Fünfter Sieg: Invaders schlagen Hurricanes in spannendem Schlagabtausch

Hildesheim. Einen Sonntagnachmittag kann man definitiv entspannter verbringen. Die 983 Zuschauer wischten sich am Ende die ein oder andere Schweißperle von der Stirn, so spannend war der Schlagabtausch zwischen den Hildesheim Invaders und den Kiel Baltic Hurricanes. Nach vier umkämpften Vierteln setzten sich die Invaders beim SALUTE TO SERVICE GAMEDAY auf dem Helios Homefield mit 23:20 (7:7/7:10/7:3/2:0) durch und bleiben damit auch nach fünf Spielen ungeschlagen im Spitzentrio der effect® Energy German Football League.  

Die Gäste aus Schleswig-Holstein hatten die Hildesheimer Woche über vor große Herausforderungen gestellt – zumindest auf dem Papier. Head Coach Marcus Herford hatte mehrfach vor der Qualität der Hurricanes-Offense um Quarterback PJ Settles gewarnt. Seine Mannschaft bekam diese Qualität von Beginn an zu spüren.

Kiel erwischte den besseren Start. Mit einem präzisen 43-Yard-Pass von PJ Settles auf Till Nowaczyk gingen die Baltic Hurricanes früh mit 7:0 in Führung. Die Antwort der Invaders ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Quarterback Nelson Hughes führte seine Offense über das Feld und fand schließlich Lennart Stukenborg mit einem vier Yards kurzen Touchdown-Pass. Kicker Paul Krause verwandelte sicher zum 7:7-Ausgleich.

Auch im zweiten Viertel blieb die Partie auf Augenhöhe. Zunächst brachte Kiel-Kicker Anousheh Fulford seine Mannschaft mit einem 23-Yard-Fieldgoal wieder in Front. Wenig später erhöhte Settles mit seinem zweiten Touchdown-Pass des Tages auf Klaas Sengstacke auf 17:7. Die Hurricanes kontrollierten in dieser Phase das Spielgeschehen mit einem variablen Laufspiel und effizientem Passangriff.

Die Invaders bewiesen jedoch einmal mehr ihre Moral. Kurz vor der Halbzeit verkürzte Nelson Hughes mit einem präzisen Pass auf Philipp Dolezal. Der Receiver fing den Ball über 19 Yards in der Endzone und brachte sein Team auf 14:17 heran. Ein enorm wichtiger Touchdown nur wenige Sekunden vor dem Gang in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel hatte die Hildesheimer Defense zunächst weiterhin Probleme, den Kieler Angriff dauerhaft zu stoppen. Nach einem Ballverlust der Invaders nutzten die Gäste die gute Feldposition und bauten ihre Führung durch ein weiteres Fieldgoal von Fulford auf 20:14 aus.

Doch wie schon so oft in dieser Saison fanden die Invaders einen Weg zurück ins Spiel. Die Defense um Kyle Kitchens, Julien Thompson und ihre Mitspieler stabilisierte sich zunehmend und zwang die Gäste immer häufiger zu schwierigen Situationen. Gleichzeitig übernahm Nelson Hughes mehr Verantwortung in der Offensive.

Sechs Sekunden vor Ende des dritten Viertels folgte schließlich der Moment, auf den die Fans gewartet hatten. Hughes erkannte Paul Terjung tief hinter der Kieler Secondary, setzte den Ball perfekt und der Receiver vollendete den 48-Yard-Touchdown spektakulär zur ersten Hildesheimer Führung des Tages. Nach dem Extrapunkt von Paul Krause stand es 21:20 – das Helios Homefield bebte.

Im Schlussviertel entwickelte sich ein nervenaufreibender Defensivkampf. Beide Abwehrreihen dominierten das Geschehen und jeder Fehler konnte die Entscheidung bringen. Die Invaders-Defense sorgte schließlich für den spielentscheidenden Moment. Bei einem missglückten Snap in der eigenen Endzone verloren die Hurricanes den Ball. Das Resultat: Safety und zwei weitere Punkte für die Gastgeber zum 23:20.

In den verbleibenden Minuten verteidigten die Invaders ihren knappen Vorsprung mit großem Einsatz und sicherten sich ihren fünften Sieg in Serie. Besonders die Defense steigerte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten erheblich und lieferte genau dann ihre stärkste Leistung ab, als das Spiel auf der Kippe stand.

„Kiel hat uns heute alles abverlangt. Wir wussten, dass sie ein hervorragend gecoachtes Team mit viel Qualität auf beiden Seiten des Balls sind. Ich habe großen Respekt vor ihrer Leistung. Gleichzeitig bin ich stolz auf unsere Mannschaft, die auch in schwierigen Phasen Ruhe bewahrt und einen Weg gefunden hat, dieses Spiel zu gewinnen. Wir haben heute nicht unser bestes Footballspiel gezeigt, aber wir haben Charakter bewiesen“, bilanzierte Head Coach Marcus Herford nach der Partie.

Mit nun fünf Siegen aus fünf Spielen gehen die Invaders weiterhin ungeschlagen in die kurze Spielpause.

danach kommt es in Hildesheim zum Aufeinanderfolgenden mit dem Deutschen Meister aus Potsdam. Am 20.8. gibt der Serienmeister seine Visitenkarte im Friedrich-Ebert-Stadion beim FASTEN YOUR SEATBELT GAMEDAY ab.