Hitzeschlacht im Jahnstadion: Pirates setzen sich mit 24:22 durch

32 Grad, intensive Hitze, harte Hits und ein Krimi bis in die Schlusssekunden: Die Elmshorn Fighting Pirates haben ihr Auswärtsspiel in der GFL2 Nord bei den Langenfeld Longhorns mit 24:22 gewonnen und sich dabei in einer umkämpften Partie bis zum Schluss behauptet.

Schon der Auftakt zeigte, wie intensiv dieser Nachmittag im Jahnstadion werden würde. Den Kickoff für Elmshorn brachte Edgar Agassian (#81) tief ins Feld der Gastgeber. Returner Hayden Amis (#15) nahm den Ball auf, verlor ihn jedoch an der 27-Yard-Linie. Damien Cischewski (#25) reagierte am schnellsten und sicherte den Fumble für die Pirates – perfekte Ausgangsposition direkt zu Beginn.

Doch aus der frühen Chance machte Elmshorn zunächst nichts. Quarterback Quincy Casey (#2) wurde direkt im ersten Drive von Andre Hoffmeister (#95) gesackt. Nate Thomas (#28) brachte zwar erste Yards am Boden, ein Pass auf Joel Schütz (#11) blieb unvollständig. Nach einer Offside-Strafe gegen Justin Jeremy Fohrmann (#78) bekamen die Pirates noch eine Chance, doch auch der Versuch auf Benjamin Schühler (#12) blieb erfolglos. Beim ausgespielten vierten Versuch verletzte sich Schühler zudem bei doppelter Deckung.

Die Longhorns übernahmen und arbeiteten sich kontrolliert über mehrere Läufe von Marvin Wiele (#23) nach vorne. Quarterback Lucas Wevelsiep (#8) verteilte das Spiel gut und führte seine Offense bis tief in die Elmshorner Hälfte. Nachdem Jalen Justice (#0) zwischenzeitlich mit einem Sack wichtige Yards zurückholte, schlug Langenfeld dennoch zu: Wevelsiep fand Nathan Falconi (#5) in der Endzone zum ersten Touchdown des Tages. Der Extrapunkt wurde allerdings geblockt – 6:0.

Elmshorn antwortete ruhig. Casey brachte sein Team mit eigenen Läufen immer wieder in gute Situationen, Lukas Schäfer (#1) und Joel Schütz sorgten für wichtige Catches. Schließlich war es Casey selbst, der Schütz perfekt in Szene setzte. Der Receiver lief in die Endzone zum Ausgleich. Die Two-Point-Conversion misslang – 6:6 bei noch 15 Sekunden im ersten Viertel.

Zu Beginn des zweiten Quarters zwang die Elmshorner Defense Langenfeld schnell wieder zum Punt. Direkt danach folgte einer der spektakulärsten Spielzüge des Nachmittags: Nate Thomas bekam den Ball und sprintete über 72 Yards in die Endzone. Elmshorn versuchte erneut zwei Punkte nachzulegen, doch der Pass auf Benjamin Schühler blieb unvollständig – 12:6 für die Gäste.

Langenfeld ließ sich davon nicht beeindrucken. Nach einer Verletzungsunterbrechung auf Seiten der Gastgeber arbeitete sich die Offense erneut übers Feld. Wevelsiep fand zunächst Marvin Wiele und später Hayden Amis, der den Ball in die Endzone trug. Carlo Zimmermann (#80) verwandelte den Extrapunkt sicher – die Longhorns lagen wieder vorn, 13:12.

Doch Elmshorn hatte noch eine Antwort vor der Pause. Casey führte den Drive mit Läufen und Pässen auf Benjamin Mau (#7) über das Feld. Kurz vor der Halbzeit war es erneut Joel Schütz, der nach Pass von Casey in die Endzone lief. Die anschließende Conversion auf Lukas Schäfer scheiterte zwar, dennoch gingen die Pirates mit einer 18:13-Führung in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel dominierte zunächst das Laufspiel. Casey und Thomas wechselten sich mit Option-Plays ab und bewegten den Ball konstant. Ein Drive endete allerdings nach Interception durch Jona Glasner (#18). Doch Elmshorn bekam schnell eine zweite Chance: Bernard Diouf (#9), der französische Importspieler der Pirates, sicherte nach einem Fumble der Longhorns den Ball zurück.

Diesmal nutzte Elmshorn die Gelegenheit. Casey führte sein Team tief in die Red Zone und Nate Thomas vollendete den Angriff mit seinem zweiten Touchdown des Tages. Die anschließende Two-Point-Conversion wurde allerdings zum besonderen Spielzug: Der Ball ging verloren, Jona Glasner nahm ihn auf und trug ihn zurück in die Endzone – zwei Punkte für Langenfeld. Neuer Spielstand: 24:15 für Elmshorn.

Doch entschieden war die Partie noch lange nicht. Spätestens jetzt wurden Erinnerungen an die Vorsaison wach: Bereits im vergangenen Jahr hatten sich beide Teams im Jahnstadion ein dramatisches Duell geliefert, das die Fighting Pirates am Ende hauchdünn mit 42:41 für sich entscheiden konnten. Auch diesmal deutete alles darauf hin, dass die Entscheidung erst in den Schlussminuten fallen würde.

Die Gastgeber gaben sich noch nicht geschlagen. Mohamed Traoré (#31) übernahm nun immer mehr Verantwortung im Laufspiel und Nathan Falconi sorgte mit einem starken Catch bis zur Mittellinie für wichtige Yards. Bei diesem Spielzug verletzte sich auf Elmshorner Seite Jo Schwinge (#18). Kurz darauf war es Traoré selbst, der über die rechte Seite in die Endzone lief. Marcel Risse (#40) verwandelte den Extrapunkt – nur noch 22:24 bei noch 3:38 Minuten auf der Uhr.

Die Schlussphase wurde zum Nervenspiel. Elmshorn bekam den Ball zurück, Lasse Schumacher (#27) brachte den Kick zurück, doch die Offense musste erneut punten. Langenfeld erhielt die letzte Chance. Ein Pass auf Lukas Schürmann (#12) blieb unvollständig, anschließend brachte Traoré noch einmal wichtige Yards. Beim vierten Versuch entschieden sich die Longhorns für den Lauf – doch die Pirates stoppten den Versuch und eroberten den Ball zurück.

Danach spielte Elmshorn die Uhr clever herunter. Nate Thomas holte noch einmal wichtige Yards, Quincy Casey sicherte mit einem eigenen Lauf das entscheidende First Down – und anschließend knieten die Pirates ab.

Nach einem langen Nachmittag bei 32 Grad im Schatten stand fest: Die Elmshorn Fighting Pirates gewinnen in einer intensiven und umkämpften GFL2-Partie bei den Langenfeld Longhorns mit 24:22 und nehmen einen hart erkämpften Auswärtssieg mit nach Hause.

Abseits des sportlichen Wettbewerbs möchten sich die Fighting Pirates zudem ausdrücklich bei den Gastgebern aus Langenfeld bedanken. Bei den hohen Temperaturen sorgten die Longhorns mit zusätzlichem Wasser an der Sideline sowie der Möglichkeit zur Abkühlung durch eine Gartendusche dafür, dass Spieler und Staff die Bedingungen besser bewältigen konnten – eine sportlich faire und sehr wertschätzende Geste, die an diesem heißen Football-Nachmittag nicht selbstverständlich war – DANKE.

Autor: GMG