Hildesheim Invaders unterliegen dem Deutschen Meister deutlich

Die Hildesheim Invaders haben in der German Football League (GFL) beim amtierenden Deutschen Meister Potsdam Royals eine deutliche 0:61-Niederlage hinnehmen müssen. Im Stadion Luftschiffhafen gerieten die Niedersachsen früh ins Hintertreffen und fanden über die gesamte Spielzeit kaum ein Mittel gegen die dominanten Gastgeber. Trotz der höchsten Saisonniederlage bleiben die Invaders auf dem dritten Tabellenplatz der GFL Nord.

Die Potsdam Royals erwischten einen Start nach Maß. Bereits mit ihrem ersten Drive setzten sie die Hildesheimer Defense unter Druck und gingen durch einen Touchdown-Pass von Quarterback Xeaiver Bullock auf Milan Spiller samt erfolgreicher Two-Point-Conversion mit 8:0 in Führung. Wenig später erhöhte Chrisman Kyei auf 14:0, ehe die Royals mit einem weiteren Touchdown von Heiko Bals inklusive Two-Point-Conversion bereits nach dem ersten Viertel auf 22:0 davonzogen.

Während Potsdam sowohl offensiv als auch defensiv nahezu fehlerfrei agierte, fanden die Invaders nie in ihren Rhythmus. Die Offense kam kaum zu nennenswertem Raumgewinn und leistete sich mehrere Ballverluste. Besonders schwer wog der verletzungsbedingte Ausfall von Quarterback Nelson Hughes, der sich nach einem Fumble an der Schulter verletzte und die Partie frühzeitig beenden musste. Für ihn übernahm Hendrik Scharnbacher.

Auch im zweiten Viertel kontrollierten die Royals das Geschehen. Die Hildesheimer Defense stabilisierte sich zwischenzeitlich zwar etwas, offensiv blieb der Druck auf die Potsdamer jedoch aus. Kurz vor der Halbzeit erhöhte Peter Martin nach einem weiteren Pass von Bullock auf 28:0, womit die Gastgeber bereits zur Pause eine komfortable Führung herausgespielt hatten.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Bild fort. Ein abgefangener Pass von Scharnbacher leitete den nächsten Potsdamer Touchdown ein, den Bullock mit einem Lauf selbst erzielte. Weitere Ballverluste der Invaders nutzten die Royals konsequent aus und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Auch im Schlussabschnitt ließ der Titelverteidiger nicht nach und sorgte mit weiteren Punkten für den deutlichen 61:0-Endstand.

Neben der sportlichen Niederlage bereitet den Invaders insbesondere die Verletzung von Nelson Hughes Sorgen. Der Quarterback wurde nach dem Spiel zur weiteren Untersuchung ins Helios Klinikum gebracht. Eine genaue Diagnose stand unmittelbar nach der Partie noch aus.

Headcoach Marcus Herford zeigte sich nach der Begegnung selbstkritisch und erkannte die Leistung des Gegners ausdrücklich an: „Zunächst einmal Glückwunsch an Potsdam. Sie haben genau das gezeigt, was von einem amtierenden Deutschen Meister zu erwarten ist. Wir haben heute bei Weitem nicht unseren eigenen Ansprüchen entsprochen. Jetzt werden wir die Partie gründlich analysieren, unsere Lehren daraus ziehen und alles daransetzen, zum Derby wieder bereit zu sein.“

Nach dem spielfreien Wochenende richtet sich der Blick der Hildesheimer bereits auf die nächste Aufgabe. Am Samstag, 8. August, empfangen die Invaders im Friedrich-Ebert-Stadion die Braunschweig Lions zum traditionsreichen Derby unter Flutlicht. 

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