HURRICANES VON WILDDOGS ÜBERROLLT, ABER……

Die Saarland Hurricanes erlebten am vergangenen Samstag bei den Pforzheim Wilddogs einen Spieltag, an dem von Beginn an klar wurde, dass die Gastgeber ihre Aufgabe sehr ernst genommen hatten. Die Wilddogs wollten nicht nur gewinnen, sondern mit einem möglichst hohen Sieg maximalen Druck auf die Ravensburg Razorbacks im Kampf um den begehrten zweiten Tabellenplatz ausüben.

So machten die Gastgeber von der ersten Sekunde an enormen Druck. Bereits der erste Drive zeigte, dass die Wilddogs kompromisslos nach vorne spielen wollten. Drequan Harris lief direkt durch die Verteidigung der Hurricanes zum ersten Touchdown. Dass die Gastgeber anschließend bereits auf eine Two-Point-Conversion setzten, machte deutlich: Hier sollten möglichst schnell und viele Punkte aufs Board.

Auch der zweite Drive der Wilddogs war von Erfolg gekrönt. Mit schönen Pässen wurde die Defense der Hurricanes ausgespielt und erneut stand ein Touchdown auf der Anzeigetafel. Auch die anschließende Two-Point-Conversion war erfolgreich.

Die Offense der Gäste kam hingegen nur schwer nach vorne, denn auch die Defense der Wilddogs war jederzeit zur Stelle. Zusätzlich häuften sich bereits im ersten Quarter die Strafen auf Seiten der Hurricanes.

Zu Beginn des zweiten Quarters kamen die Canes dann zu ihrem ersten Touchdown. Gabriel Cunningham fand mit seinem Pass Marvin Gamerschlag-Kube, der den Ball sicher in der Endzone unterbrachte. Auch die Hurricanes versuchten anschließend, mit einer Two-Point-Conversion weitere Punkte zu erzielen – diesmal allerdings ohne Erfolg.

Der Druck der Gastgeber ließ jedoch nicht nach. Erneut war es Drequan Harris, der in die Endzone lief und den Spielstand auf 22:6 erhöhte.

In den letzten zwei Minuten der ersten Halbzeit kam es dann noch einmal richtig dick für die Gäste. Die Wilddogs erzielten zwei weitere Touchdowns und verwandelten auch beide Two-Point-Conversions erfolgreich. Mit einem deutlichen 46:6 ging es in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich kein verändertes Bild. Der permanente Druck der Wilddogs in Offense und Defense ließ nicht nach. Drei Interception-Return-Touchdowns sowie zwei weitere, teilweise sehenswerte Touchdowns der Gastgeber sorgten schließlich für den deutlichen Endstand von 86:6.

Eine Niederlage in dieser Höhe hatte wohl niemand erwartet. Ein solches Ergebnis muss zunächst einmal verarbeitet werden. Aber: Für die Hurricanes war es bei weitem kein Spiel, das unbedingt gewonnen werden musste. Der permanente Druck der Gastgeber war an diesem Samstag einfach zu hoch. Es war schlicht nicht mehr drin.

Dennoch gilt es auch festzuhalten: Die Canes gaben sich zu keinem Zeitpunkt auf. Trotz des deutlichen Rückstandes versuchte das Team bis zum Schluss, das Spiel positiv zu gestalten und weiter dagegenzuhalten.

Jetzt gilt es, den Blick nach vorne zu richten. Der Fokus lag und liegt auf dem letzten Spiel der Saison gegen die Allgäu Comets. Dort wollen die Hurricanes die Saison mit einem positiven Auftritt beenden.

Foto: Tobias Wönne