Große Moral gezeigt: Spiders verpassen Comeback nur knapp

Die Straubing Spiders haben am dritten Spieltag der Effect Energy GFL eine knappe 16:21 Niederlage gegen die Saarland Hurricanes hinnehmen müssen. Trotz eines zwischenzeitlichen Rückstands von 18 Punkten kämpfte sich das Team von Head Coach Bence Lukacs eindrucksvoll zurück und hielt die Partie bis in die Schlussminuten offen.

Schwierige Ausgangslage vor dem Kickoff

Die Vorzeichen für die Niederbayern waren alles andere als ideal. Starting Quarterback David Perkins musste weiterhin verletzt passen, nachdem er sich bereits in der Vorwoche gegen die Pforzheim Wilddogs verletzt hatte. Dadurch übernahm Alexander Biebl die Rolle des Spielmachers. Gleichzeitig fehlte den Spiders damit einer ihrer wichtigsten Passempfänger, da Biebl normalerweise als Wide Receiver eingesetzt wird.

Alexander Biebl – Foto: Foot Bowl/Maxim Burghardt)

Die Gäste aus Saarland erwischten den besseren Start. Nach einer frühen Interception der Straubinger Offense nutzten die Hurricanes die günstige Feldposition konsequent aus und gingen durch Malcolm King mit 7:0 in Führung. Zwar antworteten die Spiders mit einem erfolgreichen Field Goal von Kristof Komiszar, doch die Hurricanes fanden insbesondere über Quarterback Norman Douglas Jr. und Neuzugang Joshua Youngblood immer wieder Lösungen. Zwei Touchdown Pässe auf Youngblood sorgten für eine 21:3 Halbzeitführung der Gäste.

Defense hält die Hoffnung am Leben

Trotz des Rückstands präsentierte sich die Straubinger Verteidigung kämpferisch und verhinderte mehrfach größere Raumgewinne. Besonders Luca Aigner, Fabian Raab und Christopher Aigner setzten wichtige Akzente und hielten die Spiders im Spiel. Mit zunehmender Spielzeit gelang es der Defense immer besser, Druck auf die Hurricanes auszuüben und wichtige Ballverluste zu erzwingen. Diese Energie übertrug sich auch auf die Offense.

Spiders starten Aufholjagd

Nach der Halbzeit zeigte Straubing ein völlig anderes Gesicht. Alexander Biebl fand zunehmend seinen Rhythmus und brachte die Offense wieder ins Rollen. Kurz vor Ende des dritten Viertels fand er Anthony Earl Green Jr. mit einem 21 Yard Touchdown Pass in der Endzone. Der Anschluss zum 10:21 brachte die Zuschauer im Donau Sportzentrum Peterswöhrd zurück ins Spiel.

Anthony Green – Foto: Foot Bowl/Maxim Burghardt

Im Schlussviertel legten die Spiders nach. Ein langer Drive über zwölf Spielzüge endete mit einem Touchdown Lauf von Anthony Earl Green Jr. aus drei Yards Entfernung. Die anschließende Two Point Conversion blieb allerdings erfolglos, wodurch der Rückstand bei fünf Punkten bestehen blieb.

Starke Leistung trotz Niederlage

In den letzten Minuten kontrollierten die Hurricanes mit ihrer laufstarken Offense die Uhr und verhinderten weitere Ballbesitze der Gastgeber. Dadurch blieb den Spiders die letzte Chance auf eine mögliche Wende verwehrt. Trotz der Niederlage konnte Straubing viele positive Erkenntnisse aus der Partie mitnehmen. Alexander Biebl kämpfte sich nach einem schwierigen Beginn ins Spiel und warf für 111 Yards und einen Touchdown. Anthony Earl Green Jr. erzielte beide Touchdowns der Spiders und war erneut einer der wichtigsten Offensivspieler.

J’vonte Davis – Foto: Foot Bowl/Maxim Burghardt

Für das Highlight des Abends sorgte Kevin Graupner mit einem explosiven 50 Yard Lauf, der die Hurricanes Defense früh vor große Probleme stellte. Auf Seiten der Gäste war Joshua Youngblood mit zwei Touchdowns sowie zahlreichen Big Plays als Returner, Läufer und Passempfänger der entscheidende Unterschiedsspieler. Auch wenn die Spiders am Ende ohne Sieg blieben, zeigte das Team große Moral. Nach einem deutlichen Halbzeitrückstand kämpften sich die Niederbayern eindrucksvoll zurück und hielten die Begegnung bis in die Schlussphase offen. Mit der Rückkehr von David Perkins und einem wieder als Passempfänger einsetzbaren Alexander Biebl dürfte die Offense in den kommenden Wochen zusätzliches Potenzial erhalten.

Die nächste Gelegenheit zur Wiedergutmachung lässt nicht lange auf sich warten. Mit der gezeigten Leistung in der zweiten Halbzeit haben die Spiders bewiesen, dass sie auch unter schwierigen Voraussetzungen mit jedem Gegner in der Effect Energy GFL mithalten können.