Hitzeschlacht in Hildesheim: Invaders verlieren Spitzenspiel gegen Meister Potsdam

Hildesheim. Vor 1.053 Zuschauern im Friedrich-Ebert-Stadion mussten die Hildesheim Invaders am Samstag ihre erste Niederlage der Saison hinnehmen. Beim FASTEN YOUR SEATBELTS Gameday unterlagen die Invaders dem amtierenden Deutschen Meister Potsdam Royals mit 21:44 (7:8 / 0:15 / 6:14 / 8:7). Bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad entwickelte sich ein intensives Duell zweier Spitzenteams der effect® Energy German Football League, in dem die Gäste ihre Chancen konsequenter nutzten. „Das heiße Wetter hat uns heute sicherlich einige Zuschauer gekostet. Die Spieler beider Teams haben hart gearbeitet“, so Johannes Krupp, Vorstand der Invaders.

Die Invaders erwischten vor heimischer Kulisse einen starken Start. Angeführt von Quarterback Nelson Hughes bewegte die Offense den Ball früh erfolgreich über das Feld. Running Back Jeremie Kwanzambi Beni krönte den ersten langen Drive der Partie mit dem Touchdown zur 6:0-Führung. Kicker Paul Krause verwandelte den Extrapunkt sicher zum 7:0.

Auch defensiv präsentierten sich die Hildesheimer zunächst hervorragend eingestellt. Die Verteidigung setzte die gefährliche Potsdamer Offense immer wieder unter Druck und erschwerte insbesondere das Laufspiel des Titelverteidigers. Dennoch gelang es Royals-Quarterback Xeaiver Bullock, seine Klasse unter Beweis zu stellen. Mit einem eigenen Touchdown und erfolgreicher Two-Point Conversion drehten die Gäste die Partie auf 8:7.

Im zweiten Viertel entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem einzelne Fehler zunehmend den Unterschied ausmachten. Die Royals nutzten ihre Möglichkeiten konsequent aus und erhöhten durch Corey Jeeves zunächst auf 14:7. Nach einer erfolgreichen Two-Point Conversion durch Milan Spiller stand es 16:7. Wenig später gelang Potsdams Defense End Mika Habermann nach einem abgefangenen Pass sogar ein Touchdown, den Francesco Budde zum 23:7-Halbzeitstand veredelte.

Doch die Invaders gaben sich keineswegs auf. Direkt nach dem Seitenwechsel setzte Nelson Hughes ein Ausrufezeichen. Der Quarterback fand eine Lücke in der Royals-Defense und verkürzte mit einem starken Lauf auf 13:23. Die anschließende Two-Point Conversion blieb jedoch erfolglos.

Auch in der Folge zeigte die Hildesheimer Defense eine engagierte Leistung gegen eine der besten Offensivreihen Europas. Immer wieder gelang es, die Royals vor Herausforderungen zu stellen. Dennoch machten sich die wenigen Fehler gegen einen Gegner dieser Qualität bemerkbar. Ein Ballverlust tief in der eigenen Hälfte brachte Potsdam erneut in eine hervorragende Ausgangsposition, die Bullock zum nächsten Touchdown nutzte.

Im Schlussabschnitt sorgten Maximilian McLeod und Peter Martin für weitere Punkte der Royals. Die Invaders hielten bis zum Ende dagegen und belohnten sich noch mit weiteren Zählern, konnten den Rückstand jedoch nicht mehr entscheidend verkürzen. Am Ende stand eine 21:44-Niederlage gegen den Tabellenführer und amtierenden Deutschen Meister.

Sein Debüt im Trikot der Invaders feierte Wide Receiver Dominique Martin. Der erfahrene US-Amerikaner verstärkt ab sofort den Kader der Hildesheimer und kam bereits zu ersten Einsätzen in der Offensive.

Head Coach Marcus Herford zeigte sich nach dem Spiel trotz der Niederlage kämpferisch und zollte dem Gegner Respekt: „Potsdam hat gezeigt, warum sie amtierender Deutscher Meister und aktuell Tabellenführer sind. Sie haben unsere Fehler konsequent bestraft und in den entscheidenden Momenten sehr diszipliniert gespielt. Ich bin dennoch stolz darauf, wie unsere Mannschaft gekämpft hat. Gegen ein Team dieser Qualität entscheiden oft wenige Situationen. Daraus werden wir lernen und gestärkt zurückkommen.“

Trotz der ersten Niederlage bleibt die Ausgangslage für die Invaders in der Nordgruppe der GFL weiterhin hervorragend. Nach zuvor fünf Siegen in Serie rangiert das Team von Marcus Herford weiterhin in der Spitzengruppe der Tabelle und blickt optimistisch auf die kommenden Aufgaben. Bereits am kommenden Wochenende wartet die nächste Herausforderung: Die Invaders reisen in die Hauptstadt und treffen dort auf die Berlin Rebels. Gegen den traditionsreichen Berliner Club wollen die Hildesheimer die richtigen Lehren aus der Partie gegen Potsdam ziehen und wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.