GFL2: Phantoms scheitern in Play-offs

– Niederlage gegen Rostock Griffins im Halbfinale –

Die Sensation gegen die mit US-Imports gespickten Rostock Griffins ist ausgeblieben: Im Halbfinale um den Einzug in den GFL2 Bowl, dessen Gewinner direkt in die GFL aufsteigt, haben die Wiesbaden Phantoms mit 35:54 verloren. Zur Halbzeit hatte die Mannschaft von Head Coach Patrick Griesheimer und Defensive Coordinator Chris Feck nach einem missglückten Onside Kick noch spät das 28:35 hinnehmen müssen. Zuvor hatte sie nach einem 14:28-Rückstand noch ausgeglichen.

Im ersten Quarter waren die Gastgeber nach einem sehenswerten Pass von Lenny Turturica auf Anton Göbel über 36 Yards in Führung gegangen und Leon Amberg hatte den PAT mit Holder Malthe Schmitt verwandelt. Per Big-Play-Pass von US-Quarterback Christofer Zellous auf Landsmann Anthony Dixon über 80 Yards und dem PAT von Jonas Beumer hatten die Griffins ausgeglichen und waren nach einem misslungenen Snap der Phantoms-Offense, der in der Endzone aufgenommen wurde, einem Zusatzpunkt sowie einem 50 Yards langen Interception-Return-Touchdown von George Hawkins und dem dritten Beumer-PAT mit 14 Punkten vorne.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Phantoms nach einem dieses Mal 17 Yards langen Pass Turturicas auf Göbel heran, Amberg verwandelte den PAT gewohnt sicher und auch vom nächsten Missgeschick – Oskar Truetsch gelang beinahe ein Pick in der Endzone – als Arthur Riemer für Rostock einen Touchdown scorte, ließen sich die Phantoms nicht beirren.

Stattdessen glichen sie aus: Turturica passte auf Justin Schmitt, der Snap beim PAT misslang jedoch und Malthe Schmitts Lauf geriet zu kurz, sodass es beim 20:28 blieb. Im nächsten Drive fing Justin Schmitt eine Interception und Dwayne Milton trug die Conversion per Outside Run in die Endzone.

Der anschließende Onside Kick war kurz und brachte die Griffins nur 45 Yards von weiteren Punkten in Ballbesitz. Zellous passte am Ende des Drives erneut auf Saint-Jean und die Rostocker erhöhten per PAT.

Das dritte Quarter endete mit einem 7:0 der Gäste, die ein weiteres Mal Glück hatten: Zunächst wurde Ryan Gomes dreifach getacklet, bekam den abprallenden Ball aber in die Hände und erreichte danach über das halbe Spielfeld untouched die Endzone.

Die Phantoms verkürzten im Abschlussviertel, als Turturica ein drittes Mal Göbel fand und Amberg auf 35:41 stellte. Ebenfalls seinen dritten Touchdown fing auf der Gegenseite Saint-Jean. Wiesbaden verhinderte die Conversion zweimal erfolgreich, kam selbst aber zu keinen weiteren Punkten. 70 Sekunden vor Spielende war es schließlich Jaeden Lewis, der das 53:35 auf die Anzeigetafel brachte, das Beumer noch um einen Zähler ausbaute.

„Wir haben uns heute selbst geschlagen. Aber die Saison war schon erfolgreich…“, bilanzierte Justin Schmitt und auch Patrick Griesheimer sprach von zu vielen Fehlern und blank liegenden Nerven. „Nach dem ersten Quarter hatten wir eigentlich schon verloren.“ Gleichzeitig sprach er seinem Team – „einer sehr jungen Mannschaft mit Spielern aus dem Rhein-Main-Gebiet und nur zwei Imports“ – ein großes Lob für ihre Leistung aus. „Wir hatten eine super Saison… war spaßig.“ Anton Göbel hatte die Phantoms „nicht auf dem besten Niveau“ spielen und sie mit viel Pech agieren sehen.

Mit der Niederlage geht eine mehr als eindrucksvolle Saison für die Phantoms zu Ende, während der die Wiesbadener in ihrem zweiten GFL2-Jahr nach dem Wiederaufstieg souverän mit 9:1 Siegen Süd-Meister wurden, in ihrer Gruppe die beste Offense und Defense stellten und GFL2-weit die wenigsten Gegenpunkte hatte hinnehmen müssen.