspotenzial. Genau dieser Blick auf die eigene Verbesserung ist für ihn ein zentraler Grund, weiter in Potsdam zu spielen.
„Ich gehe nicht zurück, um einfach nur eine Championship zu gewinnen. Ich gehe zurück, weil ich weiß, dass ich noch besser werden kann.“
Damit bringt Wünsch eine Haltung auf den Punkt, die gut zu den Royals passt. Der Titel ist das Ziel, aber nicht der alleinige Antrieb. Im Mittelpunkt steht die tägliche Entwicklung. Es geht darum, Woche für Woche besser zu werden und das eigene Maximum erst dann zu erreichen, wenn die entscheidenden Spiele anstehen.
„Der Hunger muss da sein, weil du selbst besser werden willst. Wenn du nur auf den Titel schaust, verlierst du den Fokus auf den Weg dorthin.“
Auch deshalb sieht Wünsch einen klaren Unterschied zwischen Potsdam und früheren Stationen. Besonders die Organisation und Trainingskultur hebt er hervor. Bei den Royals gehe es nicht nur darum, erfolgreich zu sein, sondern sich dieses Niveau durch tägliche Standards zu erarbeiten. Ein unvergesslicher Moment bleibt für ihn außerdem der GFL Bowl 2025 in Dresden.
„So eine Atmosphäre hatte ich vorher noch nie. In Dresden gegen Dresden zu spielen, dort zu gewinnen und danach dort feiern zu können, war etwas ganz Besonderes.“
Mit der Verlängerung von Joshua Wünsch sichern sich die Potsdam Royals nicht nur einen der prägenden Defensivspieler der vergangenen Jahre. Sie halten auch einen Spieler, der den Anspruch des Teams verinnerlicht hat: Entwicklung vor Stillstand, Arbeit vor Ausreden und Erfolg als Ergebnis einer klaren Kultur.
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