Elmshorn entscheidet Partie gegen Minden deutlich für sich

Die Elmshorn Fighting Pirates haben am Samstag im Krückau-Stadion einen überzeugenden 51:22-Erfolg gegen die Minden Wolves gefeiert. Bei sonnigem Wetter, leichtem Wind und Temperaturen um die 21 Grad sahen die ca. 1200 Zuschauer eine intensive Partie mit zahlreichen Touchdowns, mehreren Turnovern und einer hitzigen Szene im ersten Viertel.

Die Pirates erwischten einen starken Start. Nach dem Kickoff der Gäste führte Quarterback Quincy Casey sein Team über das Feld und fand zunächst mehrfach Nathaniel Thomas. Bereits beim ersten Drive sorgte eine Pass Interference der Wolves für zusätzlichen Raumgewinn. Wenig später bediente Casey erneut Thomas, der bei noch 9:59 Minuten im ersten Viertel in die Endzone lief. Casey sorgte anschließend selbst für die erfolgreiche Two-Point-Conversion und die frühe 8:0-Führung.

Die Gäste aus Minden antworteten mit einem langen Drive über Darrius Sample, René Peer Lange und Willie Fredd Jr. Zwar hielt die Elmshorner Defense die Wolves letztlich aus der Endzone, doch Tobias Pauls verkürzte mit einem Field Goal auf 8:3.

Elmshorn blieb offensiv gefährlich. Nach mehreren First Downs über Thomas und Casey entwickelte sich eine hitzige Situation. Casey rutschte bei einem eigenen Lauf in einen Slide, als es zu einem Targeting-Foul von Willie Fredd Jr. kam. Der Mindener wurde daraufhin des Feldes verwiesen. In der anschließenden Eskalation folgten weitere Unsportlichkeitsstrafen: Neben dem Ejection-Foul gegen Willie Fredd Jr. wurde auch Julian Pelka (#62, Elmshorn), der Center der Elmshorner, wegen unsportlichen Verhaltens ebenfalls disqualifiziert. Zusätzlich wurden mehrere weitere 15-Yard-Strafen gegen beide Teams ausgesprochen, wodurch die Szene insgesamt deutlich eskalierte.

Sportlich ließ sich Elmshorn davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Casey führte den nächsten Drive konsequent weiter und fand bei noch 2:26 Minuten im ersten Viertel erneut Nate Thomas zum Touchdown. Die Conversion misslang zwar, dennoch bauten die Pirates ihre Führung auf 14:3 aus.

Im zweiten Viertel kamen die Wolves nach einem geblockten Punt der Pirates zurück ins Spiel. Die Gäste erhielten eine hervorragende Feldposition und nutzten diese durch einen Touchdown-Pass von Darrius Sample auf Ray’Shon Fletcher. Der anschließende Extrapunkt brachte Minden auf 14:10 heran.

Die Antwort der Pirates ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Kurz vor der Halbzeit marschierte Elmshorn erneut über das Feld. Nach mehreren erfolgreichen Pässen auf Thomas und Joel Schütz fand Casey schließlich Benjamin Schühler in der Endzone. Die anschließende Two-Point-Conversion über Nate Thomas war erfolgreich, sodass die Pirates mit einer komfortablen 22:10-Führung in die Halbzeit gingen.

Nach dem Seitenwechsel setzte Elmshorn früh das nächste Ausrufezeichen. Die Defense zwang Minden zu einem Fumble von Darrius Semple, den Leon DiVito sicherte. Die Offense nutzte das Geschenk sofort aus. Casey bediente Benjamin Schühler mit einem Touchdown-Pass zum 30:10, erneut inklusive erfolgreicher Two-Point-Conversion.

Die Pirates dominierten nun das Geschehen. Nachdem die Defense die Wolves erneut gestoppt hatte, führte Casey den nächsten langen Drive an. Joel Schütz brachte sein Team bis an die Ein-Yard-Linie, ehe Casey selbst in die Endzone lief. Wieder war die Two-Point-Conversion erfolgreich und Elmshorn erhöhte auf 38:10.

Minden versuchte zwar weiterhin, über Sample, Jordan McKenzie, Ray’Shon Fletcher und Darric Shank Jr. Akzente zu setzen, fand gegen die zunehmend sichere Elmshorner Defense jedoch nur selten Lösungen.

Zu Beginn des Schlussviertels verkürzten die Gäste noch einmal. Nachdem bei den Pirates mittlerweile Backup-Quarterback Jean-Pierre „Johnny“ Baatz übernommen hatte, führte ein Fumble zu einem Touchdown-Return der Wolves. Der Extrapunkt misslang allerdings, sodass lediglich auf 38:16 verkürzt werden konnte.

Die Antwort der Pirates folgte praktisch postwendend. Lasse Schumacher sorgte mit einem starken Kickoff-Return für eine hervorragende Ausgangsposition. Nur wenig später fand Baatz Lukas Schäfer mit einem langen Touchdown-Pass zum 44:16.

Die Wolves kamen noch einmal durch einen sehenswerten Touchdown-Pass von Fabrice Steinbach auf Ray’Shon Fletcher zurück. Die Two-Point-Conversion misslang jedoch, sodass der Rückstand bestehen blieb.

In der Schlussphase setzten die Pirates den Schlusspunkt: Ein Pass von Jean-Pierre „Johnny“ Baatz fand Luca Pal-Chowdhury in der Endzone zum Touchdown. Im Anschluss verwandelte Leon DiVito den Extrapunkt, gehalten von Benjamin Mau, sicher zum Endstand von 51:22.

Die letzten Angriffsversuche der Wolves blieben ohne Erfolg. Nach weiteren Strafen gegen Minden konnten die Pirates schließlich in die Victory Formation gehen und die letzten Sekunden kontrolliert von der Uhr nehmen.

Mit dem deutlichen 51:22-Erfolg feierten die Elmshorn Fighting Pirates einen überzeugenden Heimsieg. Ausschlaggebend waren die effiziente Offense um Quincy Casey, Nathaniel Thomas und Benjamin Schühler, mehrere erfolgreiche Two-Point-Conversions sowie wichtige Ballgewinne der Defense. Trotz einiger hektischer und emotionaler Szenen behielten die Pirates über weite Strecken die Kontrolle und setzten sich letztlich verdient durch.

Autor: GMG

Foto: manningeaux