Gelungener Heimabschluss: Phoenix schlagen Spiders mit 31:22

Im letzten Heimspiel ihrer ersten Saison in der effect® ENERGY GFL feierten die Regensburg Phoenix einen gelungenen Heimabschluss. Vor knapp 600 Zuschauern setzten sich die Gastgeber in einem offensiv wie defensiv mitreißenden Derby gegen die Straubing Spiders mit 31:22 durch.

Nach dem Münzwurf entschieden sich die Regensburg Phoenix dafür, das Ballrecht für die zweite Halbzeit aufzusparen, sodass die Straubing Spiders den ersten Drive der Partie eröffneten. Beide Verteidigungen zeigten sich von Beginn an hellwach und setzen bereits früh Ausrufezeichen. Nach Ballverlusten auf beiden Seiten fingen erst Pascal-Andreas Sendelbach für Straubing und direkt im Gegenzug#25 Luis Guter für Regensburg jeweils eine Interception ab. Kurz vor Ende des ersten Viertels gelang dann den Regensburgern der erste Durchbruch. Nach einem starken Lauf über die Außenbahn tankte sich Runningback #26 Nebechi Abana über 8 Yards in die Endzone. Der Extra-Punkt-Kick durch #41 Dominik Laßmann saß sicher zur 7:0-Führung für die Phoenix.

Das zweite Viertel nahm weiter an Fahrt auf. Straubings Quarterback Raleigh-Benjamin Yeldell III suchte immer wieder seine Anspielstationen, wurde aber erneut gestoppt. Regensburgs #23 Nico Ziaja sicherte mit der zweiten Interception des Tages den Ball für die Phoenix. Gegen Mitte des zweiten Viertels schlug Straubing jedoch zurück: Runningback Jvonte-Kareem Davis marschierte mit einem 3-Yard-Lauf in die Endzone, woraufhin Kristof Komiszar den PAT zum 7:7-Ausgleich verwandelte. Die Regensburger Antwort folgte postwendend. Quarterback #12 Cameron Yowell bediente #14 Jadon Gildersleeve mit einem präzisen Pass über 18 Yards in die Endzone zum 14:7. Doch die Spiders gaben sich vor der Pause nicht geschlagen. Im Eiltempo trieb Yeldell III sein Team über das Feld und fand kurz vor dem Pfiff Eloi Soler für einen 17-Yard-Touchdown-Pass. Nach erfolgreichem Extra-Punkt ging es mit einem ausgeglichenen 14:14 in die Halbzeitkabinen.

Nach Wiederanpfiff erarbeiteten sich die Phoenix Schritt für Schritt das Spielglück. In der Mitte des dritten Viertels brachte Kicker Laßmann die Regensburger mit einem 34-Yard-Field-Goal mit 17:14 wieder in Führung. Nachdem Straubings Defense durch eine Interception von Dane Lynch in der eigenen Redzone den Rückstand zunächst begrenzen konnte, schlug die Stunde der Regensburger Defense. #33 Mika Stieger erzwang bei einem Raumgewinn der Spiders einen Fumble und sicherte das Ei selbst an der Straubinger 38-Yard-Linie. Diesen Ballgewinn nutzte die Regensburger Offense eiskalt aus. Die Offense marschierte entschlossen über das Feld, ehe Abana mit seinem zweiten Touchdown des Tages per 11-Yard-Lauf auf 24:14 erhöhte.

Im Schlussviertel drängten die Spiders auf den Anschluss und arbeiteten sich bis dicht vor die Regensburger Endzone. Doch in der entscheidenden Phase bewies die Defense der Hausherren Nervenstärke. #5 Julian Herrera fing einen Pass an der eigenen 10-Yard-Linie ab und verhinderte Schlimmeres. Direkt aus der eigenen Hälfte setzte Regensburg den wohl spektakulärsten Spielzug der Partie. Nach zwei kraftvollen Läufen von Abana schickte Yowell seinen Receiver Gildersleeve auf die Reise, der den Ball fing und über 50 Yards unnachahmlich in die Endzone zum 31:14 trug. Die Spiders kämpften sich jedoch noch einmal zurück. Ein starker 38-Yard-Lauf von Davis bereitete den nächsten Touchdown vor, den Yeldell III mit einem 31-Yard-Pass. Vollendete. Eine erfolgreiche 2-Point-Conversion verkürzte noch einmal auf 31:22. Den anschließenden Onside-Kick-Versuch der Spiders fingen die Phoenix jedoch sicher per Fair Catch ab und spielten die verbleibende Zeit clever herunter.

Ein intensives und temporeiches Bayern-Derby endet mit einem verdienten 31:22-Erfolg für die Regensburg Phoenix, die damit ihren Fans einen gebührenden Saisonabschluss vor heimischer Kulisse bescherten.

Auch Regensburgs Quarterback Cameron Yowell betonte nach dem Spiel die Herausforderung dieser Begegnung: „Es ist immer schwer, ein Team zweimal hintereinander zu schlagen – besonders, wenn man direkt im Rückspiel wieder auf sie trifft. Straubing hat einen guten Job gemacht, die nötigen Anpassungen vorzunehmen und uns heute einen harten Kampf zu liefern. Dass wir allen Widerständen zum Trotz widerstandsfähig geblieben sind und das Spiel so stark zu Ende gebracht haben, spricht absolut für unser Team.“

Foto: Mike Hofmann