GFL Ligaverbund kooperiert mit der University of Michigan

Wissenschaft trifft Praxis: Studierende der University of Michigan untersuchen gemeinsam mit Vereinen der effect® ENERGY GFL und GFL2 konkrete Herausforderungen aus Sportmarketing und Vereinsentwicklung. Die gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend der gesamten Liga zur Verfügung stehen.

Der GFL Ligaverbund e.V. baut sein internationales Netzwerk aus und startet eine Kooperation mit der University of Michigan. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen praxisnahe Forschungsprojekte, in denen Studierende konkrete Fragestellungen ausgewählter Vereine aus der effect® ENERGY GFL und GFL2 bearbeiten.

Ziel der Kooperation ist es, wissenschaftliche Methoden und aktuelle Erkenntnisse aus dem Sportmanagement mit den konkreten Herausforderungen deutscher American-Football-Vereine zu verbinden. Dabei geht es unter anderem um Fanentwicklung, Markenpositionierung, Zuschauergewinnung, Mitgliederbindung und Sponsoring.

„Wir freuen uns über die Kooperation, weil wir uns dadurch nicht nur einen weiteren renommierten Namen in unser Netzwerk geholt haben, sondern vor allem, weil all unsere Vereine in der effect® ENERGY GFL und GFL2 von den gewonnenen Erkenntnissen profitieren werden. Die Verbindung aus wissenschaftlicher Perspektive und den ganz konkreten Herausforderungen unserer Clubs bietet uns die Chance, neue Ansätze zu entwickeln und diese anschließend ligaweit nutzbar zu machen“, sagt Torben Dill, Geschäftsführer des GFL Ligaverbund e.V.

Für die erste Projektphase wurden sechs Vereine mit unterschiedlichen Ausgangslagen und Fragestellungen ausgewählt: die Dresden Monarchs, Munich Cowboys, Schwäbisch Hall Unicorns, Rostock Griffins, Kiel Baltic Hurricanes und Braunschweig Lions. Die Themen reichen von Mitgliedergewinnung und Social-Media-Strategien über Zuschauerentwicklung und Fanbindung bis hin zur Sponsorenakquise.

Auf Seiten der University of Michigan wird die Zusammenarbeit von Jan Boehmer, PhD, Assistant Professor Sport Management am Center for Sport Marketing Research, begleitet.

„Hier entsteht eine echte Win-win-Situation. Unsere Studierenden erhalten einen tiefen Einblick in das deutsche Vereinswesen und können ihr theoretisches Wissen an realen Fragestellungen anwenden. Das bereitet sie unmittelbar auf ihre zukünftigen Aufgaben im Sportbusiness vor. Gleichzeitig erhält die GFL praxisnahe Ergebnisse und Handlungsempfehlungen, die sie bei ihrer weiteren Entwicklung unterstützen können“, erklärt Boehmer.

Der offizielle Startschuss für die Zusammenarbeit ist am 21. September 2026 gefallen. In einer gemeinsamen Vorstellungsrunde lernten sich Vereine und Studierende kennen und wurden den jeweiligen Studiengruppen zugeordnet. Nun beginnt die eigentliche Projektarbeit.

Ein erster zentraler Baustein werden gemeinsam entwickelte Fan-Umfragen sein. Auf deren Grundlage sollen unter anderem Zielgruppen und Fan-Personas erarbeitet werden. Im weiteren Projektverlauf analysieren die Studierenden die jeweiligen Ausgangssituationen, identifizieren zusätzliche Datenbedarfe, entwickeln konkrete Handlungsfelder und erarbeiten praxisorientierte Lösungsansätze für die beteiligten Vereine.

Entscheidend ist dabei, dass die Ergebnisse nicht ausschließlich bei den sechs beteiligten Clubs verbleiben sollen.

„Wir freuen uns, dass wir unseren Vereinen mit dieser Zusammenarbeit einen weiteren konkreten Mehrwert und Baustein für die Vereinsentwicklung bieten können. Dass die von der University of Michigan ausgewählten Vereine bereit sind, ihre Erkenntnisse und Ergebnisse anschließend mit den anderen Clubs zu teilen, zeigt auch, welchen Gemeinschaftsgeist wir innerhalb unserer Liga mittlerweile entwickelt haben. Wenn einzelne Vereine Wissen gewinnen und dieses der gesamten Liga zur Verfügung stellen, profitieren am Ende alle davon“, sagt Axel Streich, 1. Vorsitzender des GFL Ligaverbund e.V.

Mit der Kooperation will der GFL Ligaverbund den Wissenstransfer innerhalb der Liga weiter stärken und gleichzeitig neue internationale Impulse in die Entwicklung des deutschen American Footballs einbringen. Die Ergebnisse der einzelnen Projekte werden nach Abschluss aufbereitet und den Vereinen der effect® ENERGY GFL und GFL2 zur Verfügung gestellt.

Über den GFL Ligaverbund e.V.

Der GFL Ligaverbund e.V. vertritt die Interessen der Vereine der höchsten deutschen Spielklassen im American Football und arbeitet gemeinsam mit seinen Mitgliedern an der sportlichen, wirtschaftlichen und medialen Weiterentwicklung der effect® ENERGY GFL und GFL2.

Über die University of Michigan

Die University of Michigan mit Sitz in Ann Arbor, Michigan, zählt zu den renommierten Universitäten der Vereinigten Staaten. Im Bereich Sport Management verbindet sie akademische Forschung und Lehre mit praxisnahen Fragestellungen aus der internationalen Sportbranche.