Die Minden Wolves empfangen am Samstag zum absoluten Kracher die Calgary Gators aus Kanada
So etwas hat es in Deutschland noch nicht gegeben. Die Calgary Gators sorgen mit zwei Spielen in „Good old germany“ für eine Premiere. Denn noch nie gab es zuvor ein deutsch-kanadisches Duell auf deutschem Boden. Am vergangenen Samstag waren die Footballer aus der mit 1,2 Millionen Einwohnern größten Stadt der Provinz Alberta in Schwäbisch Hall zu Gast, eine Woche später werden sie am Samstag bei den Minden Wolves im Weserstadion auflaufen. KickOff ist um 15 Uhr.
So ein Duell hat die Weserstadt noch nicht erlebt. Die Footballs-Fans blicken gebannt nach Minden, denn dem Wolfsrudel ist es in diesem Jahr gelungen, in der Vorbereitung etwas in Deutschland eher Einmaliges auf die Beine gestellt. Duelle gegen den Rekordmeister der Niederlande, gegen den aktuellen kanadischen Champion und anschließend gegen eines der besten Teams der GFL – ein solch hochwertiges Footballpaket hat es kaum einmal gegeben.
Und das Wolfsrudel startete erfolgreich in das Footballjahr 2026. Musste man sich beim ersten Auftritt noch eine Halbzeit lang finden und lag aufgrund mangelndem Zusammenspiels zur Pause mit 7:11 gegen die Amsterdam Crusaders, die sich aufgrund der laufenden Saison als deutlich eingespielter präsentierten, zurück.
Dann aber lief es in allen Mannschaftsteilen deutlich besser, wodurch die Wolves das 7:11 in eine 35:11-Führung drehten. Insbesondere das Passspiel auf die schnellen Receiver Ray Fletcher und Willie Fedd jr. war sehenswert. In den letzten Sekunden gestattete man den Gästen aus der Metropole noch etwas Ergebniskosmetik.
Mit Blick auf die folgende Aufgabe warnt Headcoach Phil Gamble aber vor zu hoher Erwartungshaltung. „Mit Calgary treffen wir auf ein ganz anderes Kaliber. Die Mannschaft wurde zuletzt zweimal in Folge kanadischer Meister.“ Im letztjährigen Playoff-Finale siegten die Mannen von Headcoach Kurt Howland 35:0!
Und auch bei ihrem ersten Auftritt auf deutschem Boden demonstrierten sie ihre Stärke. Bei den Schwäbisch Hall Unicorns aus der GFL1 lagen sie im vierten Viertel mit 28:7 vorn, bevor die Hausherren noch zum 14:28-Endstand.abschwächen konnten.
„Ich denke, dass dieses Spiel eine tolle Kulisse verdient hat. Man hat nicht alle Tage einen so starken und prominenten Gegner zu Gast. Erst recht nicht, wenn er aus Übersee kommt“, hebt Phil Gamble hervor und hofft auf ein deutlich größeres Interesse als noch gegen Amsterdam. „Womit will man noch locken, wenn selbst internationale Top-Duelle nicht ziehen würden. Daher hoffe ich diesmal gegen einen bärenstarken Gegner auf die Rückendeckung zahlreicher Fans.“



