HURRICANES WEITER AUF PLATZ SECHS

Für die Saarland Hurricanes gab es am vergangenen Samstag bei den Regensburg Phoenix nichts zu holen. Nach einer schwachen ersten Halbzeit und einer insgesamt zu fehlerhaften Vorstellung mussten sich die Saarländer verdient mit 18:45 geschlagen geben und bleiben damit weiterhin auf dem sechsten Tabellenplatz.

Die Hurricanes eröffneten zwar die Partie mit dem ersten Angriffsrecht, kamen jedoch bereits im ersten Drive nicht aus der eigenen Hälfte heraus. Deutlich erfolgreicher starteten die Gastgeber. Ein schöner Pass auf Malik Small brachte die Phoenix bis an die 18-Yard-Linie der Hurricanes. Nur wenige Spielzüge später war es schließlich der erste Touchdown der Regensburger. Mit erfolgreichem Extrapunkt stand es früh 7:0 – ein Auftakt nach Maß für die Hausherren.

Auch in der Folge präsentierte sich die Defensive der Phoenix äußerst aufmerksam und ließ kaum nennenswerte Raumgewinne der Hurricanes zu. Nach einem schnellen Punt marschierten die Gastgeber erneut über das Feld. Ein spektakulärer 40-Yard-Lauf endete zwar zunächst in der Endzone der Hurricanes, doch eine Flagge verhinderte den Touchdown. Lange hielt das Glück der Saarländer allerdings nicht an. Jadon Gildersleeve fing kurz darauf einen weiteren Pass zum nächsten Touchdown der Phoenix. Mit dem Extrapunkt erhöhte Regensburg auf 14:0.

Die Antwort der Hurricanes misslang komplett. Eine Interception brachte den Gastgebern erneut den Ball, und wieder ging es viel zu schnell für die Saarländer Verteidigung. Nicolas Hayes lief zunächst zwar ebenfalls nach einer Flagge vergeblich in die Endzone, doch im Wiederholungsversuch ließ er sich die Punkte nicht mehr nehmen. Nach dem erfolgreichen Extrapunkt führte Regensburg bereits mit 21:0.

Als Joshua Youngblood wenig später den Ball verlor, bekamen die Phoenix 2:34 Minuten vor Ende des ersten Viertels erneut das Angriffsrecht. Dieses nutzten die Gastgeber noch zu einem erfolgreichen Field Goal und gingen mit einer komfortablen 24:0-Führung in das zweite Quarter.

Zu Beginn des zweiten Viertels versuchte Joshua Youngblood mit einigen kraftvollen Läufen die Offensive der Hurricanes zu beleben. Gegen die kompromisslos auftretende Verteidigung der Regensburger blieben jedoch weiterhin größere Raumgewinne aus. Bei noch 6:24 Minuten auf der Uhr arbeiteten sich die Phoenix erneut bis tief in die Redzone der Saarländer vor, verloren dort jedoch den Ball. Die Hurricanes sicherten den Fumble und kamen wieder in Ballbesitz.

Kurz darauf gelang den Saarländern sogar ein Safety. Ein Halten in der eigenen Endzone der Phoenix brachte den Hurricanes völlig überraschend zwei Punkte zum 24:2. Dieser Erfolg gab der Mannschaft etwas Auftrieb. Kurz vor der Halbzeit fand Gabriel Cunningham mit einem sehenswerten Pass Joshua Youngblood in der Endzone der Regensburger. Der Extrapunkt wurde allerdings geblockt, sodass es nur sechs Punkte gab.

Die Hurricanes bekamen durch eine Interception von Bastian Ledule nochmals eine gute Gelegenheit vor der Pause. Mehr als ein erfolgreiches Field Goal sprang jedoch nicht mehr heraus. So ging es mit einem 24:11-Rückstand in die Halbzeit.

Der Start in die zweite Hälfte verlief zunächst erneut denkbar ungünstig. Ein langer Lauf der Phoenix endete zwar zunächst wegen einer Strafe ohne Punkte, doch nur wenig später erzielten die Gastgeber ihren nächsten Touchdown. Mit erfolgreichem Extrapunkt bauten sie ihre Führung auf 31:11 aus und nahmen den Hurricanes den gerade erst gewonnenen Schwung wieder.

Dennoch gaben sich die Saarländer nicht auf. Ein weiter Pass auf Joshua Youngblood landete zwar zunächst in der Endzone der Phoenix, wurde von den Schiedsrichtern jedoch wieder aberkannt. Wenig später machte Youngblood es besser und erzielte den nächsten Touchdown der Hurricanes. Mit erfolgreichem Extrapunkt verkürzten die Gäste auf 31:18 und zeigten in dieser Phase, welches Potenzial in der Offensive steckt.

Die Freude hielt jedoch nur kurz. Direkt nach dem folgenden Kickoff nahm Gary Timothy Tyler den Ball auf und trug ihn ohne Umwege bis in die Endzone der Hurricanes zurück. Touchdown, Extrapunkt gut – 38:18. Noch vor Ende des dritten Quarters legten die Gastgeber einen weiteren Touchdown inklusive Extrapunkt nach und erhöhten auf 45:18.

Im Schlussviertel passierte nicht mehr allzu viel. Kai Frick sorgte 7:44 Minuten vor Spielende noch einmal für einen starken Moment, als er den Ball bis kurz vor die Endzone der Phoenix brachte. Die Hurricanes konnten daraus jedoch keine weiteren Punkte erzielen. Kurz vor dem Ende fing Malcolm Washington zwar noch eine Interception ab, am Ausgang der Partie änderte dies jedoch nichts mehr.

Am Ende stand eine verdiente 18:45-Niederlage gegen überlegene Regensburg Phoenix. Positiv bleibt, dass die Hurricanes nach einem desolaten ersten Viertel Moral bewiesen und zwischenzeitlich offensiv einige gute Akzente setzen konnten. Insgesamt leistete man sich jedoch zu viele Ballverluste und ließ den Gastgebern insbesondere in der ersten Halbzeit zu viele Freiheiten. Damit bleiben die Saarland Hurricanes weiterhin auf dem sechsten Tabellenplatz und müssen in den verbleibenden Spielen versuchen, die gezeigten positiven Ansätze über die gesamte Spielzeit auf das Feld zu bringen.

Foto: Tobias Wönne