Dritter Sieg im dritten Spiel – Royals dominieren in Kiel

Die Potsdam Royals haben ihre Ambitionen auf den vierten GFL Bowl Titel in Folge eindrucksvoll untermauert. Beim Auswärtsspiel gegen die Kiel Baltic Hurricanes setzte sich der amtierende Champion vor 1.206 Zuschauern im Kilia Stadion deutlich mit 48:3 durch und bleibt damit auch nach dem dritten Saisonspiel ungeschlagen. Dabei fiel das Ergebnis am Ende klarer aus, als es der Spielverlauf in der ersten Halbzeit vermuten ließ.

Kiel fordert die Royals lange Zeit

Die Gastgeber erwischten einen mutigen Start und stellten die Potsdamer Offensive zunächst vor einige Probleme. Gleich im ersten Drive der Royals sorgten mehrere Sacks der Kieler Defense für Raumverlust, während die Hurricanes offensiv durch PJ Settles und Anousheh Fulford erste Akzente setzen konnten.

Dennoch waren es die Royals, die die ersten Punkte der Partie erzielten. Nach einem starken Lauf von Running Back Heiko Bals fand Quarterback Xeaiver Bullock Wide Receiver Peter Martin mit einem 64-Yard Touchdown Pass zur 6:0 Führung. Die Two Point Conversion misslang allerdings. Kiel hielt dagegen und verkürzte im zweiten Viertel durch ein 28-Yard Field Goal von Anousheh Fulford auf 3:6. Die Partie blieb offen, ehe Bullock kurz vor der Pause einen weiteren Touchdown Pass an Kassim Tiamiu anbrachte. Zusammen mit einer erfolgreichen Two Point Conversion ging Potsdam mit einer knappen 14:3 Führung in die Halbzeit.

Xeaiver Bullock und Kiels Malte Karlitscheck – Foto: Foot Bowl / Sascha Sonnenberg

Anpassungen nach der Pause entscheiden das Spiel

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dann der Unterschied zwischen beiden Mannschaften. Während die Royals ihre Offense an die Kieler Defense anpassten, fanden die Hurricanes offensiv kaum noch Lösungen gegen die starke Verteidigung aus Potsdam. Direkt im ersten Drive der zweiten Halbzeit führte Bullock die Royals über das Feld und fand erneut Peter Martin zum Touchdown. Kurz darauf erhöhte Maximilian McLeod mit seinem ersten Touchdown des Tages auf 28:3.

Die Royals kontrollierten nun das Spielgeschehen komplett. Bullock verteilte die Bälle auf zahlreiche Passempfänger, während die Defensive Kiel immer wieder zu Punts zwang. Im Schlussviertel erhöhte McLeod mit seinem zweiten Touchdown des Nachmittags auf 34:3.

Bullock dirigiert die Offensive

Quarterback Xeaiver Bullock lieferte erneut eine starke Vorstellung ab. Der Spielmacher brachte 24 seiner 38 Pässe für 259 Yards und fünf Touchdowns an. Zusätzlich steuerte er 54 Rushing Yards bei und war damit der Motor der Potsdamer Offensive. Sein Lieblingsziel war Peter Martin. Der Receiver fing fünf Pässe für 138 Yards und zwei Touchdowns. Maximilian McLeod kam auf acht Receptions für 85 Yards und ebenfalls zwei Touchdowns. Auch Kassim Tiamiu trug sich mit einem Touchdown in die Scorerliste ein.

Am Boden überzeugten Heiko Bals mit 40 Rushing Yards, Chrisman Kyei mit 30 Yards sowie die beiden Nachwuchsspieler Glenn Devin Knospe und Joost Bohnhorst, die beide im Schlussviertel noch Touchdowns erzielten.

Defensive legt den Grundstein

Auch die Defense der Royals zeigte über weite Strecken eine dominante Leistung. Bereits im ersten Viertel fing Aashari Crosswell einen Pass von PJ Settles ab und stoppte damit einen aussichtsreichen Kieler Drive. Insgesamt hielt die Verteidigung die Hurricanes bei lediglich 188 Offense Yards und erlaubte keinen einzigen Touchdown.

Ryan Minniti, Joshua Wünsch, Max Menache und Joshua Shodipo gehörten erneut zu den auffälligsten Verteidigern. Menache steuerte zudem einen Sack bei. Kurz vor Schluss sorgte Stephan Stadler mit einer Fumble Recovery für einen weiteren Ballgewinn der Royals.

Tabellenführung weiter in Reichweite

Mit dem 48:3 Erfolg verbessern sich die Potsdam Royals auf eine Bilanz von drei Siegen bei keiner Niederlage und bleiben damit einer der heißesten Titelkandidaten der GFL Saison 2026. Während die erste Halbzeit noch von einer starken Kieler Defense geprägt war, zeigte die Mannschaft von Head Coach Michael Vogt nach der Pause ihre ganze Qualität und Dominanz. Die Royals erzielten 437 Total Yards, verwandelten fünf Touchdowns durch die Luft und zwei weitere am Boden. Gleichzeitig ließ die Defense lediglich drei Punkte zu. Genau diese Mischung aus explosiver Offensive und aggressiver Verteidigung machte Potsdam in den vergangenen Jahren zum Serienchampion und genau diese Mischung war auch in Kiel wieder deutlich zu erkennen.

Autor: PassionPress.eu