Hamburg dreht packendes Hitzeduell – Fighting Pirates unterliegen den Pioneers 28:35

Bei extremen Temperaturen von 37 Grad im Krückau-Stadion mussten sich die Elmshorn Fighting Pirates am Samstag den Hamburg Pioneers nach einer spannenden und bis in die Schlussminuten offenen Partie mit 28:35 (21:13) geschlagen geben. Aufgrund der außergewöhnlichen Hitze war der Kickoff vorsorglich von 15:00 Uhr auf 17:00 Uhr verlegt worden. Trotz der hohen Temperaturen und eines deshalb in abgespeckter Form veranstalteten American Day verfolgten 998 Zuschauer die Begegnung.

Die Pirates erwischten den besseren Start. Zwar arbeiteten sich die Gäste nach einem langen Kickoff-Return zunächst bis zur Mittellinie vor, doch die Elmshorner Defense setzte früh ein Ausrufezeichen. Linebacker Lasse Schumacher (#27) fing einen Pass von Hamburgs Quarterback Taylor Eggers ab und brachte die Offense der Gastgeber in aussichtsreicher Feldposition auf das Feld.

Quarterback Quincy Casey führte die Pirates anschließend mit starken Läufen tief in die Hamburger Hälfte und vollendete den Drive schließlich selbst mit einem Lauf in die Endzone zum 6:0. Die anschließende Two-Point-Conversion misslang nach einem zu flachen Snap.

Kurz darauf sorgten die Special Teams der Elmshorner für das nächste Highlight. Nachdem Hamburg punten musste, blockten die Pirates den Punt, Jan-Ole Lühr (#42) nahm den freien Ball auf und trug ihn zum Touchdown in die Endzone. Nach einer Strafe gegen Hamburg wurde die Two-Point-Conversion wiederholt und Quincy Casey erhöhte laufend auf 14:0.

Die Pioneers meldeten sich jedoch eindrucksvoll zurück. Michael Webb (#10) trug den folgenden Kickoff über das gesamte Feld zum Touchdown zurück. Der Extrapunkt wurde zwar von den Pirates geblockt, doch Hamburg war wieder im Spiel.

In der Folge entwickelte sich eine intensive Partie. Die Elmshorner Offense setzte immer wieder auf die Laufstärke von Nate Thomas, der zahlreiche wichtige Yards erzielte und von der Hamburger Defense oftmals erst im Verbund gestoppt werden konnte. Hamburg verkürzte zunächst auf 14:13, ehe die Pirates kurz vor der Halbzeit erneut antworteten. Nach einem starken Drive fand Quincy Casey mit einem präzisen Pass Benjamin Mau (#7) in der Endzone. Leon DiVito (#4) verwandelte den Extrapunkt sicher zum 21:13-Halbzeitstand.

Nach der Pause startete Elmshorn erneut mit viel Tempo. Ein langer Return von Adehkeem Brown (#21) wurde allerdings durch eine Holding-Strafe zurückgepfiffen. Dennoch bewegte Casey seine Offense kontinuierlich über das Feld. Nachdem Hamburg zwischenzeitlich durch einen Touchdown samt erfolgreicher Two-Point-Conversion zum 21:21 ausgeglichen hatte, antworteten die Fighting Pirates umgehend. Begünstigt durch ein persönliches Foul der Gäste führte Casey sein Team erneut tief in die Red Zone und bediente schließlich Nate Thomas mit einem Touchdown-Pass. Der sichere Extrapunkt von Leon DiVito brachte die Pirates wieder mit 28:21 in Führung.

Doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen. Im Schlussviertel glich Hamburg zunächst erneut zum 28:28 aus. Überschattet wurde diese Phase von einem persönlichen Foul gegen Bernard Diouf (#9), der nach einem Tritt gegen einen Gegenspieler mit einer Ejection des Feldes verwiesen wurde.

Wenig später verlor Elmshorn nach einem Lauf von Nate Thomas den Ball durch einen Fumble. Hamburg nutzte das kurze Feld konsequent aus und ging wenig später durch einen weiteren Touchdown mit 35:28 erstmals in Führung.

Die Fighting Pirates stemmten sich in den Schlussminuten noch einmal gegen die drohende Niederlage. Trotz einer Holding-Strafe bei einem langen Kickoff-Return von Adehkeem Brown arbeitete sich die Offense um Quincy Casey noch einmal bis tief in die Hamburger Red Zone vor. Casey fand unter anderem Lukas Schäfer und Joel Schütz mit wichtigen Pässen und brachte sein Team bis an die 7-Yard-Linie der Gäste. Drei Passversuche in die Endzone – auf Joel Schütz, Finn Janszikowsky und schließlich Lukas Schäfer beim vierten Versuch – blieben jedoch unvollständig.

Hamburg konnte anschließend abknien und den knappen 35:28-Auswärtssieg sichern.

Trotz der Niederlage zeigten die Fighting Pirates insbesondere über weite Strecken der ersten Halbzeit und im dritten Quarter eine engagierte Leistung. Nach einer frühen 14:0-Führung sowie der erneuten Führung zum 28:21 fehlten am Ende nur wenige erfolgreiche Spielzüge, um das Hitzeduell für sich zu entscheiden.

Autor: GMG

Foto: Meryem Pelka