Foto: Thomas Iden-Korjan
Die beeindruckende Siegesserie der Potsdam Royals ist gerissen. Im Spitzenspiel der effect® Energy GFL mussten sich die Brandenburger den Dresden Monarchs knapp mit 22:24 geschlagen geben und kassierten damit ihre erste Niederlage der Saison. Vor 1.342 Zuschauern entwickelte sich im Luftschiffhafen eine Partie, die vor allem von den außergewöhnlichen Wetterbedingungen geprägt wurde. Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius sorgten dafür, dass Spieler, Trainer, Helfer und Zuschauer gleichermaßen an ihre Grenzen gingen.

Extrembedingungen bestimmen den Spieltag
Der Heimspieltag gegen die Dresden Monarchs wurde von Energie und Wasser Potsdam (EWP) präsentiert und stand unter dem Motto „Inklusion. Wärme, die verbindet.“ Gemeinsam wollten die Royals und ihr Spieltagspartner zeigen, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt und Teilhabe genauso wichtig sind wie sportlicher Erfolg. Aufgrund der außergewöhnlichen Wetterlage konnten jedoch zahlreiche geplante Aktionen nur eingeschränkt oder gar nicht umgesetzt werden.
Bereits Stunden vor dem Kickoff war klar, dass dieser Gameday anders verlaufen würde als geplant. Aufgrund der enormen Hitze wurde der Spielbeginn mehrfach verschoben. Viele Programmpunkte mussten kurzfristig angepasst oder komplett gestrichen werden. Die Cheerleader traten aus gesundheitlichen Gründen nicht auf, das Fanfest musste bereits um 18 Uhr beendet werden und auch einige Partneraktivierungen, darunter der effect ENERGY Stand, konnten nicht wie vorgesehen umgesetzt werden.
Eigentlich hatten die Royals mit mehr als 2.500 Zuschauern gerechnet. Letztlich fanden 1.342 Zuschauer den Weg in den Luftschiffhafen. Zahlreiche Fans entschieden sich angesichts der Wetterlage gegen einen Stadionbesuch oder verließen das Stadion bereits vor dem Kickoff. Auch aus Dresden blieben nach Angaben aus dem Umfeld der Monarchs viele Anhänger der Gäste aufgrund der extremen Temperaturen zu Hause.
Trotz der Einschränkungen gab es auch positive Momente. Besonders das Tattoo Zelt erfreute sich großer Beliebtheit. Mehrere Fans nutzten die Gelegenheit und ließen sich dauerhaft ein Potsdam Royals Tattoo stechen. Damit blieb zumindest ein Teil des ursprünglich geplanten Rahmenprogramms ein voller Erfolg.
Dresden startet besser ins Spitzenspiel
Sportlich erwischten die Monarchs den besseren Beginn. Eine frühe Interception stoppte den ersten vielversprechenden Angriff der Royals und Dresden nutzte die Ballgewinne konsequent aus. Ein Touchdown Pass sowie ein Field Goal brachten die Gäste früh in Führung. Zwar antwortete Quarterback Xeaiver Bullock mit einem eigenen Touchdown Pass und hielt Potsdam zunächst im Spiel, doch Dresden präsentierte sich offensiv effizient und erhöhte bis zur Halbzeit auf 17:6.
Auch nach der Pause blieb das Spiel intensiv. Beide Defensivreihen bestimmten nun über weite Strecken das Geschehen. Die Royals verkürzten zunächst durch ein Field Goal auf 9:17, ehe die Monarchs mit einem weiteren langen Drive und dem zweiten Touchdown Lauf von David Moore erneut davonzogen.
Royals kämpfen sich eindrucksvoll zurück
Wer zu diesem Zeitpunkt glaubte, die Partie sei entschieden, wurde eines Besseren belehrt. Die Royals zeigten einmal mehr ihren Charakter und kämpften sich trotz der hohen Belastung eindrucksvoll zurück. Quarterback Xeaiver Bullock übernahm Verantwortung und erzielte gleich zwei Rushing Touchdowns selbst. Mit jedem Drive verkürzte Potsdam den Rückstand und machte die Schlussphase noch einmal hochspannend.
Die Defense verschaffte der Offense mehrfach die Chance auf die Wende, doch die Monarchs verteidigten ihren knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff. Am Ende fehlten den Royals lediglich zwei Punkte, um das Spiel noch einmal komplett zu drehen.
Stolzer Auftritt trotz erster Niederlage
Auch wenn die erste Niederlage der Saison schmerzt, haben die Potsdam Royals erneut bewiesen, warum sie zu den stärksten Teams der GFL gehören. Gegen einen direkten Titelkonkurrenten kämpfte sich die Mannschaft nach einem zwischenzeitlichen 15 Punkte Rückstand eindrucksvoll zurück und verlangte den Monarchs bis in die letzten Sekunden alles ab.
Mit einer Bilanz von 5:1 bleiben die Royals weiterhin in der Spitzengruppe der GFL Nord und besitzen beste Chancen, ihre Saisonziele zu erreichen. Nach der Sommerpause richtet sich der Blick bereits auf die nächsten Aufgaben. Die Leistung und Moral, die das Team unter den extremen Bedingungen im Luftschiffhafen gezeigt hat, machen deutlich, dass mit den Potsdam Royals auch in dieser Saison bis zum Schluss zu rechnen sein wird.
Autor: PassionPress.eu




