Autor: PassionPress.eu
Foto: Foot Bowl/Sebastian Just
Die Allgäu Comets mussten sich am Sonntag bei den ifm Razorbacks zwar deutlich mit 20:65 geschlagen geben, dennoch zeigte das Team aus Kempten phasenweise genau die Aggressivität und Risikobereitschaft, die man nach der Auftaktniederlage gegen Hildesheim sehen wollte.
Gerade die Anfangsphase machte deutlich, dass die Comets nicht nach Ravensburg gereist waren, um sich nur zu verwalten. Bereits im ersten Drive spielte die Offense einen vierten Versuch in der Hälfte der Razorbacks aus. Kurz darauf marschierte Quarterback Brad Jones sein Team erneut tief in die gegnerische Hälfte, ehe ein Field Goal knapp vorbeiging. Trotzdem war früh zu erkennen, dass die Comets offensiv mutiger auftreten wollten als noch in Week 1.
Der erste große Lohn folgte Anfang des zweiten Quarters. Brad Jones fand Leon Knoop zum Touchdown und verkürzte auf 6:7. Zwar wurde der Extrapunkt geblockt, doch die Comets blieben ihrer aggressiven Linie treu und versuchten direkt danach sogar einen Onside Kick.
Offensiv setzte Allgäu vor allem auf das Passspiel. Brad Jones kam am Ende auf 299 Passing Yards und drei Touchdowns. Besonders Gabe Quigley war kaum zu stoppen. Der Receiver fing acht Pässe für 158 Yards und einen Touchdown. Auch Leon Knoop und Martin Horn fanden jeweils den Weg in die Endzone.
Ein großes Problem blieb allerdings die Defensive gegen das explosive Ravensburger Passspiel. Razorbacks Quarterback Broghean McGovern warf für 432 Yards und sechs Touchdowns. Immer wieder gelang es den Gastgebern, mit Big Plays sofort zu antworten. Besonders bitter aus Sicht der Comets: Nach dem Touchdown zum 12:41 durch Martin Horn konterte Ravensburg nur Sekunden später direkt mit einem 63-Yard-Touchdownpass auf Aniel Buße.

Trotz des deutlichen Rückstands gab sich Allgäu nie auf. Josh Dutton sorgte mit zwei Interceptions für Highlights in der Defense und brachte seine Mannschaft mehrfach zurück ins Spiel. Nach einer weiteren Interception verkürzten die Comets durch einen 59-Yard-Touchdownpass von Brad Jones auf Gabe Quigley inklusive erfolgreicher Two Point Conversion noch einmal auf 20:55.
Auch statistisch zeigte sich, dass die Partie offensiv durchaus Momente für die Comets bot. Das Team kam auf 328 Total Yards und 14 First Downs. Gleichzeitig machten die Zahlen aber auch deutlich, warum Ravensburg am Ende davonzog: Die Razorbacks erzielten über 600 Total Yards und durchschnittlich 12,5 Yards pro Spielzug.
Für die Allgäu Comets bleibt die Erkenntnis, dass die Offense über weite Strecken funktionierte und das Team trotz des hohen Rückstands weiter kämpfte. Gleichzeitig wurde aber auch klar, dass vor allem die Defense gegen explosive Angriffe deutlich stabiler werden muss, wenn man in der Effect Energy GFL konkurrenzfähig bleiben möchte.




