GFL 2 gesichert: Leipzig Lions feiern 50:22-Kantersieg gegen Elmshorn

Runningback Andre Frohberg mit einem Laufspiel für die Leipzig Lions

Dank einer starken Teamleistung gewannen die Leipzig Lions am vergangenen Wochenende mit 50:22 klar gegen die Elmshorn Fighting Pirates. Der deutliche Heimsieg bedeutet aber nicht nur zwei weitere Punkte auf dem Konto der Leipziger, sondern sichert der Mannschaft auch in der nächsten Saison einen Platz in Deutschlands zweithöchster Spielklasse.

Das Hinspiel im Hinterkopf

Nach der Niederlage am zweiten Spieltag in Elmshorn reisten die Lions mit dem Gefühl nach Hause, weit unter ihren Möglichkeiten geblieben zu sein. Es galt die eigenen Fehler auszubessern und im Rückspiel, wie auch schon im letzten Jahr, das volle Potenzial der Leipzig Lions auszuschöpfen. Mit dem Hinspiel im Hinterkopf und einer gut vorbereiteten Strategie war man bereit den Klassenerhalt vor großer Heimkulisse perfekt zu machen.

Diese Entschlossenheit war vom ersten Snap an spürbar. Bereits im Eröffnungsdrive marschierte die Leipziger Offensive zügig über das Feld. Angetrieben von starken Läufen durch Rookie-Runningback #27 Luca Brinner erarbeitete sich das Heimteam schnell eine hervorragende Feldposition, um mit einem Pass auf Tight End #85 Anton Doroshev das 7:0 und damit die frühe Führung zu erzielen.

Der Schlüssel zum Erfolg lag jedoch in der Defense: Es galt das gefürchtete Laufspiel der Pirates um #28 Nathaniel Thomas zu stoppen, der in dieser Saison bereits über 1.000 Rushing-Yards erzielte. Im Hinspiel war Thomas noch direkt im ersten Play bis in die Endzone durchgebrochen. Diesmal präsentierte sich die Leipziger Run-Defense von Beginn an hellwach und gestattete den Gästen in den ersten drei Versuchen mickrige sieben Yards. Jedoch verletzte sich der Runningback bei seinem dritten Lauf an den Rippen und fiel für den Rest der Partie aus. Der Verein wünscht dem Runningback eine schnelle Genesung.

Eine Interception von Linebacker #41 Leon Lowak an der 3-Yard Linie beendete schließlich den ersten Offensiv-Drive der Gäste und gab das Ballrecht zurück an das Heimteam aus der Messestadt. Aus dieser gefährlich tiefen Feldposition kurz vor der eigenen Endzone schlug Elmshorn allerdings defensiv zu und erzwang einen Safety zum 7:2. Es sollten jedoch die einzigen Punkte der Fighting Pirates in der ersten Halbzeit bleiben, da deren Offensive ohne ihren Top-Star spürbar geschwächt war.

Leipzig hingegen drehte weiter auf. Mit drei weiteren Touchdown Pässen, einem auf #11 Malachi Ruffin und zwei auf #18 Jan Rubitzko erhöhten die Leipzig Lions anschließend ihren Vorsprung auf 28:02 und verabschiedeten sich mit einer hochverdienten Führung in die Halbzeitpause.

Die Geschichte wiederholt sich

Bereits im Vorjahr war es das Rückspiel gegen Elmshorn, in dem die Lions den Verbleib in der GFL 2 für sich absicherten. Dass angesichts der deutlichen Pausenführung bei Fans und Spielern Déjà-vu-Gefühle aufkamen, lag auf der Hand. Entsprechend motiviert kehrte das Heimteam aus der Kabine zurück.

Zwar kamen auch die Gäste spürbar geladen aus der Halbzeit, wurden jedoch direkt im ersten Drive eiskalt abgefangen: Begünstigt durch eine erstklassige Passdeckung der gesamten Defensive pflückte Cornerback #11 Malachi Ruffin den Ball aus der Luft und erzielte seine bereits sechste Interception der laufenden Saison. Der Leipziger Import-Spieler schaltete blitzschnell um und trug das Leder über 55 Yards direkt per Pick-Six für seinen zweiten Touchdown an diesem Tag in die Endzone.

Mit diesem Highlight-Play und einem neuen Spielstand von 35:02 war das Momentum für die zweite Halbzeit gesetzt. Die Lions ließen den Norddeutschen weiterhin nur wenig Luft zum Atmen. Auch der erste Touchdown der Fighting Pirates durch einen Pass auf #12 Benjamin Schühler änderte nichts mehr an der Statik des Spiels.

Wide Receiver Jan Rubitzko (#18) feiert seinen dritten Touchdown der Partie

Obwohl im Camillo-Ugi-Sportpark bis zum Schlusspfiff noch einige Punkte fielen, blieb der Vorsprung komfortabel. Ein weiterer tiefer Pass auf #18 Jan Rubitzko machte dessen Touchdown-Hattrick an diesem Nachmittag perfekt. Im Schlussviertel belohnte sich schließlich auch Receiver #8 Kevin Stelzer mit sechs Punkten. Am Ende leuchtete ein klares 50:22 von der Anzeigetafel und der Klassenerhalt vor heimischem Publikum war vollbracht.

Mit dem erreichten Saisonziel im Rücken können die Footballer aus der Messestadt nun befreit aufspielen und den Fokus auf den Endspurt legen. Am kommenden Samstag reisen die Lions zum Liganeuling, den Minden Wolves, ehe eine Woche später das Nachholspiel gegen den frischen GFL-2-Nord-Meister, die Krefeld Ravens den Saisonabschluss in Markkleeberg bildet. Zwei spannende Aufgaben stehen somit noch an, bevor es für das Team in die wohlverdiente Offseason geht.