FINALE – Ohoooo! Das war das Saisonziel bei den Dresden Monarchs. Das Wissen um die Möglichkeit, vor heimischen Publikum um den Titel zu kämpfen, war, wie schon im letzten Jahr, der Hauptantrieb für die laufende Saison. Und nun ist dieses Ziel schon mal erreicht. Die Dresden Monarchs gewannen das Halbfinale vor allem Dank einer enorm starken Vorstellung der eigenen Defense. Und einem guten Vortrag des eigenen Angriffs. Die Unit um Dresdens Quarterback Rocky Lombardi hatte an diesem Samstag vor 4.509 Fans im Heinz-Steyer-Stadion vor allem in Halbzeit Eins Mühe gegen eine gut eingestellte Pforzheimer Verteidigung. Die Monarchs bewegten sich zunächst gut übers Feld, kamen aber nicht in die Endzone. Pforzheim dominierte die Redzone und war in Person von Nick Oliver sogar nah an einer erfolgreichen Interception nach einem Pass von Lombardi auf den gut gedeckten Montigo Moss. Für Dresden aber nicht schlimm. Die Monarchs haben für solche Fälle ja immer noch ihren zuverlässigen Kicker Florian Finke. Kein Touchdown, dafür ein Fieldgoal zum 3:0. Die Wilddogs mussten ihre Angriffsbemühungen schnell wieder einstellen. Dresden mit dem zweiten Versuch. Und wieder ging es bis kurz vor die Endzone – aber nicht weiter. Schon bemerkenswert: Pforzheims Defense hatte sich sehr gut auf Dresdens Angriff eingestellt. Man gab immer mal wieder Yards und Firstdowns ab. Aber zunächst keine Punkte. Schade aus ihrer Sicht, das ihr eigener Angriff daraus so gar keinen Nutzen ziehen konnte und das mehr oder weniger über die gesamte Spielzeit. Bis weit ins vierte Viertel mühten die Wilddogs sich ab, eh sie überhaupt mal einen Firstdown verbuchen konnten. Dresdens Defense ließ bis dahin absolut nichts zu! Und sorgte selbst für die nächsten Punkte. Ein schiefgegangener Punt der Gäste endete in einem sogenannten Safety – 5:0 für Dresden. Und dann, im zweiten Viertel, platzte auch bei Dresdens Offense der Knoten. Wieder hatte man sich bis vor die Endzone gekämpft. Wieder hielt Pforzheim zunächst dicht. Doch Dresden erzwang es im vierten Versuch: starker Lauf von David Moore III zum ersten Touchdown des Spiels (PAT Finke 12:0).
Finke war es dann auch, der noch vor der Halbzeit via Fieldgoal auf 15:0 erhöhte.
Pause in Dresden. Und Arbeit für die Coaches. Da lief gerade im Spiel nach vorn deutlich zu wenig. Ja, Pforzheim machte das in der Abwehr sehr gut, deckte gut die Monarchs-Receiver, zwang Quarterback Rocky Lombardi immer wieder zu improvisierten Spielzügen und in der Konsequenz auch zu Boden. Doch da die Monarchs-Defense den Laden so souverän dichthielt, geriet das Ziel Finalteilnahme nicht in Gefahr. Und Dresdens Offense konnte langsam Schwung nehmen. Zunächst erhöhte Moore mit seinem zweiten Touchdown auf 22:0 (PAT Finke). Und noch im dritten Viertel klappte dann auch endlich die sonst so sichere Connection zwischen Rocky Lombardi und seinem Lieblingsreceiver Montigo Moss: Touchdown mit Extrapunkt Florin Finke zum 29:0. Und Finke war dann auch der eigentliche Star zu Beginn des Schlussviertels. Erneut konnte David Moore sich zum Touchdown durchsetzen. Aber der Jubel gehörte Finke, der mit seinem erfolgreichen Extrapunkt einen neuen Rekord aufstellen und sich so zu Dresdens All Time Top Scorer machen konnte (36:0). Das Spiel an sich war entschieden. Dennoch belohnte sich am Ende Pforzheim noch mit einem letzten sehenswerten Drive und dem Ehren-Touchdown: Quarterback Drequan Harris mit einem letzten Pass auf Matteo Dazzani (PAT Dazzani 36:7).
Die Dresden Monarchs stehen nun zum dritten Mal hintereinander, zum fünften Mal in ihrer Vereinsgeschichte, im Finale um die deutsche Footballmeisterschaft. Zum dritten Mal hintereinander heißt der Gegner Potsdam! Das erste Saisonziel, die Finalteilnahme, ist erreicht. Das eigentliche Ziel aber heißt: endlich, im dritten Anlauf, die Potsdam Royals auch zu schlagen! In zwei Wochen, am 3. Oktober, haben die Dresden Monarchs im Rudolf-Harbig-Stadion die nächste Chance!
Foto: Jörg Meißner




