Erster GFL‑Sieg – Phoenix gewinnen in Düsseldorf

Die Regensburg Phoenix haben am 6. Juni im Benrather Stadion ein Stück Vereinsgeschichte geschrieben. Mit einem verdienten 23:16‑Auswärtserfolg gegen die Düsseldorf Panther gelang dem Team nicht nur der erste Saisonsieg, sondern zugleich der erste GFL‑Sieg überhaupt. Nach vier Niederlagen zum Auftakt zeigte die Mannschaft eine geschlossene, disziplinierte und über weite Strecken dominante Leistung.

Um bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen, reiste das Team bereits am Freitag nach Düsseldorf. Die Phoenix wussten, dass sie nach dem 0:4‑Start unter Zugzwang standen, gleichzeitig aber die Chance hatten, mit einem Erfolgserlebnis die Trendwende einzuleiten.

Die Offense setzte gleich im ersten Drive ein klares Zeichen. Quarterback #12 Cameron Yowell führte seine Offense mit einer guten Mischung aus Lauf- und Passspiel über das Feld. Mehrere präzise Anspiele auf unterschiedliche Receiver sorgten für konstante Raumgewinne. Der Drive fand seinen Höhepunkt in einem perfekt getimten 29‑Yard‑Touchdown‑Pass auf #2 Nicolas Hayes. Kicker #41 Dominik Laßmann verwandelte den PAT sicher. 7:0 Phoenix. Düsseldorf antwortete mit einem physischen Laufspiel, angeführt von Daniel Pedro und arbeitete sich bis an die 5‑Yard‑Linie der Phoenix vor. Die Defense hielt jedoch stand und zwang die Panther zu einem Field Goal zum 7:3. Mit dieser Führung ging es in die erste kurze Pause.

Zu Beginn des zweiten Viertels öffnete der Himmel seine Schleusen. Der Regen wurde stärker, das Feld zunehmend rutschig. Die Phoenix-Offense ließ sich davon nicht beeindrucken. Ein tiefer Pass auf #18 Kevin Evert brachte das Team in die Red Zone, ehe erneut #2 Hayes in der Endzone zupackte und seinen zweiten Touchdown des Tages erzielte. #41 Laßmann erhöhte auf 14:3. Die Panther zeigten sich unbeeindruckt und verkürzten mit einem 25‑Yard‑Touchdown-Pass auf 14:10. Kurz vor der Halbzeit versuchte Düsseldorf nochmal ein Field Goal, doch das Special Team der Phoenix blockte den Kick. Somit ging es mit 14:10 in die Halbzeit.

Nach der Halbzeitpause – pünktlich mit dem Ende des Regens – kamen die Phoenix hochkonzentriert zurück aufs Feld. Die Defense setzte sofort ein starkes Zeichen und stoppte die Panther nach vier Versuchen tief in deren Hälfte. Die Offense startete daraufhin an der 1‑Yard‑Linie und #26 Nebechi Abana erzielte durch einen guten Lauf einen weiteren Touchdown. #41 Laßmann stellte auf 21:10. Nur wenige Spielzüge später erzwang die Defense einen Fumble, den #9 Jaylin Woods sicherte. Die Defense war in dieser Phase überall auf dem Feld präsent. Die Phoenix kontrollierten das Spiel nun in allen drei Phasen und hielten das Momentum klar auf ihrer Seite. Mit erneut einsetzendem Starkregen ging es beim Stand von 21:10 ins Schlussviertel.

Die schwierigen Bedingungen machten beiden Teams zu schaffen. Der Ball war nass, das Feld rutschig. Doch die Phoenix blieben konzentriert, spielten kontrolliert und verwalteten die Uhr klug. Die Defense setzte weiterhin Akzente und stoppte die Panther mehrfach früh. Ein besonders wichtiger Moment folgte Mitte des Viertels: Nach starkem Druck im Backfield, an dem erneut #9 Woods beteiligt war, erzwang die Defense einen Safety zum 23:10 und die Vorentscheidung. Düsseldorf versuchte anschließend einen Onside Kick, der jedoch von Regensburg gesichert wurde. Eine Interception der Regensburger brachte die Gastgeber noch einmal in Ballbesitz und sie verkürzten kurz vor Schluss auf 23:16. Der erneute Onside Kick wurde ebenfalls von den Phoenix gesichert. Quarterback Yowell kniete ab und der historische Sieg war perfekt.

Zum Abschluss ordnete Jaylin Woods, der mit mehreren Big Plays entscheidend zum Sieg beitrug und zum Phoenix Spieler des Tages gewählt wurde, die Leistung des Teams ein: „Wir sind rausgekommen, haben unseren Gameplan umgesetzt, sind konsequent zum Ball gegangen und haben genau die Art von Phoenix‑Football gespielt, von der wir wissen, dass wir dazu fähig sind.“ Mit diesen Worten beschreibt Woods nicht nur die Leistung auf dem Feld, sondern auch den Geist, der das Team durch Regen, Drucksituationen und entscheidende Momente getragen hat.

Foto: Mike Hofmann