Für die Allgäu Comets steht am kommenden Wochenende die nächste große Herausforderung in der Effect Energy GFL an. Die Mannschaft von Head Coach Mark Priegnitz gastiert im Münchner Dantestadion bei den Munich Cowboys und bestreitet damit bereits ihr drittes Auswärtsspiel der noch jungen Saison.
Die Ausgangslage ist klar. Während die Cowboys mit zwei Siegen und nur einer Niederlage gegen Tabellenführer Schwäbisch Hall zu den Spitzenteams der GFL Süd gehören, warten die Comets weiterhin auf ihren ersten Erfolg. Dennoch herrscht innerhalb der Mannschaft Zuversicht, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht.
Lehren aus Ravensburg
Vor der Bye Week mussten die Comets beim amtierenden Südmeister IFM Razorbacks Ravensburg antreten. Die 20:65 Niederlage fiel deutlich aus, offenbarte aber auch positive Ansätze. Quarterback Brad Jones warf für 299 Yards und drei Touchdowns. Leon Knoop, Martin Horn und Gabe Quigley fanden jeweils den Weg in die Endzone.
Gleichzeitig wurden die Baustellen deutlich sichtbar. Zwei Interceptions, ein kaum vorhandenes Laufspiel und mehrere zugelassene Big Plays verhinderten ein engeres Spiel. Genau an diesen Punkten arbeitete das Team während der spielfreien Woche intensiv.
Cowboys mit gefährlicher Offense
Die Munich Cowboys verfügen über eine der produktivsten Offenses der Liga. Quarterback Nicholas Semptimphelter zeigte zuletzt gegen Regensburg seine Klasse und warf für 340 Yards sowie fünf Touchdowns. Besonders Wide Receiver Gabriel Boccella entwickelte sich mit vier Touchdowns zu seinem bevorzugten Ziel.
Für die Defense der Comets wird es deshalb entscheidend sein, explosive Spielzüge zu verhindern und die Münchner Offense möglichst lange vom Feld zu halten. Gleichzeitig soll die eigene Offense an die positiven Phasen aus dem Ravensburg-Spiel anknüpfen.
Brad Jones sieht Fortschritte
Quarterback Brad Jones erkennt trotz der bisherigen Ergebnisse eine positive Entwicklung innerhalb der Mannschaft. Besonders die zusätzliche Zeit nach dem Ravensburg-Spiel habe dem Team geholfen.

„Die Bye Week kam für uns zu einem guten Zeitpunkt. Wir konnten viele Dinge aufarbeiten und Fehler korrigieren. Natürlich waren die Ergebnisse bisher nicht das, was wir uns vorgestellt haben, aber ich sehe jeden Tag Fortschritte. Wir müssen jetzt anfangen, diese Entwicklung auch über vier Viertel auf dem Feld zu zeigen.“
Der Spielmacher betont zudem, dass die Mannschaft weiterhin an sich glaubt.
„Wir haben genug Talent im Kader, um mit jedem Team mitzuhalten. Entscheidend wird sein, dass wir uns nicht selbst schlagen und die Chancen nutzen, die wir bekommen.“
Martin Horn blickt nach vorne
Auch Wide Receiver Martin Horn sieht die Mannschaft auf einem guten Weg. Der Norweger erzielte gegen Ravensburg seinen ersten Touchdown für die Comets und glaubt weiterhin an das Potenzial des Teams.
„Natürlich ist niemand mit einem 0:2 Start zufrieden. Aber wir sehen jeden Tag, wie hart die Jungs arbeiten. Die Stimmung ist gut und wir wissen, dass wir besser sind, als die Ergebnisse bislang zeigen.“
Für Horn wird vor allem die Disziplin eine wichtige Rolle spielen.
„Gegen starke Mannschaften wie München entscheiden oft Kleinigkeiten. Wir müssen konzentriert bleiben, unsere Aufgaben erfüllen und uns auf das fokussieren, was wir kontrollieren können.“
Nächster Entwicklungsschritt gesucht
Die Partie bei den Munich Cowboys wird für die Allgäu Comets der nächste wichtige Gradmesser. Gegen eines der stärksten Teams der GFL Süd wollen die Allgäuer zeigen, dass die Entwicklung innerhalb der Mannschaft voranschreitet und die Arbeit der vergangenen Wochen Früchte trägt.
Auch wenn die Rollen vor dem Spiel klar verteilt sind, reist das Team mit dem Ziel nach München, die eigene Leistung auf ein neues Niveau zu heben und den Favoriten möglichst lange zu fordern.
Autor: PassionPress.eu
Foto: Foot Bowl/Susanne Hägele




